03.01.2014 – Südostasien – Singapur: time to say goodbye

03.01.2014 – Südostasien – Singapur: time to say goodbye

So einen fulminanten ersten Tag wie mir die Stadt beschert hat, so großartig und unvergesslich war auch mein letzter Tag.

Ich habe diese Nacht mal sehr schlecht geschlafen weil meine Nase so verstopft war und ich starken Husten hatte, bin dann früh erst richtig eingeschlafen und bin deshalb wieder erst gegen dreiviertel 12 los zum Botanischen Garten und wollte danach noch zum chinesischen Garten aber ich hatte meinen Plan gemacht ohne die Größe des Botanischen Gartens zu bedenken, denn der war riesig. Und so wahnsinnig schön. Wieder alles ganz ordentlich und sauber und strukturiert angelegt. Es gab verschiedene Themenbereiche. Z.B. wurde in einem Teil die Evolution der Pflanzenwelt dargestellt mit Dinosaurier Fußabdrücken auf dem Boden und Vulkangesteinen und alten Pflanzen wie z.B. Farnen.

 

Außerdem gab es einen Eco Garden und einen Rainforrest Walk, wo mal wieder keiner lang lief außer mir, denn es ging beschwerliche Stufen bergauf und heute schien die Sonne und es war gewitterig und somit noch heißer als sowie so schon. Aber die Anstrengung lohnte sich, denn im Regenwald gab es kleine Squirells die die Bäume rauf flitzten und riesengroße Spinnen und große Echsen.

Sowas hatte ich in so einem angelegten Garten gar nicht erwartet aber war sehr cool und dann gab es noch den größten Orchideengarten der Welt.

Kostete 5 $ Eintritt aber die lohnten auch wirklich. Was für eine Blumenpracht und wieder alles so toll angelegt an einem Hügelchen lang hoch mit Brunnen und Blumenbögen. Sogar Frau Merkel hat dort ihre eigene Orchideensorte im VIP Garten bekommen.


Leider verliert man irgendwie immer schnell die anfängliche Begeisterung für so schöne Dinge. Ich hielt mich dort aber trotzdem eine Stunde auf und quälte meine Kamera.

Danach ging es dann weiter zum Bonseigarten, Wüstengarten und Frangipanigarten. Echt toll angelegt. Im Frangipanigarten gab es zwischen den Bäumen Metalschaukeln. Musste ich natürlich gleich ausprobieren. Das war sehr entspannend da hin und her zu schaukeln.

Ich guckte auf den Plan und sah, dass ich wirklich wieder zu meinem Ausgangspunkt zurück musste um den Bus zu kriegen und das war ein weiter Weg und die Sonne glühte und im Hintergrund grummelte es immer mal aber bis auf die üblichen Kurzzeitschauer war nix los.

Gegen halb 5 war ich dann wieder am Hotel und holte mir vorher beim Inder noch 2 Naanbrote die ich eigentlich mit in Zoo nehmen wollte aber ich hatte so einen Appetit auf das nach Knobi duftende Brot, dass ich beide schon im Hotel verschlang und das war im nachhinein auch gut so, denn bei der Nightsafari war es viel zu dunkel zum Essen.

Ich ruhte mich noch ein bisschen im Hotel aus und machte kurz nach 6 mit dem Bus zur Toa Payoh los. Meine MRT Card war weit runter aber blöderweise kann man nur ab 10 Dollar wieder aufladen und das hätte sich absolut nicht mehr gelohnt. Geld wollte ich eigentlich auch keins mehr holen aber da ich die ganzen Fahrscheine einzeln holen musste, brauchte ich doch recht viel.


Nach ewig langer Fahrt war ich dann endlich bei der Nightsafari und es war ziemlich voll. Alle standen an der Rundfahrt an.

Ich hatte aber gelesen, dass die Laufwege viel cooler sind und hatte auf dem Plan gesehen, dass es relativ am Anfang Slow Loris gab. Diese kleinen Kuschelaffen Dinger aus den Youtube Videos. Meine Güte war das alles aufregend. Es war dunkel und ich war Mitten im Urwald und über mir der Sternenhimmel und da die meisten Leute lieber mit der Bahn fuhren war man stellenweise auf den spärlich beleuchteten Wegen allein und es gibt ja nicht nur die eingesperrten Tiere sondern auch Squirells und Fledermäuse die einem auch mal so über den Weg laufen können. Von weitem brüllte immer mal der Löwe. Kurz gesagt, es war stellenweise sehr unheimlich weil man so wenig sah.

In den Gehegen gab es dann immer einen Spotpoint aber einige Tiere sitzen auch gern mal woanders, was dazu führte, dass ich mich bei den Pelikanen so dermaßen erschreckte. Da saß einfach nur im Dunkeln was sehr Großes und bewegte sich und ich war da ganz allein. Dezent gruselig!

Und was es nicht alles für verrückte Tiere gab die ich noch nie gesehen hatte. Und dann waren sie da endlich. 2 kleine Slow Loris und der Name war Programm.

Die machten zwar recht viel aber alles in Slow Motion. Sie leckten sich ständig gegenseitig ab oder hingen kopfüber am Ast sodass man den kleinen Kuschelbauch sah…Ich war in love!!! Problem bei dem ganzen Zookonzept – Fotos kann man vergessen, denn das bisschen Beleuchtung überall ist nicht ausreichend, Tiere bewegen sich nun mal und blitzen durfte man nicht. Also wurden alle meine Fotos eher mäßig, was mich ein bisschen traurig machte und zum Ende hin versuchte ich auch gar keine Fotos mehr.

 

Es gab Gehege wo man reingehen konnte und wo lauter kleine Batmen vom Ast runter hingen und ihre lederartigen Flügel wie Graf Dracula um ihren Körper gewickelt hatten. Die waren ja so cool. Das tolle war auch, dass man fast alle Tiere auch wirklich sah und sie in Action waren. Wie oft geht man in den normalen Zoo und die Löwen pennen oder man sieht sie gar nicht und hier brüllte der Löwenmann und die Löwendamen schienen ein Kaffekränzchen zu haben. Das war großartig. Bloß die indischen Riesenflughörnchen sah man leider nicht. Die hätten mich ja auch interessiert und auch Mort aus „Madagascar“, ein Mausmaki war leider nicht zu sehen, dabei hatte ich mich auch so auf den gefreut.

Es gab verschiedene Wege die alle ineinander über gingen zu verschiedenen Themengebieten und da ging ich überall lang und auf einmal stand ich nach 90 Minuten schon wieder am Ausgang aber ich hatte die Elefanten doch noch gar nicht gesehen. Der Zoomitarbeiter erklärte mir, dass man einige Tiere nur mit der Bahn sehen würde und da die Schlange grad mal keine km lang war, setzte ich mich nochmal für 40 min in die Bahn und das war auch wirklich ganz toll. Jeder der hier in Singapur verweilt sollte das mal mitgemacht haben. Ich finde aber man sollte das so wie ich machen, also laufen und Bahn fahren, denn nur so sieht man auch wirklich alles. In der Bahn gab es Erklärungen zu den Tieren und dann fuhr man immer mal über so ein Rattergitter und stand dann quasi mit der Bahn mitten im Gehege zwischen den Tieren. Das waren dann meistens recht unspektakuläre Hirscharten aber zum Ende hin waren es die Tapire, die dann genau neben mir standen. Eine großartige Erfahrung aber auch hier das Problem, dass die Tiere dunkel waren und die Bahn , wenn auch sehr langsam, fuhr und man nicht blitzen durfte. Deshalb wurde das auch hier leider nichts mit den Fotos und ich muss die Erinnerungen in meinem Kopf abspeichern.

Gegen halb 11 ging ich dann raus und musste eine Weile auf den Bus warten. An der MRT Station hatte ich dann absolutes Glück denn es kam gerade die aller letzte Bahn Richtung Marina Bay. An meiner Station fuhr dann zwar kein Bus mehr aber da nahm ich mir ein Taxi und war Punkt um 12 wieder am Hotel.

Ein schöner ereignisreicher Tag geht zu Ende und meine 5 Tage in diesem wundervollen Stadtstaat. Ich fand es hier sehr schön, wenn auch teilweise recht skurril. Morgen wird mich dann wohl der totale Kulturschock erwarten. Von einem der reichsten Länder der Erde in eines der ärmsten – Kambodscha. Morgen wird erst mal nur ein Reisetag, denn ich muss in Bangkok umsteigen mit 3 h Aufenthalt.

 Song: Andrea Bocelli-time to say goodbye



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