10.-12.6.17 Hannover Wochenendtrip

Wenn ich nicht Front of Stage Karten für Depeche Mode (Konzertbericht im nächsten Post) gehabt hätte, wäre ich vermutlich nicht unbedingt freiwillig nach Hannover gefahren. Das wäre wiederrum ein Fehler gewesen, denn man mag es kaum glauben aber es gibt richtig schöne Ecken in Hannover auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint.

Vor einer Woche war ich noch in Görlitz, einer der schönsten Altstädte Deutschlands und dazwischen in Dresden, was sich ja auch durchaus sehen lassen kann und nun kam ich hier am Bahnhof an und wusste nicht so richtig was ich von halten sollte.

Ich machte mich erst mal auf zum Hotel. Nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof in einer hübschen ruhigen Seitenstraße liegt das Atlanta Hotel (2 Nächte mit Frühstück 84€). Ein bisschen in die Jahre gekommen aber sauber und top gelegen.


Kurz frisch machen und dann auf zur Stadterkundung.
Freunde aus Hannover hatten mir einige Tipps gegeben.

Innestadt:
Der Weg über die Theaterstraße war noch ganz schön. Tolle alte große Gebäude mit Geschäften und Restaurants. Vorbei an der schönen alten Oper hin nach/zum/zur (keine Ahnung) Kröpcke – das Einkaufsviertel. Ich kam an einem Samstag Nachmittag an und es war auch noch ein Fest, somit muss ich nicht erwähnen wie voll es dort war. Die Häuser waren allesamt Architektursünden. Ich fühlte mich ein wenig überfordert und fehl am Platz, da ich mit shoppen ja ohnehin nicht mehr viel am Hut habe. Also machte ich mich schnell auf in das bisschen übrig gebliebene Altstadt. Das Viertel rund um den Holzmarkt ist wirklich sehr ansehenswert. Viele schöne Fachwerkhäuser, alte Kirchen, hübsche kleine Cafes, Plätze und Brunnen. Beim NDR Kultursommer spielte gerade ein Celloorchester und man konnte mit einem Glas Wein verweilen. Außerdem war gerade Flohmarkt am hohen Ufer. Ich denke der ist jedes Wochenende dort. Außerdem gibt es eine Markthalle, ich würde sagen so aus den 60ern vielleicht. Ich mag Markthallen weil alles immer hübsch bunt ist und meist lecker aussieht. Hier gibt es vor allem so kleine Snackbars wo man es sich gut gehen lassen kann.
Die Altstadt ist nicht besonders groß aber ganz nett anzuschauen und einen Besuch wert.

 

  Rathaus/Maschsee:
Wenn man Hannover googelt, dann bekommt man unzählige Aufnahmen des Rathauses, die meisten vom Maschteich aus. So eins wollte ich auch. Zu früh gefreut, denn das Rathaus war von dieser Seite eingerüstet. Die Leute grillten und chillten im Park und ein paar Meter weiter wurde gerudert, Tretboot und Fahrrad gefahren am Maschsee. Ich wusste gar nicht, dass Hannover so einen großen See hatte und war recht überrascht. An der Uferpromenade kann man toll sitzen, dem Treiben auf dem Wasser und an Land zusehen und ein Eis essen. Man könnte auch noch toll spazieren gehen aber dazu war ich zu faul.

Food/Locations:
Kann ich gar nicht viel zu sagen, denn alle Tipps die ich bekommen oder über Tripadvisor ausfindig gemacht hatte, waren total überfüllt oder gar nicht offen. Nur die Schöne Aussichten 360° Panoramabar auf einem Parkhausdach in der Röselerstraße hat einen Besuch von mir bekommen. Cooles Konzept. Sand unter den Füßen, Beachliegen, leckere Cocktails und dabei ein Blick auf die Stadt. Sowas würde ich mir für Leipzig auch wünschen.


Herrenhäuser Gärten:
Also wenn es die Gärten nicht geben würde, würde ich einen Trip nach Hannover nicht unbedingt empfehlen aber die Herrenhäuser Gärten reißen einfach alles raus. 8€ Eintritt für großen Garten, Berggarten und Museeum. Die „Wasserpiele“ sind in der Zeit von 12-14 Uhr außer Betrieb, was schade ist, denn ohne ist es viel weniger schön.
Der große Garten hat mich sehr an Schwetzigen erinnert. Toll angelegte Hecken, viele Springbrunnen, Herrenhäuser, schöne Bepflanzungen und viele Bänke die zum Verweilen einladen. 
Super spannend fand ich die Grotte von Niki de Saint Phalle. Ich hab keinerlei Hintergrundwissen dazu aber guckt euch das an. Alles ist voller bunter Spiegelfliesen und verrückter Skulpturen. Erwartet man in so einem alten Garten nicht unbedingt aber sehr eindrucksvoll.
Das Museeum hab ich mir gespart, kann ich also nix zu sagen. Der Berggarten auf der anderen Seite der Straße, der auch noch das Sealife beherbergt, ist eher wie ein großer botanischer Garten. Alles blühte so wunderschön und es roch nach blumigem Sommer. Ein toller Ort zum runter kommen und die Schönheit der Natur genießen. Außerdem gibt es ein paar Gewächshäuser mit unters. Themen. Orchideen, Wüste, Kanaren. Da es draußen schon so warm war, hab ich es nicht lang dort ausgehalten aber sehr schön anzusehen. Der Garten ist wunderschön angelegt. Mit Moor und Rhododendrenhain und einer Ausschilderung zum Paradies, was sich als Art Dschungelgarten herausstellte. Wenn ich in Hannover wohnen würde, würde ich mir sicher eine Jahreskarte kaufen, da es mir wirklich gut gefallen hat. Absolutes Must-see bei gutem Wetter.


Leibnitz Universität:
Kann ich auch nicht allzu viel zu sagen, da ich in der Kürze der Zeit nur einen winzigen kleinen Abstecher machen konnte um mir das eindrucksvolle Unigebäude kurz von außen anzugucken. Tolle englische Architektur. Hätte man auch als Vorlage für Harry Potter nehmen können. Kleine Türmchen, Balkone, Wasserspeier. Es soll dazu auch noch einen Park geben. Wer was für Architektur übrig hat, sollte sich das Ganze mal näher angucken.


Fazit:
Hannover ist keine Liebe auf den erste Blick aber auf den zweiten entdeckt man viele liebenswürdige Orte die besichtigt und bestaunt werden wollen. In der Kürze der Zeit konnte ich auch nur einen winzig kleinen Teil der Stadt sehen und vermag daher kein allzu großes Urteil abzugeben. Kommt vorbei und macht euch selbst ein Bild!



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