Alpaka Trekking Tour

Alpaka Trekking Tour

Ich hatte zu meinem 30. Geburtstag einen Gutschein für eine Alpaka Trekking Tour geschenkt bekommen und habe mich gefreut wie ein kleines Kind, so richtig mit Freudentränen und Luftsprüngen, denn Alpakas sind meine Lieblingstiere aber so richtig in Berührung gekommen, bin ich mit ihnen erst einmal.

Nach einigen Anfangsschwierigkeiten und Absagen seitens des Hofes, war es dann am Samstag den 26.8.17 endlich so weit. 11 Uhr ging es los auf dem Alpakahof im Nuthe-Nieplitztal in Brandenburg.

Wir wurde vom Hofbesitzer empfangen und bekamen eine kurze Führung über den Hof. Zusammen mit einer anderen Familie bekamen wir 4 Alpakas in die Hand gedrückt und eine kurze Einführung.

Alles 4 sehr schöne Männchen. Allerdings hatten alle ihren eigenen Kopf und Charakter, sodass wir die ersten 10 min dachten, dass wir keine 100 m mit ihnen laufen könnten. Denn das Gras schmeckte außerhalb der eigenen Farm gleich so viel besser, sodass erst mal jeder Grashalm abgemäht wurde. Ich hatte Firestarter an der Leine, ein sehr lieber hellbrauner Kerl, welcher sich allerdings nicht streicheln lassen wollte. Wir liefen 1 cm und hielten an, damit der Herr einen Grashalm naschen konnte und so ging es weiter. Die anderen 3 Tiere waren auch nicht besser, eher schlimmer, denn Eldo, der Boss der ganzen Gruppe, schmiss sich ständig genüsslich in irgendwelche Büsche oder legte sich einfach auf den Weg und hatte keine Lust weiter zu laufen. Ich hatte mein Alpaka schon nach kurzer Zeit recht gut im Griff, da ich gleich deutlich machte, wer denn hier der Chef ist. Dem Führer von Eldo gelang das nicht. Der Familienvater war die ganze Zeit mit Putzen von Eldo beschäftigt und kam keinen Meter vorwärts, weshalb unserer Führer kurzum einen Wechsel machte und mir den ungestümen Eldo in die Hand drückte.

Die anderen beiden Alpakas Joker (weil er immer ein leichtes grinsen im Gesicht hatte) und der schöne Adonis (das Modeltier, was auf allen Gutscheinen und Plakaten pragte) waren ganz lieb und warteten nur darauf, dass sich der Boss der Gruppe in Bewegung setzte.

Die erste viertel Stunde passierte nicht allzu viel. Wir waren inzwischen aus dem Dorf raus gekommen aber der Wegesrand war ja zu verlockend um sich dort rein zu werfen. Wir bekamen ein paar Tipps und Tricks gezeigt und ganz langsam setzten wir uns in Bewegung. Ich hatte mit Eldo inzwischen einen Deal ausgehandelt. Er beißt ordentlich viel Gras ab und läuft dann erst mal so lange bis er es aufgekaut hat und erst dann darf er wieder snacken. Das klappte dann auch echt gut. Und wir konnten alle eine ordentliche Wanderung über Wald- und Feldweg machen. Ab und zu eine größere Snackpause, wo uns faszinierende Dinge über die Tiere erzählt wurden. An einer Lichtung hielten wir an und machten bei schönstem Sonnenschein erst mal eine Fotopause, bevor wir langsam wieder zurück liefen.

Je näher wir der Farm kamen, desto aufgeregter wurden die 4 wieder nach Hause zu kommen. Da kam es dann schon mal vor, dass einer anfing im Schweinsgalopp zu rennen und seinen Führer hinterher zu ziehen. Kurz vor der Farm wollten es Eldo und Adonis nochmal wissen und stürzten sich kopfüber in die verschiedensten Büsche um danach ein paar schöne Blüten im Fell zu haben. Ich denke ja, dass die Herren sich für die Damenwelt etwas aufhübschen wollten.

Als wir wieder auf der Farm eintrafen, schauten uns alle anderen 60 Alpakas ganz interessiert und neugierig an. Unsere 4 machten erst mal eine Toilettenpause und schnüffelten aus dem Kot der anderen, welches Weibchen, denn gerade interessiert sein könnte. (Ich stelle mir gerade vor, wenn das Menschen auch machen würden…)

Wieder auf der Weide wurden die Herren verstaut und wir konnten uns den jungen Müttern und ihren Babies widmen. Unsere Herzen schmolzen dahin. Eines der Babies war erst 3 Tage alt und hoppelte wie ein kleines Häschen über die Wiese.

 

Baby 3 Tage alt

 

 

 

 

 

Danach guckten wir uns noch die restlichen Damen an und stellten fest, dass jedes Alpaka wirklich super unterschiedlich aussieht auch wenn man das auf den ersten Blick nie gedacht hätte. Die tollsten und unterschiedlichsten Fellzeichnungen.

 

 

 

 

 

Eine der Damen – Annie, war sogar ein kleiner Star, denn sie ziert das Albumcover von Frittenbudes „Küken des Orion“ Album, was ich super cool fand, da ich selbst im Besitz des Albums bin und mich schon immer über das Alpaka auf dem Cover gefreut habe.

auf dem Albumcover noch mit etwas mehr Fell

Eine andere der Damen wollte scheinbar noch Model werden, denn sie räkelte sich vor meiner Kamera ganz grazil auf dem Boden, gab mir unterschiedliche Posen und lächelte dabei die ganze Zeit.

 

Außerdem kam mir noch ein Albinokind entgegen. Ganz hellblaue Augen und weiße Wimpern. Faszinierend was die Natur so erschaffen kann.

Wir konnten uns alle nur schwer von den lieben und ruhigen Tieren trennen.

Als wir gerade noch ein paar Socken und Deocreme im Hofladen kauften, kamen die 7 Australien Shepherd Welpen gerade zum Fressen raus und ein großes „Ohhh und Ahh“ ertönte im Hof. Die 5 Wochen alten Babies tapsten von A nach B, nachdem sie mit dem Futter gekämpft hatten und ließen sich sogar von uns streicheln. Ich lasse an dieser Stelle nur mal die Bilder sprechen.

 

 

 

 

 

 

 

Somit wurde es noch schwerer sich vom Alpakhof zu verabschieden.

Ich kann jedem nur eine solche Tour empfehlen. Alpakas werden auch als Therapietiere eingesetzt und sind z.B. in Altenheimen und Kindergärten als Seelentröster und Mobilitätshelfer unterwegs. Und auch bei uns hatten die Alpakas irgendwie eine therapeutische beruhigende Wirkung, wie sie so ihr Gras vor sich hin mümmelten und sich immer mal streicheln ließen. Ich war ja vorher schon Fan aber hinterher bin ich jetzt Fan mit viel Wissen über die Tiere, sodass ich mir durchaus vorstellen könnte auch mal ein paar der lieben und genügsamen Rasenmäher zu besitzen.



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