Bukit Halbinsel Bali

Bukit Halbinsel Bali

 

 

Ich hatte einen großen Traum – einmal „Surfing Uluwatu“ fotografieren und dafür musste ich ganz in den Süden Balis, auf die Bukit Halbinsel.

Was ich dort alles erlebt habe, erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest…

 

Anreise

 

Ich bekenne mich schuldig. Ich quäle Taxifahrer. Aber natürlich ohne Absicht. Wenn ich gewusst hätte, wie sehr am Arsch der Welt meine neue Unterkunft liegt, dann hätte ich den armen Kerl natürlich vorgewarnt. 2 h für eine Strecke von 24 km. Sowas kann es aber auch nur auf Bali geben.

 

Schon aus Canggu raus und dann durch Seminyak und Legian brauchten wir bis zur Sunshine Road, die Schnellstraße, eine Stunde. Auf der Schnellstraße fuhr es sich dank 4 spurigem System ganz gut. Und dann kam der schwierige Teil. Offiziell wird meine Unterkunft als Ortsteil von Jimbaran gelistet aber eigentlich gehört es schon mehr zu Uluwatu und liegt mitten auf einem Berg in der Pampa. Der Fahrer schmiss Google Maps an und ich meine Offline Map auf Maps me. Alles schön und gut mit diesen Karten aber die sagen dir ja nicht wie beschissen die Straßen sind, die man da für den kürzesten Weg lang gurken muss.

 

Ein Jeep wäre an dieser Stelle schön gewesen. Ich glaube ich habe es sogar geschafft, einen sonst immer freundlichen Balinesen, zum Fluchen zu bringen. Nach viel Schweiß und Tränen (nicht wirklich) vom Fahrer waren wir endlich da. Und erstaunlicherweise musste ich wirklich nur die vorher ausgemachten 250000 IDR zahlen, womit er mich eh schon beschissen hatte, denn Blue Bird Taxis müssen immer mit Taxameter fahren, was er nicht tat. Und wohl auch nur weil er Angst vor einem Anschiss hatte, nahm er am Ende ohne murren das Geld und verschwand wieder auf seinen 2 stündigen Heimweg – so sorry!

 

Unterkunft

 

Wie bin ich nur auf diese Unterkunft mitten in der Pampa gekommen?! Nun ja, sie sah gut aus und war preiswert und nicht allzu weit weg von Uluwatu, wo die Preise wesentlich höher liegen.

Das Hill Dance Bali, liegt, wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, auf einem Hügel. Irgendwo im nirgendwo ABER! es gibt einen großen Supermarkt, einen ATM, nen Friseur und eine handvoll Restaurants. Und zum Strand kann ich auch zu Fuß gehen aber dazu später mehr.

 

 

 

 

Ich hatte ein bisschen Angst, ob ich mich da nicht verbucht hatte, aber nicht wegen der Lage sondern wegen der Bewertungen auf Booking. Ich hatte vor ca. einer Woche gebucht, wo die Bewertungen noch recht gut waren und als ich kurz vorher noch mal rein sah, waren nur noch 2 oder 3 Punkte Bewertungen am Start. Angst!

Vor Ort war ich dann erleichtert, dass es alles doch ganz nett aussieht und der eine Angestellte hier super nett ist. Es ist nicht perfekt, keinesfalls und es gibt einige Ecken und Kanten aber in meinem Fall stimmt wenigstens das Preis-/Leistungsverhältnis. „You get, what you give“.

 

 

 

 

Meine Recherche ergab dann, dass die Leute die allein hier waren bzw. die die normalen Doppelzimmer gebucht hatten, durchweg zufrieden waren. Die Leute, die hingegen die Häuser gebucht hatten, waren alle extrem unzufrieden. Und ich kann vielleicht auch verstehen warum. Mein Zimmer kostet 13 € die Nacht. Es gibt ein kleines einfaches Frühstück. Einen schönen Garten. Ein nettes Zimmer. Ein okayes Bad und einen sehr schönen Pool. Die Häuschen hingegen, kosten pro Nacht bis zu 50 € und haben lediglich den Vorteil, dass die Wohnfläche größer ist. Und wenn ich so viel pro Nacht zahlen würde, dann würde ich am Ende wohl auch mehr erwarten. Aber für mich als Low Budget Reisenden mit recht geringen Ansprüchen ist das hier schon wirklich eine sehr schöne Unterkunft. Allerdings könnte man sich den ganze Booking Quatsch auch sparen und einfach nach Bali kommen. Irgendwas schönes findet man immer und sicher für einen besseren Preis aber für so viel Abenteuer bin ich dann doch zu deutsch.

 

 

 

 

Balangan Beach

 

Mein Hausstrand ist der Balangan Beach, welcher auch auf der Liste der schönsten Strände Balis steht. Ich muss dahin 20 Minuten laufen, immer an der kleinen Straße entlang, vorbei an Kühen und Hühnern. Allerdings bin ich hier die einzige Person die läuft, sodass jeder irgendwie Mitleid mit mir hat und sämtliche Einheimische und Touristen, die an mir vorbei fahren, mich fragen ob sie mich mitnehmen sollen. Finde ich ja wirklich zuckersüß, ist aber halt auch absolut nicht nötig. Ich liebe spazieren gehen und die lächerlichen 2 Kilometer (aber bis zum Ende vom Strand) kosten mich ein Lächeln.

 

 

 

 

Balangan ist ein Surfstrand mit Klippen rechts und links. Und so schön ruhig.  Es war dann auch gleich Liebe auf den ersten Blick und ich hätte eigentlich gar keinen anderen Strand hier mehr sehen müssen, denn mit meinem war ich mehr als zufrieden.

Ich denke, ich lasse an dieser Stelle einfach mal die Bilder für sich sprechen.

 

 

 

 

 

 

 

Was hier völligst crazy ist, sind die Hochzeiten. Das ist DER Hochzeits – Spot auf Bali. Ich war 2 mal am Strand und habe in dieser Zeit mindestens 35 vers. Hochzeitspaare gesehen. Da steht dann eine Braut neben der nächsten mit ihrem Kleid im Wasser oder auf der Klippe. Die Bilder sehen sicher ganz grandios aus, keine Frage aber romantisch ist das nun wirklich nicht. Die Meisten sind Chinesen und Japaner. Die lieben Bali und es ist super günstig für die hier zu heiraten, wurde mir erklärt. Aber auch einige Europäer im Hochzeitswahn liefen mir über den Weg.

 

 

 

 

 

 

Auch wenn ich vermutlich nie heiraten werde, so habe ich hier dennoch einige sehr schöne Hochzeitsinspirationen gefunden. Z.B. das hier würde ich auch genau so wollen. So cool!

 

 

 

 

Was es auch alles für tolle Kleider gibt. Da werde ich dann auch mal zum richtigen Mädchen und staune.

 

 

 

 

 

Ansonsten ist es vormittags eine tolle Bucht für Surf Anfänger, da die Wellen im vorderen Bereich während der Flut recht mild sind. Aber nachmittags während der Ebbe, geht´s dann ab und zu mal ordentlich ab, wenn die Wellen sich vor dem Riff aufbäumen.

 

 

 

 

 

 

Während der Ebbe kann man auch noch ein Stückchen unterhalb der Klippe entlang laufen auf der oben der größte Golfplatz Balis ist. Es gibt dort 2 sehr niedliche kleine Strandabschnitte. Wirklich so so schön. Und das beste ist, dass es absolut nicht überlaufen ist.

Funfact: Ich bin ja nun ein kleiner Instagram Junkie und gucke mir natürlich auch gern hübsche Menschen an. Und während ich da so am Strand entlang lief, kam mir der eine junge hübsche Mann extrem bekannt vor und ich dachte noch so bei mir, dass das doch dieses eine Instagram Model sein könnte. Und tatsächlich, am selben Abend sah ich dann ein Bild von meinem Strand bei Instagram. Da kann man doch echt nur wieder feststellen – die Welt ist ein Dorf!

 

 

 

 

 

Baden kann man hier allerdings eher nicht so richtig. Bei Flut zu viele unberechenbare Wellen und bei Ebbe zu flach und viele spitze Korallen. Dennoch, für mich, ein richtiger Traumstrand, denn tolle Fotos sind mir persönlich wichtiger als schwimmen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

Padang Padang Beach

 

 

 

 

Ich hatte mir für einen halben Tag einen Fahrer gemietet. Der Spaß kam 24 €, was mir erst recht viel vorkam für ca. 4 h aber als ich dann mitbekam, dass mich allein schon eine sehr kurze Strecke von einem Strand zum anderen 9€ gekostet hätte, fand ich den Preis dann wieder ganz okay, denn ich will gar nicht wissen, was mich ein Taxi von meiner Unterkunft allein nach Uluwatu gekostet hätte.

Mein Fahrer Mo war auch ein ganz lieber und konnte super englisch und wartete immer überall auf mich. Sehr angenehm. Außerdem musste ich so an den vollen Locations nicht erst ein Taxi suchen.

Ich wollte gar nicht zum Padang Padang Beach und hatte auch null Informationen darüber aber der Fahrer meinte, dass wir ja genügend Zeit hätten und es dort ganz schön sei.

Na gut. Ich bin ja offen für Vorschläge. 60 Cent Eintritt und einige Stufen die Klippe lang runter, lag vor mir zwar eine sehr interessante Bucht aber heidewitzka, was war das voll. Zum Glück hatte ich gleich zu Mo gesagt, dass mir 40 Minuten hier reichen würden.

 

 

 

Das ist ja gar nichts für mich, wenn die Leute wie Ölsardinen am Strand liegen. Grausam! Deshalb lief ich gleich noch ein paar Schritte weiter durch die Felsen und schoss ein paar Fotos.

 

 

 

 

 

Affen gab es auch einige. Natürlich mussten auch die für meine Kamera posieren und das taten sie mal mehr und mal weniger gern.

 

 

 

 

Dann plötzlich Tumulte. Zwei Affen stritten sich. Es ging heiß her. Menschen wurden umgerannt. Die Affen sprangen die Klippen in Windeseile lang hoch und rissen dabei einige Gesteinsbrocken herunter. Nicht ganz ungefährlich diese kleinen Strolche.

Für mich am witzigsten, war ein junger Mann. Sehr attraktiv und eigentlich so einer von der ganz coolen Sorte. ABER er hatte Angst vor Affen und was für eine. Und seine Freunde zogen ihn natürlich damit auf und erschreckten ihn immer wenn ein Äffchen in der Nähe war, während er panisch davon rannte.  Einer der Jungs meinte dann, „the monkeys had a little devil inside“ – so in der Art, dass die Viecher kleine Höllenwesen wären.  Ich liebe Tiere total und halte sie für die liebenswertesten reinsten Geschöpfe überhaupt aber die Augen der Affen hatten wirklich irgendwie etwas böses. Einige sahen ganz lieb und sanftmütig aus aber andere hatten so komisch tote gruselige Augen, wie so kleine Roboteraffen.

 

 

 

 

Ich war jedenfalls froh hier wieder weg zu kommen, denn nun ging es zu einem, für mich, ganz besonderen Ort. „Kurze“ Hintergrundinfos dazu:

 

 

Buchtipp: „Boarderlines“ von Andreas Brendt

 

Ich leide unter akuter Reisesucht und beschäftige mich den Großteil meiner Zeit auch nur mit diesem Thema. Blogs lesen, Videos gucken, Reiseführer wälzen. Und irgendwann, vor einigen Jahren, stieß ich durch Zufall auf dieses Buch. Ich muss dazu sagen, ich lese nicht allzu gern Bücher aber bei diesem war alles anderes. Ich war von der ersten Sekunde an hin und weg. Und es mag auch reichlich „cheesy“ klingen aber das Buch hat mein Leben verändert.

Reisen, lustige Anekdoten, ein mega beeindruckendes Mindset, weise Sprüche und das alles ums Thema Surfen herum geschrieben. Ich hatte mit Surfen vorher überhaupt nichts am Hut und hatte auch noch nie so richtige Surfer gesehen. Coole Boys and Girls, das auf jeden Fall aber ansonsten nicht mein Thema.

Aber dieses Buch hat mich so umgehauen. Beim lesen habe ich laut gelacht oder mir kamen die Tränen. Ich habe mir ganz oft weise Sätze aus dem Buch notiert, um diese an geeigneter Stelle noch mal anzubringen, um damit besonders eloquent zu wirken 😉

Ich habe jeden Ort, der im Buch genannt wird gegoogelt. Mich mit den Surfbegriffen beschäftigt. Beim Lesen habe ich Raum und Zeit vergessen und fühlte mich einfach nur unheimlich inspiriert. Und was der „Eendi fom Gärmany“ (ich liebe wie er immer schreibt, wie die Asiaten mit ihm reden) alles erlebt hat. Unglaublich. Dieser Mann musste einfach ein Buch schreiben. Wäre unfair gewesen, diesen Wissensreichtum der Welt  vorzuenthalten.

 

 

 

 

An dieser Stelle mal ein bisschen Werbung für den sympathischen Kerl – ab mit euch in den Buchladen oder in den Online Store und taucht ein in die spannende Welt aus Surfen, Reisen und Lebensweisheiten. Ihr werdet die Welt danach mit anderen Augen sehen.

Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte war, dass es im Buch einen großen Teil auch um Bali geht, weil er hier oft zum Surfen war und eine Sache hat mich besonders beeindruckt –

 

„Surfing Uluwatu“

 

 

 

Er schrieb so begeistert und mitreißend davon. Nach einer Google Bildersuche war klar – irgendwann will ich diesen Ort mit meinen eigenen Augen sehen. Die besonderen Wellen. Diesen Vibe. Die lässigen Surfer und die atemberaubenden Klippen. Und irgendwann, war dann endlich soweit ♥

Ich sagte Mo, dass ich gern „Surfing Uluwatu“ sehen wollte und er wusste sofort was ich meine. Er setzte mich an einer Stelle ab, wo es zum einen runter zum Strand ging und zum anderen hoch zum Dorf, was sich quasi an der Klippe entlang hangelt.

Der Buchbeitrag war von 1998 und 20 Jahre später, sah es dann nicht mehr ganz so ursprünglich aus wie im Buch beschrieben. Der waghalsige Pfad zum Strand war inzwischen einer steilen aber breiten Treppe gewichen und statt der einfachen Klippenbars gibt es heute unter anderem total fancy Beachclubs mit eigenem Infinity Pool. Damit ist natürlich auch ein bisschen der Zauber verloren gegangen aber wenn man dann erst mal den Weg auf eine der einfacheren Aussichtsterrassen geschafft hat, sein kaltes Bintang in der Hand hat und einen guten Aussichtspunkt gefunden hat, dann, ja dann fängt sie an die Magie von Uluwatu.

 

 

 

 

Ich war total happy, obwohl die Voraussetzungen nicht die besten waren. Ebbe und keine Haushohen Wellen mehr, wie noch vor 2 Tagen. Dennoch konnte ich mein Glück kaum fassen, endlich an DEM Ort zu sein und muss dabei wohl verdammt happy ausgesehen haben, denn ein paar Minuten später kam eine Fotografin auf mich zu und fragte ob sie ein paar Bilder von mir machen könnte, weil ich so glücklich aussehe. Ich habe jetzt also auch noch ein schönes Erinnerungsbild von mir an meinem Traumort (siehe Instagram: entfant_terrible86).

Ach wat war das scheen. Die Abendsonne tauchte die umliegenden Klippen in ein sanftes Licht. Einige der Surfer machten es sich in einem der „Ebbe Pools“ bequem und die anderen versuchten ihr Glück draußen auf den signifikanten lang gezogenen Uluwatu Wellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zen lag über mir. Ich war im hier und jetzt und war hier und jetzt einfach nur glücklich. Ich hätte Stunden auf der kleinen Terrasse verbringen können aber mit Mo war leider nur eine Stunde verabredet.

Deshalb schaffte ich es auch nicht zum Strand runter zu gehen und mir die Höhle anzusehen.

Aber falls ich noch mal Urlaub auf Bali machen sollte, dann will ich hier einen ganzen Tag verbringen, denn dieser Ort ist besonders, mitreißend, wunderschön. Dieser Ort ist magisch.

 

 

 

 

 

Uluwatu Tempel

 

 

 

 

Wahrscheinlich eine DER Sehenswürdigkeiten auf Bali. Ganz berühmt ist ja der Sonnenuntergang dort. Den wollte ich allerdings meiden, da ich gelesen und gehört hatte, dass es dort sehr voll sein soll.

Aber ratet mal, wann ich da war – natürlich zum Sonnenuntergang, denn das Problem zur Zeit ist, dass es vormittags immer sehr grau ist und teilweise sogar regnet. Somit keine guten Voraussetzungen für einen Besuch auf DER Klippe Balis. Man will ja schließlich auch was von haben, wenn man schon mal dort ist.

Außerdem hatte ich im Vorfeld regelrechte Horrorgeschichten mit den Äffchen dort gelesen. Bisswunden, geklautes Hab und Gut, mit Kot beworfen. Und auch Mo warnte mich.

Okay, also super voll und Kacke werfende Diebstahlaffen. Na das kann ja heiter werden.

Eintritt 1,80€ inkl. totschickem Leihsarong, den ich mit meinem langen Kleid nicht gebraucht hätte aber aus Stylinggründen gern umgebunden habe.

Und was soll ich sagen „nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird“. Es war mega voll aber wenn man willig ist ein paar Meter die Klippe entlang zu laufen, dann ist von den enormen Menschenmengen, die man noch vom Parkplatz her vermutet hätte, nichts mehr zu spüren.

Und auch mit den Äffchen hatte ICH keine Probleme.  Andere Menschen hingegen schon und was für welche. So langsam glaube ich an die Geschichte der teuflischen Äffchen.

Ein Mann weinte sogar, weil ihm ein Affe die Sehbrille geklaut hatte und er total orientierungslos da stand. Der arme Kerl tat mir ja fast ein bisschen Leid aber auf der anderen Seite saß da halt auch ein Äffchen und hatte eine Brille in der Hand und sah damit so ungeheuer intellektuell aus.

 

 

 

 

Zum Glück hatte ich bereits am Eingangsbereich meine Sonnenbrille sicher im Rucksack verstaut.

Eine Dame machte gerade Fotos mit ihrem Mann. Gerade als sie eine Pose eingenommen hatte, kam ein Äffchen von hinten und verbiss sich in ihrem Flip Flop. Sie musste sich sogar an mir festhalten, weil sie vor Panik fast umgefallen wäre.

Ich hatte im Vorfeld auch gelesen, dass die Äffchen ja nur so böse wären, wenn man sie bedrängen würde aber nee. Die Leute hatten gar nichts gemacht und trotzdem wurden sie aus dem Hinterhalt überfallen. Die Äffchen verbringen wohl einfach zu viel Zeit mit Menschen und benehmen sich deshalb auch so arschig.

 

 

 

Es ging dann am Ende alles noch gut aus. Der Affe gab gegen Bestechungsleckerlis die Brille zurück (Mafiamethoden in Affenhausen) und durch gekonntes Eingreifen eines Aufpassers ließ auch der Affe vom Flip Flop ab.

Nichtsdestotrotz schwang bei mir mittlerweile eine dezente Angst aber gleichzeitig auch der Wille nach guten Fotos und eine gewisse Faszination mit.

 

 

 

Am Ende hatte ich wahrscheinlich einfach nur Glück, dass mir nichts passiert war, denn ich hatte für Fotos meinen Rucksack auch unachtsam in die Ecke gestellt.

Das Ding dort an der Klippe ist halt auch, dass man ja nicht weg kann. Man läuft diesen schmalen Gang entlang und die Äffchen sitzen auf der einen Seite im Busch und auf der anderen auf der Absperrmauer auf Kopfhöhe. Und manchmal kommen sie auch in Scharen den Weg entlang gerannt. Kennt ihr noch den Film Jumanji?! Da gibt`s auch so eine Szene wo die Menschen von Affen gejagt werden. So habe ich mich gefühlt.

 

 

 

 

Und als dann auch noch Raubtürfütterung war, war natürlich richtig was los und ich war mal wieder in einer Entscheidung gefangen. Stehen bleiben, Fotos machen und eventuell angegriffen werden oder weiter gehen. Bauchgefühl sagte – stehen bleiben und das Maiskolbengemetzel beobachten. Bauchgefühl hatte mal wieder Recht, denn es passierte nichts und ich konnte interessante Bilder machen.

 

 

 

 

 

 

Nun aber mal zum eigentlichen Punkt:

Das ist ja grundsätzlich der Uluwatu TEMPEL. Im Grunde ist von Tempel aber nichts zu sehen, denn der besteht lediglich aus einem Eingangs- und einem Ausgangstor mit einem Weg dazwischen. Betreten darf man diesen Bereich als nicht Hindu natürlich wieder nicht aber dieser Teil des Geländes interessierte ja auch wirklich niemanden.

 

 

 

 

 

Denn der Grund warum alle her pilgern, ist dieser:

 

 

 

 

 

 

 

Dieser atemberaubende Ausblick und Anblick der Klippen und den Gang an der Klippe entlang. Und das Ganze dann noch bei Abendlicht und untergehender Sonne. Must See!

 

 

 

 

 

 

Man könnte sich dann auch noch so einen traditionellen Kecak angucken. Einen speziellen Balinesischen Tanz aber ach nee, soweit reicht mein kulturelles Interesse dann doch nicht, 6€ zu zahlen um mich mit Hunderten anderen Touristen hinzusetzen und mir da so ein rumgetänzel anzusehen, was vermutlich hier eh nicht richtig traditionell gewesen wäre.

Deshalb ging es für mich wieder zurück zum Ausgang, wo Mo auf mich warten wollte. Oh man, da saßen hunderte Mo`s. Sämtliche Fahrer warteten am Ausgang und das ist ja nun leider so, dass die, für mich zumindest, alle recht ähnlich aussehen und dann auch noch im fast dunkeln. Ich war jedenfalls froh als nach ein paar Minuten dumm herum stehen, der richtige Mo mich gefunden hatte.

 

Food & Shops

 

Wie schon erwähnt, wohne ich hier auf dem Land. Hier ist alles recht einfach gehalten und es gibt nicht viel aber in der Touristenregion um den Dreamland Beach (völlig überlaufener Strand – habe ich auf Entpfehlung (was ist das Gegenteil einer Empfehlung) gleich sein lassen) und Uluwatu gibt es auch jede Menge Shops und Restaurants und es sieht erstaunlicherweise stellenweise fast so fancy aus wie in meinem geliebten Canggu.

 

Fazit

 

 

 

 

Ich denke, dass man hier auch wirklich länger Urlaub machen könnte, wenn man sich auf einen Roller traut (nach meinem Unfall in Thailand mache ich das nie wieder) oder mehr im Touristenbereich wohnt.

 

 

 

 

Für mich waren aber eigentlich hier eh nur 2 Dinge wichtig. Uluwatu Tempelarea und natürlich „Surfing Uluwatu“ und alles was es noch oben drauf gab war ein netter Bonus.

Mir hat´s auf der Bukit jedenfalls sehr gut gefallen und wenn ich noch mal wieder komme, dann nach Uluwatu.

 

 

 



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Ich akzeptiere