Ein Wochenende in Plau am See

Ein Wochenende in Plau am See

29.06. – 01.07.2018

Einmal im Jahr trifft sich die ehemalige „Leipzig Gang“, die inzwischen in ganz Mitteldeutschland und Berlin verstreut ist, und fährt übers Wochenende weg. Dieses Jahr hat es uns nach Plau am See verschlagen und Spoiler vorweg – es war wunderschön!

 

Anreise:

Von Halle nach Plau am See. Unter normalen Bedingungen in 3 h zu schaffen. Ferienanfang, Freitag Nachmittag und ungelogen 1/3 der Autobahn eine Spur gesperrt – brauchten wir am Ende fast 5 h und kamen erst halb 9 im Ort an. Deshalb Tipp an alle – nicht in den Ferien oder an einem Freitag dort hoch fahren!

 

Unterkunft:

Da wir 8 Leute und ein Kind waren, hatten wir 2 Ferienhäuser im Ferienpark an der Metow gebucht. Genau an der schicken Uferpromenade und nur wenige Minuten in den Ort. Im Ferienpark gibt es noch ein kleines Hotel, ein schickes Restaurant und eine Imbissbude.

Die Häuser sind sehr ordentlich und mit allem nötigen eingerichtet. Außerdem gibt es einen schönen großen Sonnenbalkon und eine Terrasse mit Blick auf die Elde, die 400 m weiter im Plauer See mündet.

 

 

Uferpromenade:

Mein absolutes Highlight im Ort ist die wunderschöne Uferpromenade. Der eine Teil von der Hubbrücke Richtung Ort ist mehr ruhig und verträumt und dörflich. Man kann in der Früh den Anglern zusehen und ein bisschen spazieren gehen bis zur Schleuse an der Hühnerleiter.

 

 

Der andere Teil von der Brücke zum See ist ein bisschen mehr touristisch und erinnert ein klitzekleines bisschen an eine Ostsee Promenade. Viele kleine und große Boote, hier und da ein Fischimbiss, eine Eisdiele, ein Spielplatz und viele Bänke die zum Verweilen einladen. Man kann schön an der Elde entlang spazieren bis man am Ende zu einem kleinen Leuchtturm kommt der an der Stelle steht wo der Fluß in den See mündet. Ein herrliches Fleckchen Erde.

 

 

Die Hubbrücke:

Die Brücke ist von 1916 und selbst für weniger Technikaffine beeindruckend, denn sie hebt sich zu bestimmten Uhrzeiten oder auf telefonischen Wunsch der Bootsfahrer um bis zu 1,80 in die Höhe, damit die Schiffe darunter hindurch fahren können. Dabei ist sie noch sehr schön anzusehen und dient derzeit als Brutplatz für eine besondere Wildtaubenart, die ihr Nest genau auf einem der Gewichte gebaut hat, sodass es auf Augenhöhe zu sehen ist wenn die Brücke sich hebt und im Himmel verschwindet, wenn sie sich wieder senkt.

 

 

Der Ort:

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht warum Plau am See so berühmt ist. Irgendwie jeder kennt es, wenn auch nur dem Namen nach. Am kleinen verträumten Ort kann es jedenfalls nicht liegen, denn viel los ist da nicht. Es gibt eine kleine Burg mit Burggraben und Burgturm und Museum, welcher besichtigt werden kann. Das war so das einzige Highlight was ich gefunden habe. Trotzdem hat das kleine Örtchen soviel Charme und niedliche alte Häuschen, dass man sich einfach nur ein bisschen treiben lassen und die Ruhe genießen kann.

 

 

Strand:

Um ehrlich zu sein war ich ein wenig enttäuscht. Ich hatte mir beim Namen Plau am See einen tollen See mit vielen Bademöglichkeiten vorgestellt. Die Realität sieht aber so aus, dass es zwar ein schöner großer See ist aber dieser sehr mit Schilf bewachsen ist, sodass es am Ende gar nicht so viele Bademöglichkeiten gibt. Die nächst gelegene zu unserer Unterkunft war 2,1 km entfernt. Der Weg dahin war echt schön und super idyllisch aber die Badestelle war dann nicht allzu groß. Es gab einen kleinen Spielplatz, ein bisschen Sand, viel Wiese, eine Umkleide und ein Dixie aber weit und breit keinen Kiosk, was ein bisschen schade war, da auf der Umkleide eine Radler Werbung prangte und uns Appetit machte. Das Wasser ist recht flach, was gerade für Kinder sehr ungefährlich ist. Als Erwachsener muss man ein bisschen rein waten um dann endlich schwimmen zu können ( was ich nicht gemacht habe, denn es war mir viel zu kalt).

 

 

Schiffsrundfahrt:

Wir wollten gerne noch eine Schiffsrundfahrt machen, die aber nicht zu lang sein sollte. Deshalb entschieden wir uns für eine 2 Seen Rundfahrt von 16:30 bis 17:45 für 12€ mit einem Haltepunkt auf der anderen Seeseite. Die Fahrt kann man sich meiner Meinung nach sparen, aber ich bin generell kein Freund davon auf Seen herum zu schippern. Da sieht man einfach viel zu wenig, dennoch war es ganz schön sich den Wind um die Nase wehen und die Seele baumeln zu lassen.

 

 

Food:

Keine Minute von unseren Ferienhäusern entfernt gibt es das Fischerhaus. Schon ein bisschen höherpreisige Gastronomie und wir mussten auch über eine Stunde auf unser Essen warten aber zumindest schmeckte dieses sehr lecker. Viel Fisch (logisch) aber auch einiges für Vegetarier und Fleischesser. Geschmeckt hat es uns allen, dennoch muss ich sagen, dass mir das Essen beim Grillabend davor lieber war.

 

 

Fazit:

Ein kleines Idyll zum ausspannen und um Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Leider war das Wochenende viel zu schnell wieder vorbei dafür wird mir dieser kleine Urlaub für immer sehr positiv im Gedächtnis bleiben.

 



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