Fancy Bars, Cafés und Restaurants in Canggu Bali

Fancy Bars, Cafés und Restaurants in Canggu Bali

Was war ich essenstechnisch froh nach Bali zu kommen. Auf Java war es nicht immer leicht etwas veganes zu Essen zu finden. Auf Bali hingegen ist das ein Kinderspiel.

Eigentlich wollte ich diese Art von Bericht über ganz Bali schreiben aber da ich allein schon in Canggu in so vielen fancy Locations war, gibt es deshalb diesen Post hier nur zu Canggu.

Ich denke, dass das Wort „fancy“ hier wirklich die passendste Beschreibung ist, denn mir fällt kein adäquates deutsches Wort ein für Essen, das nicht nur lecker sondern auch „instagramable“ ist, Locations die aussehen wie bei „Schöner Wohnen“ und Orte die mehr Hipster nicht sein können.

All das hat nichts mit Südostasien zu tun und viele Einheimische sind gegen den ganzen fancy Kram, da er die kleinen Warungs der Locals zerstört und die Kohle nur in die Hände meist ausländischer Betreiber spült.

Da ich natürlich nicht auf den fancy Kram verzichten wollte, bin ich immer abwechselnd bei Locals preiswert oder teuer vorzeigbares Essen essen gegangen.

 

BARS

 

Old Man’s Bali

Das Old Mans ist eine Institution auf Bali, genau wie die Jimbaran Rock Bar oder das Jungle Fish in Ubud. Allerdings ist das Old Man’s mega „layed back“. Man muss sich nicht in Schale werfen und kann direkt mit Flip Flops und Sand an den Füßen die Bar stürmen.

 

 

 

 

Ich kenne aus Thailand ganz viel Action am Strand. Bars, tanzen, Feuershows. All das gibt es in Canggu nicht. Wenn es dunkel wird, schließen auch die wenigen kleinen Strandbars.

Und so ist auch das Old Mans nicht direkt am Strand gelegen, zwar nah dran aber halt dennoch kein romantischer Blick aufs Meer, was ich ein bisschen schade finde und anders erwartet hatte.

Das Publikum besteht aus vielen Australiern aber auch Europäern und wenig Asiaten. Zu Cocktailpreisen kann ich nichts sagen (Alkohol ist hier aber wider erwartend generell sehr teuer – eine Flasche Standard Rum der bei uns nen 10ner kostet, kostet hier 25€), da ich meine Liebe für Bintang entdeckt habe und das gibt es dort ganz unprätentiös für okaye 1,80€ direkt aus der Flasche.

Bekannt ist die Bar für die Bier Pong Wettbewerbe, die mindestens einmal wöchentlich statt finden. Ansonsten gibt es unterschiedliche DJ’s und Livemusik. Jeden Tag ist etwas anderes los.

 

 


 

Finn’s Beach Club

Wer eher auf der gehobeneren Seite des Lebens weilt, der wird sich hier am Berawa Beach gut aufgehoben fühlen. Ich habe den Schuppen mit Infinity Pool und weißen fancy Cabbanas nicht betreten, bin aber ein paar Mal daran vorbei gelaufen. 

Ich hätte mich als Normalsterbliche dort auch gar nicht rein getraut, so abschreckend fand ich diese ganze Parkservice, Security Eingangsbereich Situation.

Das Publikum – meist reiche Asiaten die da einen auf dicke Hose machen.

Sicherlich ein schöner Ort für ein Foto aber absolut nicht „my cup of tea“.

 

 

 

 

Como Beach Club

 

Ein weiterer schicker Strandclub in Richtung Echo Beach (es wird die Tage noch einen extra Blogpost zu Canggu im Allgemeinen geben)

Es gibt auch einen schicken Pool und alles wirkt sehr stylish aber es ist dort nicht ganz so aufgeblasen und das Publikum besteht eher aus Europäern.

Tolle Live Musik gibt es dort jeden Abend. Als ich dort entlang lief, spielte gerade jemand Gitarre und sang und im Hintergrund gab es nette Deep House Sounds. So ein bisschen wie Jan Blomqvist, wem das was sagt.

Ein ziemlich cooler Spot am Beach aber halt auch eher auf der gehobeneren Seite.

 

 

 

CAFÉS und RESTOS 

 

Organic Café

Die selbsternannten #GardenGangstas bringen, direkt neben meiner Unterkunft, geilen veganen und vegetarischen Scheiß auf den Teller. Und das das Ganze dabei auch noch fototauglich aussieht, versteht sich von selbst. Es gibt die Balitypischen Smoothie Bowls, Burger, Salate, Detox Säfte und vieles mehr.

Ich entschied mich für einen „Lemon Tree“ (Kokoswasser, Minze und frische Zitrone) und als kleinen Snack Summer Rolls (Reispapierrollen mit Tofu und Tempe Füllung). Beides super anzusehen und extrem lecker.

 

 

Die Preise sind für balinesische Verhältnisse recht teuer. Für deutsche Verhältnisse ist das natürlich ein Lacher aber es ist nun mal ein Unterschied ob ich für eine große Portion indonesischem Gado Gado (gedünsteter Gemüsesalat mit Reis) ca. 1,50 € zahle oder für die kleine Menge Sommerrollen das 3fache.

Aber so ist das halt. Alles was fancy ist, ist teurer. Aber ich mache den Spaß gerne mit, so lange das Essen nicht nur optisch ansprechend ist, sondern auch so gut schmeckt wie es aussieht.

Am besten hat mir hier aber die Einrichtung gefallen. Falls ich jemals wieder ein Wohnzimmer haben sollte, möge es bitte genau so aussehen. So schön!

 

 

 

 

 

District Canggu

Dieses Cafe wird von einem sehr netten Leipziger geführt. Deshalb wollte ich es unbedingt auschecken.

Cooles cleanes Design, mit Blick auf ein grünes Reisfeld. Ein bisschen wie Meditation dort zu sitzen und auf das unglaubliche Grün zu gucken.

 

 

 

 

Mir hat das System sehr gut gefallen, dass man an der Bar bestellt und auch gleich zahlt. Ich hasse dieses um die Rechnung bitten und das ganze Prozedere.

Auch hier gibt es Detox Säfte und Smoothie Bowls aber auch Gerichte mit Fleisch werden serviert. Alles ist so ein bisschen auf proteinreiches, Zucker armes Fitnessessen ausgelegt, da der Besitzer selbst auch ein Fitnessjunkie ist.

Ich habe mich für die Frühstücksvarianten entschieden, welche vergleichsweise günstig (3,50€) sind, da es zum Essen noch einen Saft oder Kaffee oder ähnliches gibt.

Am ersten Tag gab es selbstgebackenes dunkles Brot (so gut, mal wieder richtiges Brot zu essen) und darauf eine Paste aus Bohnen mit Gurke und Sprossen. Dazu einen frischen Wassermelonen Saft. So gut!

 

 

 

 

Am 2. Tag dann eine dieser fancy Smoothie Bowls. Wollte ich ja schon immer mal essen. Yum!

 

 

 

 

Monsieur Spoon

Café und Bäckerei in einem und da es gleich bei mir ums Eck liegt, kann man sich was süßes auf die Faust holen.

 

 

 

Es gibt so viele kleine Köstlichkeiten. Eines sieht besser aus als das andere.

 

 

 

 

Aber auch Smoothie Bowls und richtiges Frühstück ist im Angebot.

Die Preise sind nur etwas günstiger als bei einem deutschen Bäcker aber dafür bekommt man auf Bali halt auch französische Leckereien. 

Man kann dort auch schön draußen auf der urwaldartigen Terrasse sitzen.

Ich probierte ein kleines salted caramel Törtchen (alles wo salted caramel dran steht, muss von mir probiert werden) und es war göttliche. Außerdem hatte ich noch ein Croissant, was sehr lecker und frisch und luftig war.

 

 

 

 

Betelnut Café

Auch eine Institution auf Bali und ich hatte richtig Glück, dass ich dort überhaupt zum Mittag einen Platz bekommen habe. Wenn dein Café sich einen Namen gemacht hat, dann kommen die Gäste eben auch in Scharen.

Man sitzt auf einer Art Veranda. Sehr gemütlich und eher so im Local Style. Alles ist nicht mehr ganz so fresh oder stylish. Daran sieht man, dass das Betelnut eines der ersten seiner Art hier in Canggu war.

 

 

 

 

Die Preise sind sehr ok. Saft 2,50 €. Vorspeisen um die 2€. Hauptgerichte um die 4€.

 

 

 

 

Ich entschied mich für eine Spinat Quesadilla ( habe extra nur eine Vorspeise genommen, da ich gesehen habe wie groß die Portionen vom „echten“ Essen sind). Dazu ein fancy Gesundheitssaft mit Papaya, Orange, Kurkuma und Bienenpollen. Wenn ich nach dem Drink nicht gesund und munter bleibe, dann weiß ich auch nicht.

 

 

 

Ich würde nicht unbedingt noch mal wieder kommen. Nicht weil es nicht geschmeckt hat, sondern weil es mir einfach zu voll und zu wuselig war und Menschen in der Tür auf deinen Platz gewartet haben. Sowas killt einfach die Gemütlichkeit.

 

RESTAURANTS

 

2 Trees

Hier bin ich nur durch Zufall gelandet, einfach weil es nett aussah und nett war es dann auch. Sogar sehr nett. Überfreundliche Bedienung. Mega hübsches Design. Essen das instagramtauglicher nicht aussehen könnte und eine absolute Geschmacksexplosion.

 

 

 

 

Ich würde behaupten wollen, dass ich noch nie einen so guten Salat in meinem Leben hatte.

Bestellt hatte ich einen Falafel Salat. Dazu gab es Salsa, Tortillas, veganes Tzatziki, eingelegte Gurken, Rotkohl, Möhren und unfassbar leckeres undefinierbares Zeug, was sehr knoblauchlastig war.

 

 

 

 

Kostenpunkt – nicht ganz preiswert (6€).

Am liebsten würde ich hier jeden Tag essen gehen aber bei der riesen Auswahl an Restaurants fühle ich mich regelrecht genötigt jeden Tag was neues auszuprobieren.

 

 

 

 

The shady shack

 

Auch hier hatte ich mal wieder Glück, dass ich mittags noch einen Tisch bekommen habe. Ein ganz angesagtes vegetarisches Restaurant.

 

 

 

Die Preise sind mal wieder eher im höheren Bereich für Indonesien aber dafür ist das Essen auch super ausgefallen, optisch der Knaller und mega lecker.

Mein Wahl fiel, nach enorm langer Bedenkzeit, auf einen Burger und ein Soda mit vers. Gewürzen und Ingwer . Zu meiner Überraschung gab es zum Burger noch kleine Pellkartoffeln dazu. Beides war so unfassbar lecker.

 

 

 

Die Einrichtung hier hatte auch wieder diesen typischen hellen Ibiza Hippievibe. Genau mein Ding weil es halt einfach schön ist.

 

 

 

 

Fazit

Canggu’s Restaurant Szene ist hervorragend. Ein so kleiner Ort mit so vielen außerordentlich guten Essmöglichkeiten ist mir noch nie begegnet. Eigentlich kann man sich überall hinsetzen, wo es gut aussieht, und man wird wohl nie enttäuscht werden.

Allerdings gibt es nicht nur fancy Restaurants, sondern auch viele lokale Warungs aber dazu wird es später noch einen Beitrag geben.



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