Frankfurt – welcome to Mainhatten –

Frankfurt – welcome to Mainhatten –

29.6.17

Morgen gehts nach Kandana..whoop whoop.

Anreise:

Doch bevor es so weit ist, ging es heute erst mal nach Frankfurt. Zum einen weil ich morgen früh um 10 fliege und mit der Bahn nicht so zeitig hier her gekommen wäre und zum anderen weil ich schon so oft in Frankfurt war aber immer nur am Flughafen. 

Mir haben vorher viele gesagt „Ach die Stadt ist hässlich, muss man nicht angucken“ aber ich bin ein großer Fan davon mir selbst eine Meinung zu bilden…


Aber erst mal von vor. Ich war heut früh noch arbeiten und bin dann 12:35 von Leipzig nach Frankfurt mit dem ICE gefahren (günstiges 19€ Ticket erwischt). Ich glaub ich muss nicht wieder erwähnen wie sehr ich Zug fahren liebe. Allerdings regnete es die ganze 3 h Fahrt über. 


In Frankfurt angekommen, regnete es nicht mehr, war aber super schwül. Ich kam am Bahnhof Süd an, war zu geizig mit der Bahn zum Bahnhof zu fahren also bin ich gelaufen. Und mein erster Eindruck der Stadt war echt gut. Gediegene Wohnhäuser, süße Läden und Cafes. Die Mainseite ohne Hochhäuser hat mir schon mal gefallen.

Unterkunft:


Mein Hotel, das Colourhotel (39€) liegt genau am Bahnhof. Habe ich absichtlich so gewählt um morgen früh schneller hier weg zu kommen. Ist alles sehr schlicht und wirkt auf den Bildern schöner als es eigentlich ist aber die Unterkünfte in Kanada werden alle schlimmer, also genieße ich das hier wohl noch mal.

Auf jedenfall ist es von der Lage her ein guter Ausgangspunkt um die Stadt zu erkunden und das tat ich ab halb 5 auch.


Ich, völlig planlos, lief erst mal da lang wo die meisten Menschen lang liefen und das war genau die Kaiserstraße. Mir wurde erst spät klar, dass hier ja das Rotlichtviertel ist. Erst auf dem Rückweg habe ich die ganzen Stundenhotels und Sexshops in den Nebenstraßen gesehen. Die eigentliche Straße war aber ganz schön. Viele alte Häuser, Restaurants und Markt war auch noch. 


Dann lief ich durchs Hochhausviertel. Schon irgendwie beeindruckend. Viele gut angezogene Menschen, besondere Läden, schicke Cafes. Macht schon was her vlt auch weil mein Leipzig ja eher casual chic ist.

leider nicht mein Hotel 😉


Ich hatte den eisernen Steg als Tipp bekommen und wurschtelte mich irgendwie durch die Gassen am Goethehaus vorbei und auf einmal stand ich auf einem Platz, ohne zu wissen, dass das der Römer ist, denn ich hab keine Ahnung von Frankfurt. Ich war mega erstaunt, was für hübsche alte Häuser hier stehen. Klar, nicht ansatzweise so viele wie z.B. in Görlitz aber doch einige mehr als erwartet.

Goethes Geburtshaus

 


Dann gings weiter zum eisernen Steg. Ich hatte keine Ahnung was ich mir darunter vorstellen sollte aber am Ende war es eine alte Eisenbrücke, mit Blick auf die Frankfurter Skyline und die enorme Bautätigkeit. Ich lief einmal darüber und chillte dann eine Runde auf der anderen Mainseite bis es auf einmal bedrohlich dunkel wurde. Orr nee, nicht schon wieder Unwetter, ich will mir noch was angucken. 

  Das Wetter hielt noch eine Weile und ich konnte mir die Zeil, die alte Hauptwache und Bär und Stier angucken. Erstaunlich viele tolle Prachtbauten zwischen den ganzen Bausünden.

 

 
Am Opernplatz angekommen, konnte ich mich gerade noch unters Dach der Oper retten als der erste Wolkenbruch los ging. Die Frankfurter Oper hatte ich schon auf Bildern gesehen. Ein sehr freundlich wirkendes Gebäude zwischen all den Wolkenkratzern ringsrum und vermutlich genau deshalb noch beeindruckender.
Es ist gerade Opernplatzfest mit vielen tollen Fresständen aus der ganze Welt. Finnisch, Brasilianisch, Äthiopisch. Die tollsten außergewöhnlichsten Dinge und was kaufte ich mir – einen Äppelwoi. Wenn man schon in Frankfurt ist muss man doch mal den Apfelwein probieren. Gerade als ich mir ein Glas geholt hatte, öffnete der Himmel wieder seine Schleusen. Eine alte Platane hielt mich vorm nass werden ab.
Das war ja soooo interessant dort zu stehen und zu gucken. Ich konnte ja eh nicht weg also schön genüsslich mein Weinchen getrunken und Leute beobachtet. Wirklich eine sehr interessante Mischung. Ältere Männer, denen man ihren Reichtum förmlich ansieht mit gelifteten nicht mehr ganz so jungen Damen an ihrer Seite, toughe Businessfrauen im schicken Kostüm, die gerade von der Arbeit kommen, Alternative mit Vegan T-Shirts und natürlich durften auch fotografierwütige Asiaten fehlen. Ein skurriles und gleichzeitig sehr interessantes Bild.


Als der Regen kurz aufgehört hatte, machte ich mich auf den Weg Richtung Bahnhof zwischen den Wolkenkratzern durch. Leider war es inzwischen sehr kalt und windig geworden, sodass ich mir keine Zeit lies um die Megabauten genauer anzugucken. Und dann der nächste Sturzbach vom Himmel und ich rettete mich unters Dach irgendeines schicken Bürohochhaues mit einem riesengroßen Foyer mit Empfangstresen, wie ich es bisher nur in Filmen gesehen hatte. Die gut gekleideten Geschäftsleute neben mir und ich im Touristen Wander Regenoutfit. Ich fiel auf jedenfall auf. Ob positiv oder negativ sei mal dahin gestellt.

Als der Regen aufgehört hatte und ich ein paar Schritte weiter lief landete ich gleich wieder auf der Kaiserstraße, die direkt zum schönen alten Bahnhof führt. Vorm Bahnhof stand eine Bühne wo das Night Wash Comedyteam gerade die Leute unterhielt. Ich stellte mich dazu und hatte einiges zu lachen. 
Inzwischen bin ich völlig knülle in meinem Zimmer und werde mich bald zur Ruhe betten, denn um 6 klingelt der Wecker.



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