Hiking NZ – Point Elizabeth Walkway – Greymouth

Hiking NZ – Point Elizabeth Walkway – Greymouth

Point Elizabeth Walkway

 

Ich habe mittlerweile den Ort gewechselt und bin mit dem Tranzalpine über die Southern Alps von Christchurch nach Greymouth gefahren. Wie grandios das war, könnt ihr hier nachlesen.

 

Vorwort

 

An meinem ersten vollen Tag in Greymouth war ich noch recht aktiv und das Wetter war schön aber dann kam das schlechte Wetter und mit ihm eine gewisse Lethargie meinerseits. Ich gewöhnte mich ans süße Nichtstun, ans faulenzen und gammelte so vor mich hin, meist im Bett oder im warmen Wohnzimmer.

Nach 2 Tagen schaffte ich es immerhin schon mal zum Supermarkt. Nachmittags waren wir (2 andere deutsche „Hostelhilfskräfte“) gerade beim Kopfkissen falten, als Lynda, die liebe Hostelmama vorbei kam und meinte, dass sie weiter macht mit der Arbeit und wir unsere Hintern gefälligst raus in die Natur bewegen sollen. Es regnete zumindest nicht mehr und war relativ warm, sodass der eine uns anbot uns mit seinem Auto mitzunehmen zum nächstgelegenen Hikingpoint.

 

Anfahrt

 

5,5 km außerhalb der Stadt startet der Point Elizabeth Walkway. Der umgebaute Toyota bot nur für einen Mitfahrer Platz, sodass ich es mir unerlaubterweise hinten im Bett bequem machte, während der Fahrt. So cool! Ich bin ja totaler Fan von dieser ganzen „Vanlife“ Bewegung und würde das zu gern selbst leben, allerdings habe ich ja so meine Probleme mit dem allein Auto fahren, weshalb sich das bis jetzt noch nicht ergeben hat. Deshalb genoss ich umso mehr, jetzt wenigstens mal in so einem „Van“ mitfahren zu können. Grandios übrigens während der Fahrt in einem Bett liegen zu können 😀

 

 

 

Am Ende der Straße gab es einen kleinen Parkplatz und eine Ausschilderung zum Point Elizabeth Walkway.

 

 

 

Aufstieg

 

Die Wellen waren heute Wahnsinn. Ich glaube ich habe noch nie so stürmische Wellen gesehen. Ich liebe dieses Geräusch was sie machen, wenn sie heran gerollt kommen und brechen. Hier rollen sie über ganz viele Steine, das klingt als wenn ein Jet startet. Da bekomme ich jedes Mal Gänsehaut, denn Wellen sind für mich der Inbegriff von Freiheit. Sie sind wild und unbändig und haben diese enorme Kraft.

 

 

 

Deshalb ist für mich persönlich die Westcoast auch ein klein wenig interessanter, einfach weil die Wellen hier viel stärker und wilder sind.

Wir hatten gerade das Glück, dass die Southern Alps von der Sonne angestrahlt wurden und wir das Meer, den Dschungel und im Hintergrund die schneebedeckten Wipfel sehen konnten. Unbeschreiblich schön! (denn selbst bei Sonne hat man die Southern Alps meist nicht gesehen weil sich dort die Wolken festgehangen haben)

 

 

 

Der Weg führte nach oben und direkt in den Urwald hinein. Wow! Ich hatte ehrlich gesagt nicht allzu viel von dem Walk erwartet, war dann aber extrem beeindruckt von dem dichten ursprünglichem Regenwald durch den wir wanderten.

 

 

 

Dunkelgrüne Farne, besondere Palmen, Moose, die sich die Bäume lang hoch rankten, Sumpfige Löcher, kleine Brücken – Abenteuernaturspielplatz für Erwachsene.

 

 

 

 

 

 

Das absolute Jurassic Park Gefühl kam in uns allen hoch und keiner hätte sich gewundert, wenn aus dem Gebüsch ein Stegosaurus gekommen wäre. Ich war regelrecht enttäuscht weil da so gar nichts aus dem Gebüsch kam. Kein Äffchen, kein Chamäleon, nix. Da fiel mir wieder ein, dass ich ja in NZ bin und die Tierwelt leider ein wenig dürftig ist.

Die bewaldeten Berge sahen eins zu eins aus wie in Indonesien, Palmen und Grünzeg, dass es in Europa einfach nicht gibt. Es war halt nur ein paar Grad kälter als in Indonesien.

2,4 km relativ leicht bergauf und zum Ende hin nur noch eben durch eine Steppe aus Flax. Hier sah es nun wieder eher ein bisschen aus wie in Mexiko.

 

 

 

Und immer dieser Sound der Wellen, die unterhalb hereinbrachen.

 

Aussichtspunkt

 

Als dann der Aussichtspunkt mit der dazugehörgen Aussicht zu erahnen war, war ich völligst stoked. WoW!

 

 

 

 

Das sah ja aus wie an der Great Ocean Road. Felsen im Meer, eine schroffe Küstenlinie und wilde Wellen. Da war selbst der graue Himmel egal. Ich war total begeistert und freute mich, dass Lynda und vor die Tür „getreten“ hatte.

 

 

 

 

Nach dem wir den beruhigenden Ausblick aufs Meer genossen hatten, ging es den Weg wieder zurück.

 

 

 

 

Wir machten noch einmal Stopp am Strand und genossen das Meer. Begutachteten die perfekt abgerundeten Steine und erkannten vers. Formen im angespülten Treibholz.

 

 

 

Ich könnte jetzt wieder eine Odè ans Meer anstimmen aber jeder der schon öfter meinen Blog gelesen hat, wird inzwischen wissen wie sehr ich das Meer liebe und wie sehr ich es zum Glücklich sein brauche.

 

Bewertung

 

Schwierigkeit **/5

Ausblick ***/5

Sitzmöglichkeiten **/5

Länge **/5

Abenteuer ****/5

Spaß ***/5

Fazit

 

Im Vergleich zu Akaroa bin ich hier in einer komplett anderen Umgebung. Alles ist viel wilder und ursprünglicher und so war der Hike auch sehr viel anders, da ich vorher noch nie in NZ durch richtig tiefen Urwald gelaufen war. Auch das Meer ist hier viel wütender und kraftvoller als auf der Ostseite.

Somit ein sehr entspannter aber dennoch aufregender Hike. Alle sagen immer, dass es in Greymouth nichts besonderes gibt aber dieser Hike war definitiv sehr besonders, denn so ein tiefer tropischer Urwald ist auch in Neuseeland etwas besonderes.

 



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