Hiking NZ – Purple Peak Track – Akaora

Hiking NZ – Purple Peak Track – Akaora

Purple Peak

Another day, another hike….

 

Vorwort:

 

Charl hatte mir gleich von Anfang an gesagt, dass er mich mal irgendwann (wenn er mal nicht „too busy“ ist (hätte nie gedacht, dass der Tag mal noch kommt)) zum höchsten Berg in Akaora hoch fahren würde und ich runter wandern könnte. Am letzten Tag war es dann endlich so weit für den großen Hike.

 

 

 

 

„Aufstieg“

 

Ich war sehr froh, dass ich hoch gefahren wurde, denn auf 633 m hoch zu laufen hätte wohl einiges an Zeit und Energie gekostet.

 

 

 

 

Oben angekommen war ich erst mal völlig stoked vom Anblick des Pazifiks. Ich hatte seit Tagen nur die Bucht gesehen (nicht so als wenn das jetzt schlecht gewesen wäre) aber von hier oben das offene Meer zu sehen fühlte sich ganz besonders an und dazu noch zwischen den ganzen gelben Pflanzen.
Charl erklärte mir, dass das gelbe Zeug zwar schön aussieht , allerdings mehr eine Pest ist, da sie die natürlichen neuseeländischen Pflanzen alle verdrängt und ihnen den Platz nimmt sich zu entwickeln. Schön aber ungeliebt.

 

 

 

 

 

Dann musste ich mich zwischen dem Purple Peak Track und dem Curry Track entscheiden. In meiner Wohnung hatte ein anderer wwoofer einen Zettel hinterlassen, dass man unbedingt den Curry Track gehen soll. Deshalb wollte ich eigentlich diesen laufen aber wie ihr an der Überschrift seht habe ich mich umentschieden, da laut maps.me ein Teil des Tracks an der großen Straße entlang und nicht direkt nach Akaora geführt hätte. (ist aber wohl am Ende nicht so. Man könnte also auch diesen nach Akaroa nehmen)

 

 

 

 

Es gab aber noch eine zweite Notiz, nämlich, dass man auschecken sollte das:

 

Hinewai Reserve

 

Auf dem Weg zur Abzweigung der beiden Hauptwanderwege gab es einen Abzweig Richtung Pazifik zum Hinewai Reserve und der sah von weitem sehr vielversprechend aus.

 

 

 

 

Eine aufgeregte Ente begrüßte mich am Eingang und als erstes kam ein kleiner idyllischer Tümpel zum Vorschein. Ein magischer Ort. Man lief zwischen den gelben Büschen hindurch und bekam eine wunderschöne Aussicht auf den Pazifik. Da es von hier an allerdings bergab und damit in die komplett entgegen gesetzte Richtung gegangen wäre, entschied ich mich dafür wieder umzukehren und den eigentlichen Wanderweg zu suchen.

 

 

 

 

 

 

An einem kleinen Parkplatz gab es einen weiteren Tümpel, eine Toilette und die beiden Abzweigungen Curry Track und Purple Peak, welchen ich wählte.

 

 

 

 

Nachdem ich über die Wiese, durch ein Gatter in den Schatten gelaufen war, veränderte sich schlagartig die Natur, da die gelben Pflanzen keinen Schatten mögen und so der Platz frei war für mächtige neuseeländische Farne. Das durchqueren des Gatters war wie der Weg in eine andere Welt. Und es ging erst mal wieder bergauf, da es vom Absetzen auf 633 m bis jetzt die ganze Zeit bergab ging, ich ja aber noch gar nicht über den Pass gelaufen war.

 

 

 

Bergrücken

 

Dann war ich endlich auf dem Bergrücken in Höhe von 590 m und hatte auf der einen Seite den Blick nach Akaora und in die Bucht und gleichzeitig auf der anderen den Blick zum Pazifik. Ganz zauberhaft!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab da ging es bergab. Zuerst vorbei an der Schutzhütte. Schöne Idee hier eine Hütte hinzustellen, da sich das Wetter normalerweise im Minutentakt ändern kann. Ich hatte Glück und checkte die Hütte nur aus Interesse aus. Es gab auch ein kleines Besucherbuch. Nach kurzem überblättern war klar, die meisten Besucher waren Deutsche. Ich verewigte mich natürlich auch noch darin und weiter ging es.

 

 

 

 

 

 

Erst über ein kleines Rinnsal und dann wurde der Weg schmaler und steiler.

 

 

 

 

 

 

 

An einer Station stand dann sogar, dass man Vorsicht walten lassen sollte. Das lasse ich mir als geborener Angsthase nicht zweimal sagen und habe dann einen Teil des steilen Felsens auf meinem Hintern bewältigt. Wenn gar nichts mehr geht und meine Beine zu wackelig sind weil’s irgendwo steil runter geht, dann einfach aufn Hintern setzen. Hat sich bis jetzt immer bewährt. Auch hier gar kein Problem und so steil war es nun auch nicht und nur ein winziges Stück.

 

 

 

 

 

Dann wurde der Weg wieder breiter und bequemer. Ich genoss die wundervolle Aussicht auf die gelben Berge und French Bay. Die Sonne knallte vom Himmel und ich war froh noch eine zweite Schicht Sonnencreme aufgelegt zu haben.

 

 

 

 

Abstieg

 

Der Weg war zwar immer noch breit aber es fing an steiler zu werden.
Viele sagen immer, dass bergab laufen nicht so anstrengend sei. Für die Kondition ist das sicher nicht so anstrengend aber dafür umso mehr für Sehnen und Gelenke und die merkte ich langsam stark. Meine Knie fingen an zu schmerzen. Ich bin halt auch keine 20 mehr und meine Knie sind generell eher die von einer 70jährigen.

 

 

Aber Zähne zusammen beißen, denn es musste noch ein ordentliches Stück Weg bewältigt werden.

Noch eine letzte schöne Aussicht auf Akaora bevor der Weg in den Wald abbog. Auch schön ein bisschen im Schatten zu laufen.

 

 

 

 

Auf einmal hörte ich hinter mir komische Geräusche und ein Vogel sauste dicht an mir vorbei. Er zwitscherte wie ein Weltmeister, flog ständig um mich herum und spreizte seine Schwanzfedern ganz elegant. Ich glaub der alte Schwerenöter hat mich angebaggert 😀

 

 

 

 

 

 

 

Ein paar Schritte weiter begegnete ich dann ein paar schüchternen jungen Bullen auf der Weide. Herrliches Landleben!

 

 

 

 

Und dann war ich schon fast wieder in der Realität, denn der Weg wurde zu einer gepflasterten Straße. Allerdings immernoch sehr weit oben, so dass die logische Konsequenz war, dass die Straße super steil bergab führte. Meine Knie hatten inzwischen gar keinen Bock mehr und mussten jetzt noch mit dem harten Untergrund kämpfen und auch meine Füße, die ständig abbremsen mussten fingen an zu meckern.

 

 

 

 

Nach 10 Minuten steil bergab kam ich dann wieder auf die Hauptstraße die nun wesentlich sanfter Richtung Bucht führte.

 

 

Auf dem Weg dahin traf ich noch den Hasen, der in meinem frisch angepflanzen Gemüsegarten ein paar Tage vorher meinen Salat gefressen hatte. Schuldbewusst rannte er schnell davon als er mich sah 😀

 

 

 

Bewertung

 

Schwierigkeit ****/5

Ausblick ****/5

Sitzmöglichkeiten */5

Länge ***/5

Abenteuer ***/5

Spaß ***/5

Fazit

 

Die Wanderung hat mich ganz schön an meine Grenzen gebracht. Ich habe meine Knie und meine Bandscheiben noch Tage später gemerkt.

Aber was ist schon ein bisschen Schmerz gegen diese wunderschönen Aussichten und die Erinnerungen die für immer bleiben.

Hier gehts zum Stanley Park Hike in Akaroa und hier zum Rhino Track.

 

 



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