Hiking NZ – Queenstown Hill

Hiking NZ – Queenstown Hill

2. März 2019

 

 

Ich wollte den Queenstown Hill Hike schon so lange mal machen aber es war immer so verdammt warm oder es regnete oder ging aus anderen Gründen nicht aber an meinem letzten freien Tag war das Wetter perfekt. Sonne aber nicht zu warm. Da ich den Abend davor feiern war, wurde es nichts mit einem frühen Walk aber immerhin konnte ich mich am Nachmittag doch noch dazu aufraffen und habe es keine Sekunde bereut.

 

Bevor es los geht:

 

Der schlimmste Part ist es überhaupt erst mal zum Anfang des Tracks zu kommen, denn dazu muss man von der Innenstadt eine super steile Straße lang hoch laufen und noch einige Treppen durch den Wald nehmen. Noch bevor ich überhaupt am Anfang war überlegte ich wieder umzudrehen weil ich jetzt schon aller paar Meter eine Pause brauchte und keuchte als hätte ich eine Lungenkrankheit oder wäre Starkraucher.

 

Der Track

 

 

Dann endlich das Schild welches den Beginn des Tracks ankündigte. Und sogleich ging es hinein in den Wald. Ich war froh, dass die Strecke mit Schatten began. Es war sogar richtig kühl im Wald.

 

 

 

 

Schön war es im Wald. Es roch nach Kiefern und die Vögel zwitscherten. Herrlich idyllisch. Gleich die erste Bank (es gab nur 2) wurde von mir dankend angenommen.

 

 

 

 

An einer anderen Stelle im Wald hatten Menschen ganz viele kleine Steinhaufen aufeinander gestapelt und es gab niedliche kleine Elfentüren in die Bäume hinein. Total süß anzuschauen.

 

 

 

Der Loop Track

 

Dann konnte man sich entscheiden ob man straight den Berg lang hoch macht oder nach rechts zu einem Rundwanderweg in den Wald abbiegt. Da auf dem Waldweg niemand war, entschied ich mich für diesen. Am Wegesrand standen in größeren Abschnitten immer mal Aufsteller zur Geschichte von Queensie, was recht interessant war. Wenn die damals kein Gold hier überall gefunden hätten, dann wäre wahrscheinlich heutzutage Neuseeland nahezu menschenleer und nur mit Maoris und Abenteuern dünn besiedelt (und all die besonderen Vögel wären noch am Leben #howdareyouhuman)

 

 

 

Durch die vielen hübschen Fliegenpilze fühlte ich mich als würde ich durch einen deutschen Herbstwald wandern. Anstrengend war es immer noch, denn es ging stetig bergauf. Keine geraden Stellen zum Ausruhen, nein, immer nur bergauf. Ganz selten kam mir mal jemand entgegen. Eigentlich hätte es auch irgendwo dort einen Aussichtspunkt gegeben aber den hatte ich irgendwie verpasst, vermutlich weil ein Mountainbiker mit seinem Hund mich etwas aus dem Konzept gebracht hatte. Nur noch ein bisschen weiter bergauf, wo der Wald inzwischen Grasland gewichen war und schon war ich an dem Punkt, wo der steilere Weg auf den Waldweg trifft.

 

 

 

 

Dort befand sich auch die berühmte Queenstown Hill „Schale“. Eine recht spirituelle Kunstinstallation namens „Basket of Dreams“. Ich kann mit Kunst meist nicht so viel anfangen und auch in dem Fall war es eher so ein „Aha, da steht das Ding also was ich schon auf Fotos gesehen habe“.

 

 

 

 

Ich war jedenfalls völlig aus der Puste und überlegte ob ich wirklich noch auf den 910 m hohen Gipfel steigen will oder ob ich es bei diesem Ausblick belasse. Es gab hier oben auch kein bisschen Schatten. Ich ruhte mich kurz auf der 2. Bank aus und mein spärlich vorhandener Ehrgeiz trieb mich dann auf den

 

 

 

 

Gipfel

 

Und ich bin so froh, dass ich dort noch hoch bin, denn das war das eigentliche Highlight des Hikes. Was für eine Aussicht auf Queenstown, Frankton, The Remarkables und das Shotover Valley.

 

 

 

 

 

 

 

Ich war total begeistert und machte eine Million Fotos (wovon sie hier eine Auswahl sehen).
So so schön hier oben.

 

 

 

 

 

 

Da ich mich aber noch von meiner Chefin/Freundin in der Lodge verabschieden wollte, blieb ich nur eine Stunde hier oben und wartete nicht noch auf den Sonnenuntergang, der hier sicher mega schön ist, wenn die untergehende Sonne die Berge in pink und Orangetöne taucht.

 

 

 

 

Abstieg

 

Für den Rückweg entschied ich mich für die steilere kürzere Strecke. Hätte ich aber lieber nicht machen sollen, denn die war teilweise recht schroff, was ich beim Abstieg immer nicht so gern mag weil ich da etwas unsicher bin. Ich gehe steinige schroffe Parts lieber bergauf (am Liebsten aber auch gar nicht). Aber ließ sich nicht ändern also runter hier und lieber eine Minute mehr Zeit gelassen.

 

 

 

Danach wurde der Weg wieder angenehmer allerdings nicht für meine Knie. So anstrengend und Lungenschmerz bereitend so ein Aufstieg auch ist, bergab mag mein Körper noch weniger.

Ich war froh als ich endlich das Ende vom Track erreicht hatte, wobei der harte Teil des Abstiegs ja noch vor mir lag. Wieder die Stufen und die steile Straße lang runter. Bei den Stufen knickte ich dann erst mal schön mit dem Fuß um aber selbst schuld, wenn man lieber nem halb nackten brasialianischem Jogger zuguckt als auf die steilen Treppen zu achten #shame

Dann noch das letzte Stück der steilen Straße, die genau an meiner Haka Lodge endet und dann hatte ich es geschafft.

 

 

 

 

Beim Schreiben dieser Zeilen liege ich gerade im Bett und meine Beinchen sind Pudding.

 

Bewertung

Schwierigkeit ***/5

Ausblick ****/5

Sitzmöglichkeiten **/5

Länge ***/5

Abenteuer ***/5

Spaß ***/5

 

 

Fazit

 

Ich bin so froh, dass ich mich doch noch zu diesem Hike aufraffen konnte. Neben dem Strand ist der Queenstown Hill definitiv mein absoluter Lieblingsort in ganz Queenstown. Deshalb von mir eine absolute Weiterempfehlung. Wenn ich es als moppliger untrainierter Waschlappen da hoch schaffe, dann ist das für euch nur ein Klacks und ihr könnt die wundervolle Aussicht auf Queensie genießen.

 

 



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