Hiking NZ – Rhino Walk – Akaroa

Hiking NZ – Rhino Walk – Akaroa

Farm Walkway aka. The Rhino Walk

 

Vorwort

 

Und schon wieder habe ich einen der vielen Hikes um Akaroa ausgecheckt.

Vom atemberaubenden Balkon meiner Wwoofing Unterkunft (Post dazu kommt bald) blicke ich jeden Tag auf einen saftig grünen Hügel und höre die Kühe von dort drüben muhen.

 

 

Das sind natürlich nicht die muhenden Kühe sondern die Pferde, die an meiner Unterkunft stehen

 

Es sieht von Weitem schon so wunderschön und idyllisch aus, deshalb freute ich mich um so mehr als mir mein Host Charl erzählte, dass es den Hügel hoch einen sehr schönen Hike gibt, den Rhino Walk. Er zeigte mir mit seinem Fernglas auch gleich warum der Weg Nashornweg bei den Einheimischen genannt wird aber dazu später mehr.

 

Start

 

Heute lief ich zum ersten Mal in die andere Richtung am Wasser entlang.

 

 

 

Was mir bisher noch nicht aufgefallen war, ist der große Parkplatz mit Picknick Bänken, großen Toiletten und großen Mülleimern. Die beste Stelle um seinen Camper über Nacht abzustellen. (irgendwann mache ich das auch mal noch. Ich bin immer so neidisch, wenn ich die alle mit ihren Lieferwagen, großen Autos oder richtigen Campern sehe. Aber allein würde ich mir das bei den Straßen hier nie wagen aber campen will ich unbedingt auch noch aber ich hab ja noch ein paar Tage/Wochen/Monate Zeit)

Nach ein paar Schritten folgte auch schon die Ausschilderung zum Farm Walkway.

 

 

 

Der erste Stopp ist nach 10 Minuten erreicht:

 

Childrens Bay

 

Auch schön hier. Herrlich ruhig und entspannt. Die meisten Leute laufen, verständlicherweise, alle in Richtung Stadt und niemand verirrt sich hier her. Man hat total seine Ruhe.

 

 

Die Vögel können hier alle stressfrei ihren normalen Voglepflichten nachgehen und entspannt am Strand chillen 😀

 

 

 

Hier wurde mir auch erst mal die Sache mit dem Vulkan so richtig klar. Akaroa liegt nämlich in/an einem Vulkankrater. Wenn man auf die Karte guckt und sich die Bucht ansieht, dann kann man das sogar noch erahnen. Und am Childrens Bay (man frage mich nicht warum die Bucht so heißt. Vielleicht gehen hier ab und an Kinder verloren oder werden gezeugt?!) gibt es so richtige Lava Gesteinsbrocken im blauen Wasser.

 

 

 

Schon ein sehr schöner Ort aber wir haben die Wanderung ja nicht angetreten um im Flachland zu enden. Ich will hoch hinaus! 😀

 

 

 

Aufstieg

 

Es ist ja immer wieder erstaunlich und ich habe mich noch nicht daran gewöhnt, wie wunderschön hier die Wanderwege sind. Alles ist ausgeschildert, der Weg ist ordentlich, es wird versucht Wege an der Straße zu vermeiden. Ganz klasse gemacht! Mit den meisten Wanderwegen in Deutschland nicht zu vergleichen.

 

 

 

Und so ging es zuerst über einen Holzsteg und dann auf eine unbefestigte unbefahrene Straße. Dann musste man nach rechts abbiegen und einem kleinen Fluss folgen. Die Landschaft wechselte auf dem Weg nach oben zwischen hohen Gräsern, grünen Weiden und schattigen Waldwegen.

 

 

 

 

Schatten war heute auch nötig bei 25 Grad und Sonne. Man darf nicht vergessen, dass die Sonneneinstrahlung in NZ wegen des Ozonlochs wesentlich stärker ist und sich 25 Grad viel wärmer anfühlen und sich stärker in die Haut brennen. Deshalb immer in den Schatten und eincremen nicht vergessen!

Es ging stetig in Serpentinen bergauf. Schon anstrengend allerdings lange nicht so steil wie beim Bridle Path und von daher einiges entspannter.

Beim Kreuzen einer kleinen Brücke traf ich auf das erste wilde Tier:

 

 

 

Weiter oben graste eine friedliche Herde Giraffen.

 

 

 

 

Der Ausblick auf Akaroa wurde immer schöner. Denn ich hatte Glück, dass heute das Licht auf der richtigen Seite war und Bucht, Ort und die gelben Berge wunderbar angestrahlt wurden.

 

in der riesen Hütte wohne ich – Beitrag und größere Ansicht folgt im Wwoofing Post…

 

 

hier oben bin ich ein paar Tage später lang gewandert – auch dazu folgt ein Beitrag

 

Grand Finale

 

Noch einmal durch ein Gatter, denn hier oben grasen sonst friedlich die Kühe. Allerdings waren die heute scheinbar schon ins Bett oder zum Metzger gegangen räusper

(kurzer Gedanken- und Wissenseinwurf: Es wird ja immer gesagt, dass Fleisch in NZ so teuer sei ABER das Fleisch hier kommt ausschließlich von Tieren, die ihr Leben auf einer Weide verbracht haben, denn es gibt hier keine Massentierhaltung im grausamen Sinne. Fleisch essen ist hier ethisch ein wenig besser zu vertreten als in Europa oder sonst wo und dann kann man da durchaus mal einen Dollar mehr für bezahlen, denn so unfassbar teurer ist das am Ende auch nicht)

 

 

 

Das einzige Tier was nun noch auf der saftig grünen Weide zu finden war, war das Rhino – das Nashorn, welches ich bereits mit dem Fernglas vom Balkon aus gesehen hatte.

 

 

der Rhino Walk vom Balkon meiner Unterkunft

 

Witzige Idee hier solche Kunstobjekt Tier hinzustellen um den Walk noch etwas interessanter zu gestalten.

 

 

wollte einfach nicht aus dem Bild gehen 😉

 

Hätten sie aber gar nicht gemusst, denn der Ausblick war atemberaubend genug. Man konnte von hier nämlich auch bis zum nächsten Ort Takamatua in der nächsten Bucht gucken.

 

 

 

Nachdem ich eine Milliarde Fotos geschossen hatte, legte ich mich einfach auf die Wiese und genoss mein Leben.

 

 

 

Wieder einer dieser Momente von völliger Zufriedenheit und Dankbarkeit! Alles ist perfekt und ich unendlich glücklich darüber hier zu sein und die Chance zu haben, das alles erleben zu dürfen.

Ali, meine Hostess (ist das die weibliche Bezeichnung von Host, ja oder?!) hat mir letztens erzählt, dass die Menschen hier alle sehr alt werden aber noch super fit im Kopf und noch allein leben. Wir haben auch letztens einen 85 jährigen besucht, der allein lebt und mit seiner Freundin jedes Jahr nach Bali fliegt. Fand ich irre beeindruckend.

Jedenfalls wurde mir hier oben klar, warum die Menschen alle so alt werden und noch fit sind – die wollen hier einfach nicht weg. Der Himmel kann nicht schöner sein als dieses stressfreie, gemütliche Fleckchen Erde namens Akaroa.

 

 

 

Ich hätte Stunden hier liegen bleiben können aber da ich erst halb 5 los gewandert war, war es inzwischen natürlich schon etwas spät, sodass ich mich wieder auf den Rückweg machte.

 

Abstieg

 

Ein kurzer Check von Maps.me verriet mir – hier gibt es keine 2. Variante für den Abstieg. Hier muss man den selben Weg wieder zurück. Es fiel mir richtig schwer mich von der Alm zu verabschieden, denn es war einfach nur zu schön hier.

 

 

über die Dinger muss man immer drüber um von der Alm zu kommen

 

 

Der Weg bergab war mega entspannt und ich genoss die ganzen verrückten Vögel, die hier alle leben. Es gibt zwar auch Amseln und Spatzen aber halt auch Vögel die ganz abgefahrene Laute von sich geben. Da sollte man auf jeden Fall mal genauer hinhören und das Gezwitscher genießen. Es ist Frühling am guten Ende der Welt!

Nach 2 h inklusive langer Wiesenruhephase war ich wieder im Ort.

 

Bewertung

 

Schwierigkeit ***/5

Ausblick ****/5

Sitzmöglichkeiten */5

Länge **/5

Abenteuer **/5

Spaß ***/5

 

Fazit

 

Wieder eine herrliche Wanderung! Mal sehen ob ich jemals ein schlechtes Fazit über eine Wanderung in NZ schreiben muss. Ich kann es mir nicht vorstellen.

Wer ein Stück heile Welt und sich wie Heidi oder der Geißenpeter fühlen möchte, der sollte diese Wanderung machen.

 

 

Weitere Wanderungen in NZ könnt ihr hier und hier nachlesen.



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