Hiking NZ – Tunnel Beach Track

Hiking NZ – Tunnel Beach Track

Oh wow, das war vielleicht eine Tour aber jeder Tropfen Schweiß (es waren verdammt viele) den ich vergossen habe, hat sich gelohnt um diesen grandiosen Blick zu bekommen. Tunnel Beach und die angrenzende Scenic Route wird nicht umsonst als die Great Ocean Road von Neuseeland bezeichnet. Nur das ich hier besseres Wetter als bei der eigentlichen Great Ocean Road hatte (Beitrag dazu hier).

 

 

Anreise

 

Das Bussystem in Dunedin ist recht gut ausgebaut allerdings ist es immer ein bisschen schwer sich zu Recht zu finden, da es nicht wie in Deutschland üblich einen Routenplan gibt. Auf der Seite steht immer nur Bus so und so fährt von a nach b und dann muss man selbst irgendwie raus bekommen welchen ich nehmen muss.
In meinem Fall die Busse 33 oder 50 in Richtung Castire. Eine Fahrt kostet 3,40 und es gibt leider kein Tagesticket. Die Busse fahren unter anderem am Oktagon los, dem zentralen Punkt in der Innenstadt und dann muss man bis zur Endhaltestelle fahren, was so ca. 20 Minuten dauert. Von dort läuft man an der Straße entlang für ca. 1,5 km. Und dann ist der Tunnel Beach auch schon ausgeschildert.

 

 

 

Tunnel Beach Track

 

 

Ich sag’s gleich vorab – zieht ordentliche Schuhe an (ich hab auch genug mit Flipflops oder Birkenstocks gesehen aber auch genug kaputte Flips Flops am Wegesrand also Sneaker oder Wanderschuhe würde ich empfehlen). Wenn die Sonne scheint ist eine Kopfbedeckung Pflicht, denn es gibt null Schatten und ganz wichtig – viel Wasser. Der Weg ist nämlich ordentlich steil. Verdammt steil. Zwar gut ausgebaut und nicht gefährlich oder so (wobei ich bei Regen hier nicht runter gehen würde) aber alter Schwede. Meine Knie, Waden und meine Bandscheiben hatten ordentlich zu kämpfen.

 

 

 

Aber dann tat sich der erste Blick auf und ich war einfach nur stoked. Was Mutter Natur uns immer so für Wunder präsentiert. Dafür sollten wir dankbar sein.

 

 

 

 

Alles erinnerte an die London Bridge an der Great Ocean Road.

 

 

 

 

Die Peninsula

 

Eigentlich war es abgesperrt und es stand, dass man vorsichtig sein soll weil es steil bergab geht aber jeder übertrat den kleinen Zaun um auf die Naturbrücke zu kommen. Von oben hatte ich noch gesagt, dass ich das nicht mache weil es sehr gefährlich aussah aber von nahem sah alles nur noch halb so schlimm aus und selbst ich Höhenangstschisser traute mich bis ganz auf die Spitze vor.

 

 

 

 

 

Ich kam einfach nicht drauf klar wie schön es hier war. Ich setzte mich aufs Gras und starrte aufs Meer. Völlige Zufriedenheit stellte sich ein. Dankbar hier sein zu dürfen. Dieses Wunder erleben zu dürfen. Zu wissen, dass man alles richtig gemacht hat. Und obwohl es recht voll war, verteilten sich die Menschenmengen so gut, dass ich meine Ruhe hatte bei meiner Meeresmeditation, wie ich es nenne.

 

 

 

 

 

Der Tunnel

 

 

 

 

Aber der eigentliche Namensgeber für diesen Track ist natürlich die in den Stein gehauene Tunnel Treppe zum Strand runter. Ich habe gelesen, dass sich irgendwann 18hunderschlagmichtot ein reicher Mann diesen Tunnel in den Stein hat bauen lassen um an einen ganz exklusiven Strand nur für sich selbst zu kommen. Menschen waren halt schon immer schrecklich exzentrisch. Es ist an sich echt cool in den dunklen Tunnel hinein zu gehen und dann nach einigen rutschigen Treppenstufen am Strand unten wieder raus zu kommen aber der Strand selbst war jetzt nicht gerade die Wucht in Tüten.

 

 

 

 

 

Ich denke mal, dass der 1870 noch ein bisschen schöner war aber inzwischen waren durch die Erosion einige Felsbrocken auf den Strand gefallen, sodass es mehr Felsbrockenwüste war als eigentlicher romantischer Strand. Außerdem war es sehr steinig, sodass ich eher wenig beeindruckt war und mich auch nicht allzu lange dort aufgehalten habe. Ich ging lieber wieder hoch und erkundete dort noch ein wenig das Gelände.

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich musste ich wieder überall lang latschen, was dann diesmal auch ein wenig bestraft wurde, denn die Wiese entpuppte sich eher als Matschloch in welches ich so richtig schön herein trat und wodurch ich danach aussah wie ein Ferkel, dass sich im Matsch gewälzt hat. Also erst mal Schuhe ausziehen, Socken trocknen lassen und dabei Möwen beobachten.

 

 

 

 

 

Rückweg

 

Nach ein paar Stunden hier hatte ich genug Energie gesammelt (und auch wieder trockene Socken und Schuhe) sodass ich den steilen Rückweg antreten konnte. Und der hatte es ganz schön in sich. Es war heiß, die Sonne ballerte und der Weg wollte einfach nicht enden.

 

 

 

Deshalb schob ich ein paar extra Pausen ein um noch mal den atemberaubenden Ausblick zu genießen.

 

 

 

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit war ich endlich oben und fühlte mich mal wieder wie 80. Jetzt nur noch die unendlich lange Strecke bis zum Bus laufen.

Am Ende hatte ich noch das Pech, dass ich mich bei den Busfahrzeiten vertan hatte und 45 Minuten auf den nächsten Bus warten musste. Zum Glück gab es ein Bushäuschen wo ich im Schatten chillen konnte.

 

Bewertung

Schwierigkeit ***/5

Ausblick ****/5

Sitzmöglichkeiten ***/5

Länge **/5

Abenteuer *****/5

Spaß ****/5

 

 

 

Fazit

Ich war mehr als beeindruckt von diesem wunderschönen Track und der atemberaubenden Aussicht. Das Wetter tat natürlich auch sein übriges um dieses Erlebnis noch unvergesslicher werden zu lassen. Ich hätte Stunden dort verbringen können (tat ich ja auch). Einfach nur aufs Meer gucken und über die Felsen laufen und den Ausblick und die Freiheit genießen. Ein ganz großartiger Ort! Must See!

 

 



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