Interrail – Ungarn: Budapest pt. 2

Interrail – Ungarn: Budapest pt. 2

Meinen ersten Teil zu Budapest findest du hier und meinen veganen Foodguide hier.

Hop on Hop Off Tour

Was ich euch absolut empfehlen kann – macht eine Hop on Hop off Tour. Mein Hostel hatte ein tolles Angebot. 48h 3 vers. Busrouten, 2 mal Schiff fahren, eine Stunde Fahrrad ausleihen und eine Stunde Walking Tour für nur 5000 HUF(ca. 16€). Normalerweise kostet das 7000 HUF aber auch das wäre es absolut wert. Man erfährt viel. Sieht viel. Muss nicht so viel laufen.

 

 

Man fährt im Grunde an fast allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei.

 

 

Was meiner Meinung nach aber zu kurz gekommen ist, waren die Infos über den tollen Stadtpark und die Fischerman’s Bastion wurde auch nicht erwähnt. Also man sollte sich im Vorfeld schon ein bisschen informieren weil einem auf der Tour auch nicht alles erzählt wird.

 

 

Die Erklärungen waren teilweise über Kopfhörer und dann auch sehr verständlich und gut und dann gab es auch die Panorama Tour wo ein Guide auf Englisch alles erklärt hat. Da musste man dann Glück haben, dass er/sie keinen all zu starken Akzent hat.

 

 

Gut fand ich auch, dass die große Runde zwar 2,5 h geht aber es z.b. einen Ausstiegspunkt 6 und 23 gibt, der fast der gleiche ist und man somit nicht immer eine weitere volle Runde fahren muss wenn man zu etwas in der Nähe will. Und auch meine Unterkunft hatte 3 vers. Stationen in der Nähe die ich nutzen konnte, sodass ich den Bus auch als normales Transportmittel genutzt habe.

 

 

Schifffahrt auf der Donau

 

 

 

Ganz toll fand ich auch die Bootstour. Eine Stunde auf der Donau rumschippern mit Erklärungen.

 

 

 

Vom Wasser aus kann man vieles noch mal von einer anderen Perspektive sehen und sich schön den Fahrtwind um die Ohren wedeln lassen. Bei meiner 2. Schifffahrt, wo ich nicht mehr aufmerksam sein musste, bin ich vor Entspannung sogar kurz weggenickt.

 

 

Fischerman‘ s Bastion u Matthias Kirche

 

 

Das Neoklassizistische Gebäude von 1905 wird bei Instagram gerade arg gehypt und auch nur deshalb habe ich mich überhaupt auf die Suche danach begeben, denn ansonsten wurde es nicht so beworben wie alle anderen Sehenswürdigkeiten. Warum weiß ich nicht, denn ich fand es mit am Schönsten.

 

 

Die verspielten weißen Türmchen, der tolle Ausblick, das Denkmal.

 

 

Bei schönem Nachmittagslicht einfach nur ein wundervoller fotogener Ort.

 

 

Dazu gehört die Matthias Kirche von 1895 im gleichen Baustil mit ihrem schönen bunten Dach.

 

 

Wunderschönes Fleckchen Erde was ich nur jedem empfehlen kann.

 

 

 

– Stadtwäldchen –

Ich hatte im Fernsehen einen Beitrag zu Budapest gesehen wo die Moderation im Szechenyi Bad war. Und aus irgendeinem Grund hatte ich so eine Vorstellung von dem Standort des Bades im Kopf und dann steht es einfach mal in einem so schönen Park wo man auch noch ganz viel anderes ansehen kann. Damit hatte ich nicht gerechnet.

 

 

– Heldenplatz –

Vor dem Stadtwäldchen befindet sich der riesige Heldenplatz. Der Platz entstand um 19hundert rum und wird als Protest – oder Feierplatz genutzt. Auf ihm steht eine 36 m hohe Säule mit dem Erzengel Gabriel. Der für mich interessanteste Fact – Michael Jackson hat hier mal ein Musikvideo auf dem Platz gedreht wo eine Statue von ihm auf der Säule stand.

 

 

Und im Museum der bildenden Künste nebenan wurde der Film „Evita“ mit Madonna gedreht, da das Gebäude wie das argentinische Parlament aussieht.

 

 

– Szechenyi Bad –

DAS Bad in Budapest, ach was sag ich – auf der ganzen Welt. Denn die ganze Welt wird auch dort hin gekarrt. Früh um 9 standen schon 12 Busse auf dem Busparkplatz.

 

 

Ich hätte es mir ja gern mal von innen angesehen aber nicht für 17€ Eintritt. Kennt ihr diese Fotos von völlig überfüllten japanischen Schwimmbädern. So denke ich, wird das dort drin auch ausgesehen haben.

 

 

 

Ich bin einmal um das Gebäude gelaufen aber keine Chance mal einen Blick nach innen zu erhaschen. Dafür habe ich mir den schönen Kassenbereich angesehen, der mehr einer Kathedrale gleicht.

 

 

– Burg Vajdahunyad –

Von der Burg hatte ich vorab nichts gehört oder gelesen und war deshalb umso überraschter als auf einmal so eine Märchenburg vor mir stand. Merkwürdiger Baustil Mischmasch mit Barock und Gotik und anderen Stilen.

 

 

Ich habe mich gerade mal zur Burg belesen und diese entstand ebenfalls 1896. In der Zeit entstand so ziemlich alles was schön ist auch die Metro usw. Grund: 1896 fand die Milleniumsausstellung statt. 1000 Jahre Ungarn. So eine Art Weltausstellung, wo man der Welt zeigen wollte was man hat und wie innovativ man ist. Danke dafür. Denn dadurch kann man sich heute so viele schöne Dinge in Budapest angucken.

 

 

– Zoo –

Ich sah den Zoo und war sofort an Wien Schönbrunn erinnert. Gleicher Baustil aber lange nicht so groß. Der Eintritt war erschreckend günstig. Nur 1000 HUF. Da weiß ich jetzt nicht wie viel man da von artgerechter Tierhaltung erwarten kann aber architektonisch dürfte der Zoo recht wertvoll sein.

 

 

Jeder versucht im Stadtwäldchen mit irgendwas Geld zu machen. Es gibt vers. Mitmach Museen, eine kleine Kirmes, einen Zirkus usw. Der perfekte Ort wenn man mit Kindern unterwegs ist.

Margaret Island

 

 

Meine 2. Bootstour habe ich mit Zwischenstopp auf Margaret Island verbracht. Alle 2 h fährt ein Schiff die normale Donau Rundfahrt aber lädt einen dann auf der Insel ab und man kann sie frühstens nach 2 h wieder verlassen. Aber keine Sorge – 2 h vergehen dort wie im Flug. Margaret Island ist so ein Zwischending aus Sentosa Island (Singapur) und Stanley Park (Vancouver) also Attraktion trifft Natur.

 

 

So schön dort. Vers. Themengärten wie der Rosengarten, der Lichtgarten oder der japanische Garten.

 

 

Außerdem gibt es einen tollen Springbrunnen der aller Stunde (glaube ich) eine Viertel Stunde Spektakel bietet mit unters. Fontänen die zur Musik „tanzen“. So hübsch anzusehen.

 

 

Des Weiteren gibt es eine kleine Kirche und zwei vers. Kirchenruinen.

 

 

Für mich am Spannendsten war der winzige Tierpark. Die Störche und die Hasen rannten frei herum. Und die Kinder quälten die schwitzenden Pferde beim Pony reiten.

 

 

Fast alles ist kostenfrei.

Der Hund hier hatte auch völlig kostenfrei den Spaß seines Lebens mit der Fontäne und rannte ständig hin und wieder weg um sie zu fangen😍

 

 

Ansonsten gibt es vers. Frei- bzw. Spaßbäder, Bars, Restaurants, Spielplätze, Liegewiesen.

 

 

Der Park wurde zum Samstag natürlich rege frequentiert aber dadurch, dass er so groß ist, kam man sich mit niemandem ins Gehege.

Königlicher Palast

 

 

Last but not least fehlte mir noch der Königspalast auf meiner Sightseeing Route.

Gangster wie ich bin fuhr ich einfach nach meine 48 h heute auch noch mit dem Bus. Das Ding ist nämlich, es interessiert keine Sau. Man könnte wahrscheinlich einfach nur einen Kassenzettel in die Luft halten und sie würden einen trotzdem mit dem Bus mitfahren lassen. Aufs Ausstellungsdatum hat jedenfalls nie einer geschaut.

Wettertechnisch war nach der großen Hitze mit anschließendem Gewitter nicht viel zu holen. Eine feuchtwarme relativ graue Hitze wie in Südostasien.

Ich fuhr bis zum Clarks Platz, welcher am Fuße der Drahtseilbahn liegt die zum Palast hoch fährt. Die Drahtseilbahn sieht zwar super interessant aus aber 4,50 € für 2 Minuten Fahrt und eine Schlange bis zum Mond zwang mich zum Konditionstraning den Berg lang hoch.

 

 

 

 

Einige Stufen und Meter weiter oben war mir das Glück hold, als ich gerade zur Wachablösung um 12 kam. Interessant anzusehen.

 

 

Von unten sieht der ganze Bereich um den Palast gar nicht so eindrucksvoll aus wie er dann am Ende ist.

 

 

Ein schöner Brunnen im Innenhof des Palastes und ein toller Ausguck auf die Pestseite.

 

 

Ganz schön voll dort oben. 

 

 

Erst beim Weg bergab wurde es ruhiger und noch interessanter, denn auf einmal stand ich wie in einem mittelalterlichen Burghof mit Holzwehrgang und dazu kamen mir noch (königliche) Reiter entgegen. Ich fühlt mich wie in eine andere Zeit versetzt.

 

 

Weiter unten folgten dann die königlichen Gärten mit Springbrunnen und Skulpturen zwischen den schönen Blumen.

 

 

 

Ein schöner Ort und nicht mehr so schlimm überfüllt wie noch oben auf der Burg.

 

 

 

Fazit

 

Ich kann voller Überzeugung sagen: „Budapest ich liebe dich“!

Du hast zwar sämtliche Energie aus mir raus gesaugt, hast mich Rast – und Ruhelos gemacht und meinen Geldbeutel enorm geschmälert aber du bist eine der schönsten Städte die ich je besuchen durfte.

So viele schöne Gebäude und Sehenswürdigkeiten wie in Wien aber dabei mit viel mehr Ecken und Kanten. Weniger perfekt mit seiner Sowjet Vergangenheit und vielen Rückschlägen in den letzten Jahrzehnten. So herrlich alternativ und innovativ. So belesen (die meisten Buchläden überhaupt und die einzige Stadt in der die Buchverkäufe jährlich um 50% steigen). So weltoffen. So selbstbewusst. Einfach nur ganz wunderbar.
Vielen Dank Budapest, dass ich dein Gast sein durfte. Ich denke wir werden uns nicht das letzte Mal gesehen haben.

 

 



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