Kaikoura – mehr als Whale Watching and Dolphin Swimming

Kaikoura – mehr als Whale Watching and Dolphin Swimming

 

 

 

Berühmt für Whale Watching und Dolphin Swimming aber Kaikoura hat noch einiges me(e)hr zu bieten. Allen voran ganz viel Ruhe, Natur und Seehunde, überall Seehunde 🙂

 

 

 

Anreise

 

Von Nelson aus ging es erst knapp 2 h nach Blenheim (Beitrag dazu findest du hier) mit einem Busfahrer, der uns die komplette Fahrt über mit Informationen über NZ zuballerte. Ich fands gut aber die ganzen anderen Leute, wovon erstaunlicherweise ca. 80% Locals waren, waren ein wenig genervt. 2 h Stopp in Blenheim und dann nochmal knapp 2 h bis nach Kaikoura (der neue Busfahrer sagte diesmal kein einziges Wort), wobei ein Teil der Strecke immer an der Küste entlang führte und richtig schön war. Da kam dann auch mal wieder die „ach, wenn man doch nur ein Auto hätte“ – Situation bei mir durch, als wir an einem tollen Strand vorbei fuhren an dem sich ganz viele Seehunde wälzten. Aber hätte hätte Fahrradkette, zum Glück werde ich noch reichlich Seehunde sehen.

 

 

Unterkunft

 

Ich habe diesmal Workaway für meine Unterkunft genutzt. Ich bin inzwischen bei wwoof.nz, helpx und workaway um die besten Hosts zu finden.

Und das ist mir in Kaikoura definitiv gelungen. Liz ist allein stehend und betreibt auf der Halbinsel eine kleine Ferienunterkunft mit 2 schönen großen Ferienwohnungen.

 

 

 

Im Gegensatz zu meinen anderen privaten Unterkünften habe ich mich gleich sofort gut aufgehoben gefühlt. Sie holte mich vom Bus ab und fuhr mit mir gleich eine Runde durch die Stadt und an den Sehenswürdigkeiten vorbei. Ihr Haus ist wahnsinnig schön. Alles ist so ordentlich und sauber. Sie ist sehr spendabel und fragt immer ob sie mir was besonderes zu essen mitbringen soll und ich darf mir auch ab und an ein Bier oder einen Cider nehmen. Und Leute, das Essen – OMG! Sie war früher Köchin und ihr Kühlschrank besteht fast nur aus ganz vielen gesunden Sachen, mega viel Obst und Gemüse. Das Essen jeden Abend ist der Wahnsinn. Alles ganz frisch und gesund und fast immer vegan, obwohl ich mich nur als Vegetarier „geoutet“ habe. Pasta mit Gemüse, selbstgemachte Gemüsepizza, Platten mit Unmengen an Gemüse und selbst gemachtem Pesto, Backkartoffeln mit Kürbiscreme. Ich habe in meiner einen Woche hier, bestimmt noch mal 3 Kilo zugenommen. Was solls…#fettwerdenaufreisen

 

 

 

Arbeitsmäßig ist die Sache easy. 4 h von 9 bis 13 Uhr und hauptsächlich Gartenarbeit aber ab und an auch mal bügeln oder beim Reinigen der Ferienwohnungen helfen (aber nahezu nie, da sie eine Putzfrau dafür hat).

Man hat von hier einen tollen Ausblick auf das Meer und die schneebedeckten Berge und hinterm Haus verläuft gleich der große Halbinselrundweg.

Mein persönliches Highlight ist Hausschwein „Ginger“. So ein lebendes Schwein hat ja nur Vorteile. Man kann mit ihm kuscheln, es ist ein Touristenmagnet (jeder Wanderer hält an und macht ein Foto) und es isst alle Reste auf. Nudelreste von vor 3 Tagen, Orangenschalen, hartes Brot. Ginger inhaliert alles in sich hinein. Also warum man so ein Goldstück verspeisen sollte, werde ich wohl nie verstehen. #govegan!

 

 

Kaikoura CBD

 

Kaikoura hat tatsächlich mal richtig viele Geschäfte (für neuseeländische Verhältnisse), zwar alles nur Andenkenläden aber immerhin. Vor genau 2 Jahren wurde Kaikoura von einem großen Erdbeben erschüttert und viele Gebäude mussten abgerissen werden. An deren Stelle wurde in der Innenstadt so ein kleiner Containermarkt aufgemacht, mit süßen Shops und Friseur usw. Finde ich eine gute Lösung. Einige Gebäude sehen aber immer noch schlimm aus. Da gibt es z.B. ein Pub, der nur zur Hälfte abgerissen wurde. Der Besitzer will das Ding irgendwann wieder aufbauen. Liz hat mir aber erzählt, dass die Lizenz erlöschen würde, wenn man das Gebäude komplett abreist. Eine Ausschanklizenz ist somit ans Gebäude gebunden und nicht an den Besitzer und deshalb sieht der halb abgerissene Pub richtig scheiße aus. Finde ich echt eine bescheuerte Regelung. Zum Glück ist das Ding nicht direkt an der Hauptstraße und verschreckt nicht alle Touristen.

 

 

 

 

 

Esplanade

Die Esplanade ist quasi der Weg/Straße der vor zur Halbinsel geht. Immer am Meer entlang und wenn man Glück hat mit wunderschönen Aussichten auf die Southern Alps. Ich hatte im Grunde nur einmal Glück aber lieber einmal als keinmal #weiseaf. Der Strand besteht hier allerdings nur aus Steinen, also kein gemütlicher weißer Sandstrand aber das hat ja auch was für sich. Ich habe meine Zeit am liebsten am Strand verbracht (logisch, wo sonst) und den Möwen zugeguckt.

 

 

 

 

Einen Tag habe ich einen Seehund entdeckt und da es mein erster aus erster Nähe war, habe ich mich total gefreut aber ich glaube ich habe dem armen Tier beim sterben zugesehen. Der sah so schrecklich kraftlos aus wie er da auf dem Felsen hing. Als er dann auch noch nach hinten umfiel und mit dem Kopf im Wasser liegen blieb ging ich lieber weiter. Meine Hostmama erzählte mir dann, dass immer wenn Sturm ist ganz viele Seehunde sterben. Auf dem Peninsula Walkway habe ich ja auch so viele tote gesehen. Keine Ahnung ob die an die Felsen geschleudert werden. Jedenfalls nicht schön anzusehen und ein Anblick den ich wohl nicht so schnell vergessen werde.(Nachfolgend natürlich keine Bilder von sterbenden Seehunden!)

 

 

 

 

 

Aber mal abgesehen von sterben Seelöwen, kann man ganz wunderbar an der Esplanade spazieren gehen.

 

 

 

Peninsula Walkway

 

Da ich zu viele Fotos auf dem 12 km langen Peninsula Walkway gemacht habe, gibt es dazu einen extra Blogpost, den du hier finden kannst.

 

 

 

 

South Bay

South Bay ist die weniger touristische Seite von Kaikoura. Da ist auch nicht wirklich was los außer die volle Ladung Natur und die mag ich ja am liebsten.

 

 

Es gibt 2 unters. Wege von meiner Unterkunft zur South Bay. Einen durch den Wald und den anderen über eine Hügelkette mit schönen Ausblicken. Beide Wege sind super reizvoll.

 

 

 

An dem Hügelweg gibt es so eine niedliche „Gebetsbox“. Da kann man aufschreiben wofür man heute dankbar war und was man sich wünscht. Da lagen auch einige Zettel drin, sogar ein paar in deutsch. Ich habe natürlich auch etwas auf einen Zettel geschrieben. An sich ist das Ganze nur eine kleine Spielerei aber sie regt dazu an darüber nachzudenken, wie dankbar man eigentlich jeden Tag sein kann.

 

 

 

An der South Bay, in der Nähe der Walboote gibt es auch wieder so ganz verrückte weiße Felsformationen die da aus dem Wasser ragen. Diese sind auch in Folge des Erdbebens entstanden.

 

 

 

 

 

 

Hauptsächlich ist der Ort für Fotos und Ruhe zu empfehlen.

 

Delfinschwimmen und Whale watching

 

Habe ich offensichtlich nicht gemacht, denn es ist reichlich teuer und die Chancen so nen „proper whale“ hier zu sehen, sind recht gering. Wenn man noch nie einen whale watching Trip gemacht hat, dann macht es und es lohnt sich mit Sicherheit aber die meisten Bilder die ich gesehen habe, waren „nur“ Buckelwale die recht weit weg waren. Aber dann gibt es auch so Glückspilze die einfach mal ne Orca Familie neben ihrem Boot her schwimmen haben. Jedesmal wenn ich solche Fotos bei Facebook und co sehe, denke ich mir hätte ich vlt die Tour (ca 90 €) auch machen sollen aber die Orcasichtung ist hier so ein großes Glückspiel, (pro Monat vlt eine Familie) dass sich es am Ende für mich nicht gelohnt hätte. Ich habe ja bereits in Sri Lanka und 2 mal in Kanada eine whale watching Tour mitgemacht (hier und hier).

Das Delfinschwimmen ist sicher auch ganz toll und eine Freundin von mir hat es gemacht aber das ist gleich mal noch teurer und dadurch, dass ich in Monkey Mia ja Delfine genau vor meinen Füßen hatte, brauchte ich das hier dann auch nicht noch mal.

Aber wenn man beides noch nicht kennt, dann macht es! Wobei ich gehört habe, dass das Delfinschwimmen in Akaroa noch schöner sein soll.

 

 

Fazit

 

Ich hatte super schöne 9 Tage in Kaikoura, was natürlich auch meiner lieben Hostmama geschuldet war, die immer bestens für mein leibliches Wohl sorgte und bei der mir die Arbeit meist richtig Spaß machte. Wettertechnisch war ich den Großteil der Zeit leider nicht so gesegnet aber ich habe trotzdem das Beste draus gemacht.

Kaikoura ist auf jeden Fall ein weiteres Must Do in NZ, schon allein wegen dem tollen Peninsula Walkway und der Aussicht auf die schneebedeckten Southern Alps (an klaren Tagen).

 

 



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