Lake Tour – Tekapo, Pukaki und Aussicht auf Mt. Cook

Lake Tour – Tekapo, Pukaki und Aussicht auf Mt. Cook

Da der Enkel meiner Hostfamilie in Timaru (Beitrag kommt demnächst) einen Ruderwettkampf im 100 km entfernten Twizel hatte, nahm meine Hostfamilie mich, an einem Sonntag, mit auf eine große Lake Tour durch all die Bergseen der Südinsel.

Im Grunde kann ich zu den einzelnen Orten nicht viel schreiben, denn wir haben immer nur zum Fotos machen angehalten aber ich habe so viele Fotos gemacht, dass sie nicht in den Timaru Beitrag gepasst hätten, deshalb gibt`s diesen gesonderten Beitrag, der wahrscheinlich hauptsächlich aus Fotos bestehen wird, aber ich weiß, dass sich viele sowieso am liebsten die Fotos angucken und nicht mein Gelaber 😀

 

Anreise

 

Von meinen 2 Wochen in Timaru hat es an 10 Tagen geregnet #NZistjanichtohneGrundsogrün. Wir hatten an dem Sonntag richtig Glück. Es war zwar nicht sonnig aber immerhin nur hellgrau und somit für den neuseeländischen Sommer schon fast schön (ich hab hier dieses Jahr echt kein Glück mit dem Sommer – grau, kalt, regnerisch und das 80 % meiner Zeit hier 🙁 )

Wir fuhren gleich nach dem Frühstück los und hielten als erstes in Fairly beim, wie mir gesagt wurde, besten Bäcker in ganz Neuseeland und jaaaa die Auslage sah richtig lecker aus. Und da ich mich momentan hier ja im totalen unstoppbaren Nahrungsaufnahmemodus inklusive dick werden, befinde, hätte ich das komplette Sortiment kaufen können. Mein Hostpapa war allerdings wegen der Pies hier. Die englische Tradition der Pies, hat sich auch in Neuseeland heimisch gemacht. Ich habe in meinem Leben noch nie so ein Teil gegessen, von daher war ich sehr neugierig, als er mir eine vegane Variante davon kaufte. Normalerweise gibt es die nämlich sonst nur mit Hackfleisch oder Speck oder ähnlich Totem gefüllt.

Dann ging die Fahrt weiter durch die grünen Hügellandschaften, die mich stark an Schottland oder Irland erinnerten (ich war noch nie dort aber man kennt ja einschlägige Fotos). So langsam wurden die Southern Alps, die ich von meinem Zuhause in Timaru immer nur erahnen konnte, immer klarer. Sie wurden teilweise sogar von der Sonne angestrahlt, was die noch weißen Bergkuppen so richtig leuchten ließ.

 

 

 

 

Und da ich ja ab und an mal ein „Lucky Girl“ bin, war ich genau zur Lupinen Saison hier. Auf halber Strecke nach Lake Tekapo fingen die Lupinenfelder schon an zu blühen. Ich bin ja ehrlich gesagt immer ein bisschen froh, dass ich hier nicht fahre und entscheide wo man anhält, denn ICH hätte aller 5 Meter angehalten um ein Foto zu machen. Das war einfach nur unglaublich schön. Die Lupine ist hier mehr ein Unkraut, da sie sich verbreiten wie nix und den ganzen „native Bush“ zerstören. Das habe ich hier ja schon öfter gehört auch von anderen Pflanzen, die schön aussehen, wie z.B. der gelbe Broom in Bergen von Akaroa.

 

An einem besonders großen Lupinenfeld hielten wir dann aber doch. Genau da wo auch eine Gruppe Asiaten hielt. Ich machte ein paar Fotos und beobachtete dann die Chinesen. Oh man, also das mag jetzt vielleicht rassistisch klingen aber es ist einfach kein Wunder, warum die Meisten keine chinesischen Touristen mögen (inkl. mir). Mal abgesehen, davon, dass die die ekligsten Hosteltoiletten hinterlassen, haben die auch absolut keinen Respekt vor der Natur und machen alles für ein Foto. Manchmal ist es ja ganz lustig ihnen bei ihren Verrenkungen zu zugucken aber wenn sie dann Absperrungen und Zäune übertreten nur um ein Foto zu machen, finde ich das schon reichlich daneben.

 

 

 

 

 

Dann ging es weiter und meine Hostmama warnte mich vor, dass mich die Schönheit umhauen wird, wenn wir um die Ecke biegen zum:

 

Lake Tekapo

 

Und jaaaaa es war wunderschön. Aber Hallo Instagramhype. So ein Hype entsteht ja nie umsonst und ich mache da ja auch gerne mal mit, bis zu einem gewissen Grad aber an manchen Orten nimmt das Ganze einfach überhand und es macht keinen Spaß mehr dort herum zu laufen weil einem ständig einer ins Bild rennt.

 

 

 

 

Und hier am Lake Tekapo war es an der Good Sheperd Church auch sehr grenzwertig. 90% Chinesen mal wieder. Die werden hier alle mit Bussen her gekarrt oder mieten sich die größten Autos und fahren (meist sehr schlecht) in Scharen durch Neuseeland (von wegen die meisten Touristen in NZ sind Deutsche). Genießen konnte man hier den schönen See, die Lupinen und den Blick auf die Berge nicht so wirklich, da es einfach viel zu nervtötend voll war. Ich habe bei sowas ja dann auch immer schnell keinen Bock mehr und verliere die Lust. Deshalb gab ich Julie, meiner Hostmama, auch schnell zu verstehen, dass wir gerne weiter fahren können.

 

 

 

 

 

Aber da wir die Hunde dabei hatten und die mal raus wollten, fuhren wir nur ein paar Meter weiter zu einem anderen Parkplatz und da war dann auf einmal fast keiner mehr. Sehr entspannend. Und endlich konnte auch ich, das wundervolle Panorama genießen.

 

 

 

 

 

 

Danach fuhren wir weiter zum

 

Lake Pukaki

 

Und schon von Weitem sah man Mt. Cook /Aoraki (der Maori Name des Berges), den höchsten Berg Neuseelands mit 3724 m leuchten. Mega beeindruckend dieser riesen schneebedeckte Berg. Ken, mein Hostpapa, erzählte mir dann, das jedes Jahr viele erfahrene Bergsteiger sterben, beim Versuch den Mt. Cook zu bezwingen. Die Natur ist halt meistens doch mächtiger als der Mensch.

Der eigentliche Parkplatz am Lake Pukaki war gesperrt aber wir fuhren trotzdem drauf und gingen eine Runde spazieren und ich machte einige Fotos.

 

 

 

 

 

 

Dann fuhren wir weiter zum Pukaki Visitor Center, wo dann auch wieder die altbekannten Reisebusse und Menschenmassen herum lungerten.

 

 

 

 

 

Bei Sonne sieht das Ganze sicher noch schöner und besonderer aus, da beide Seen eigentlich so eine türkise Farbe haben aber immerhin hatte ich Glück, dass die Wolken nicht so tief hingen und die Sonne sogar ab und an den Mt. Cook anstrahlte.

Danach ging es dann zu unserem Hauptreiseziel weiter nach:

 

Twizel

 

– besser gesagt an den Lake Ruataniwha, wo der große Ruderwettbewerb stattfand.

Ich hatte mir ein paar Hostfamilien in Twizel raus gesucht und war so froh, dass ich keine davon angeschrieben hatte, denn der Ort war irgendwie wahnsinnig unschön. Im Grunde war es ein großes Bergplateau, wo alle paar hundert Meter mal ein Haus hin gebaut wurden war. Es wirkte alles eher weniger wie eine vollständige Stadt. Soll heißen – Twizel könnt ihr euch sparen!

Am See war es dann allerdings richtig schön. Und was da los war, sag ich euch. Das ist wohl der größte Ruderwettbewerb auf der Südinsel und alle Schulen mit einem Ruderteam waren dort vertreten.

Während wir auf Zac warteten, aßen wir alle unseren Pie. Sehr lecker. Ich wünschte es würde die öfter irgendwo in der veganen Variante geben.

 

 

Der ganze See war voll mit Ruderbooten und es gab einen Wettkampf nach dem nächsten. 4er Boot Mädchen unter 16, Mädchen über 16, Jungs, 8er Boot, einer Boot usw… Ich glaube es gab 35 vers. Wettkämpfe an dem Tag. Für die Kids war das natürlich DAS Ding. Ich meine als Teenager, das Wochenende von seinen Eltern weg zu sein und ganz viele andere Jungs und Mädels aus anderen Schulen zu treffen. Wer hätte da nicht Bock drauf. Ich fragte dann später den 14 jährigen Zac ob denn da abends auch gut Party abgeht, worauf hin er mich mit großen, noch sehr kindlichen Augen ansah und meinte, dass sie hier nur wegen den Wettkämpfen sind. Ähm okay. So anständig diese Kinder hier. Ich hoffe, er hat mir das nur so erzählt weil seine Großeltern dabei waren. 😀

 

 

 

Da Zac aus gesundheitlichen Gründen nur als Steuermann tätig ist, war er bei 5 Rennen dabei zwischen denen immer etwas Zeit lag, so dass wir zwischendrin an eine kleine Lagune am See fahren konnten und die Hunde etwas Auslauf bekamen. Da die beiden Mädels, Uschi (den Namen hat ein deutscher Woofer ausgesucht weil es Weimeraner sind – nen besserer Name ist dem wohl nicht eingefallen?!) und Cree Jagdhunde sind, dürfen die nicht zwischen all den anderen Menschen und Hunden herum springen, da die sonst wegen ihrer feinen Nase durchdrehen würden. Und auch so sind es wirklich ungestüme Kraftpakete, die völlig ausrasten nur weil sie einen Hasen riechen oder eine Ente sehen. Sehr liebe Hunde aber diese sind definitiv nicht einfach in der Haltung.

 

 

 

Rückweg

 

Nachdem wir Zac dann nach den Wettkämpfen abgeholt hatten, traten wir den Rückweg an und Ken fuhr extra einen Rundweg, damit ich auch noch die anderen Seen Benmore, Aviemore und Waitaki sehen konnte. Die ersten beiden Namen sind sehr schottisch und so sah die Landschaft auch aus. Inzwischen war es total zugezogen und regnete immer mal. Trotzdem war die Route sehr schön, sehenswert und ohne nervige Touristen.

Wir hielten dann noch mal an einer der vielen Staumauern. Immer wieder beeindruckend auf so einer Staumauer zu stehen. Das hat mich schon als Kind fasziniert wie auf der einen Seite der Mauer ein See sein kann und auf der anderen einige Meter weiter unten dann ein Fluss oder in diesem Fall ein kleinerer See. Sehr beeindruckend.

 

 

 

Zac, der mir anfangs immer noch ganz aufgeregt was über die Seen erzählt hatte, war inzwischen mit seinem Kuschelkissen eingeschlafen. Auch die Mädels schliefen hinter mir und auch mir fielen immer mal die Augen zu nach den vielen unterschiedlichen Eindrücken die ich heute gesehen hatte.

Als wir dann wieder zu Hause ankamen wertete Ken den Kilometerzähler seines Autos aus und wir stellten fest, dass wir heute fast 400 km gefahren waren (also er :-D) Ja, in Neuseeland ist alles doch ganz schön weit auseinander.

 

Fazit

 

 

 

Sicherlich ist das noch viel schöner, wenn man mit seinem eigenen Auto hier lang fährt und sich mehr Zeit an den einzelnen Orten nehmen kann aber ich war meiner Hostfamilie trotzdem unendlich dankbar, dass sie mit mir diesen Ausflug gemacht haben, da ich nicht weiß ob ich jemals allein die Chance gehabt hätte hier lang zu kommen.

 

(Doch ganz schön viel Gelaber geworden :-D)

 

 



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