Nelson – the sunniest city in NZ?!

Nelson – the sunniest city in NZ?!

Grüße aus „Sunny Nelson“ – bisher macht die Stadt ihrem Namen alle Ehre. Durch die verschiedenen Bergketten liegt sie nämlich in einem geschützten Kessel und hat sehr wenig Wind und Regen und dafür super viele Sonnentage (2400 h im Jahr) für neuseeländische Verhältnisse.

 

 

 

Und auch sonst ist Nelson mehr als nur das Tor zum Abel Tasman Nationalpark (Beitrag dazu findest du hier).

 

Anfahrt

 

Auf dem Weg nach Nelson dachte ich mal kurz ich bin in Deutschland. Ich kam am Pancake Rocks Cafe an, wo der Bus abfuhr. Der stand auch schon da und der Fahrer sprach mich gleich an und zwar mit unüberhörbarem sächsischem Akzent. Er teilte mir mit, dass er erst mal Mittagspause macht. Ja, kein Ding. Hole ich mir halt noch nen Eis in dem Café, wo es auch „Bratwurst“ und „Flammkuchen“ gibt. Und die Jungs am Eisstand sprachen auch deutsch. Kurzes Schwätzchen mit den Surferboys und ab in den Bus, wo bis auf einen Inder alles Deutsche waren… Was mich mal wieder zu dem Schluss bringt – Deutsche lieben NZ!

Der Busfahrer war mega lieb und hielt wegen dem guten Wetter sogar noch an einem Aussichtspunkt, wo wir Fotos machen durften. Er meinte, dass wir ja alle Touris sind, die hier Urlaub machen und das es schade wäre, wenn wir nicht ein paar schöne gut Wetter Schnappschüsse von der Westcoast mitnehmen könnten. Voll gut!

 

 

 

Die Strecke war mega schön. Erst an der rauen Westküste entlang, durch Westport und dann durch die Berge hindurch immer am Bullert River entlang.

 

 

 

 

30 Minuten Stop in Murchison. Zeit für einen Besuch im Foursquare Supermarkt.

 

 

 

Wir machten fast eine Punktlandung, als wir wie angekündigt halb 8 in Nelson ankamen. Die Sonne stand gerade schön tief und ich staunte über die vielen Wein- und Hopfenanbaugebiete und den tollen breiten Sandstrand. Unser Busfahrer erzählte uns, dass Nelson auf dem gleichen Breitengrad liegt wie Barcelona oder Rom also wenn man das ganze am Äquator spiegeln würde, wenn ihr versteht. (also Barcelona und Nelson sind quasi gleich weit weg vom Äquator, nur in andere Richtungen) Deshalb herrscht hier auch mediterranes Klima.

 

Unterkunft

Prince Albert Pub & Backpackers

Meine erste Unterkunft, das Prince Albert Pub & Backpackers ist grundsätzlich sehr schön und liegt fußläufig zur Innenstadt (die größer ist als ich dachte) und Busbahnhof. Ein alter aber hübsch modernisierter Pub und auf dem Hinterhof so kleine einzelne Ferienbungalows mit den Zimmern. Alles sehr hübsch gestaltet. Bei meiner Ankunft bekam ich von Mike (dem attraktivem Besitzer ;-)) eine Art Plakat mit meinem Namen drauf in die Hand gedrückt, was ich an mein Bett pappen sollte, damit die anderen im Zimmer wissen wie ich heiße und auf der Rückseite noch ein paar Infos zum Unterkunft. Fand ich eine super Idee. Auch die Aufenthaltsbereiche sind sehr schön und es gibt ein einfaches Frühstück aber mit Waffeln allerdings nur von 8-9 im Pub. Soweit alles sehr schön, allerdings fühle ich mich trotzdem nicht wohl. Das Problem ist, dass das Backpackers recht preiswert ist (ca. 14  Euro bei sehr guten Bewertungen) und deshalb viele junge Männer, die hier in Nelson auf dem Bau arbeiten, Langzeit hier wohnen. Und 2 davon habe ich im Zimmer. Außerdem ist das Badezimmer quasi mit im Zimmer. Da nun die beiden Jungs immer hier sind, wird das (Bade)zimmer auch nicht jeden Tag gereinigt, wie eigentlich üblich. Somit sieht es total zugemüllt in einer Ecke aus, das Badezimmer ist unsauber und es stinkt. Ich finde Mike sollte alle Langzeitgäste in eigene Zimmer packen und das nicht vermischen. Zum Glück habe ich erst mal nur 3 Nächte gebucht. Kleiner Tipp so am Rande. In der Nebensaison ist es quasi nie ein Problem Nächte zu verlängern aber zu stornieren hingegen schon, also bucht erst mal weniger Nächte und bucht dazu wenn es euch gefällt oder sucht euch dann was anderes, so wie ich.

(Ich hab doch tatsächlich kein einziges Bild vom Hostel gemacht, dabei sah es wirklich sehr hübsch aus)

Inbetween Lodge & Backpackers

 

 

Mein 2. Hostel, das Inbetween Lodge & Backpackers war dann für gerade mal einen Dollar mehr ein absoluter Traum und ich ärgere mich warum ich nicht gleich den einen Dollar mehr für so viel mehr Luxus ausgegeben habe. Außerdem hätte ich dann schon viel eher die netten Leute, vor allem den netten Mitarbeiter 😉 kennen gelernt. Wie sangen schon die Ärzte „zu spät, zu spät“… Die Lage, direkt gegenüber der Kneipenmeile, in einer ruhigen Seitenstraße, an einem Park ist einfach nur perfekt. Das schwule Besitzerpärchen hat das alte Haus im letzten Jahr von einem schäbigen Backpacker zu einem stylishen Mix zwischen Bed & Breckfast und Backpackers umgewandelt. Ich habe mich jedenfalls sehr wohl hier gefühlt und habe das Hostel danach auch jedem weiter empfohlen.

 

 

 

Im Frauen Badezimmer gab es sogar Fön, Glätteisen und Waage (die hätten sie weglassen können – niiiiiemand will in NZ wissen wie viel er zugenommen hat :-D)

 

Nelson CBD

 

 

Die Innenstadt ist meine so erste richtige größere Innenstadt in Neuseeland. Christchurch war durch das Erdbeben keine richtige Innenstadt und die anderen Orte waren alle viel kleiner. Aber hier gibt es mehrere Einkaufsstraßen und ein paar hübsche Läden, Cafes und Restaurants. Zwischendrin immer mal ein kleiner Park oder Sitzmöglichkeiten am Fluss.

 

 

 

 

 

Nelson ist jetzt auch nicht weltbewegend aber trotzdem mal ganz nett durchzuschlendern.

 

 

 

Außerdem gibt es mit Jens Hansen den Juwelierladen, der den Ring der Ringe, für Lord of the Rings designt und angefertigt hat.

 

 

 

Maitai River Walk

Als ich den Namen auf der Karte sah, stellte ich mir einen oranglichen Fluss vor, der nach süßlichem Alkohol riecht und an dessen Ufer Cocktailschirmchen stecken.

War dann leider nicht so aber es ist trotzdem so schön hier. Man kann ganz herrlich am Fluss entlang spazieren oder Fahrrad fahren. Es gibt viele Picknickbänke, die zum Verweilen einladen. Immer hat man irgendwo einen Blick auf die Berge oder auf hübsche gepflegte Vorgärten. So ein richtiges Sonntagsspaziergangsgefühl.

 

 

 

 

 

Center of NZ auf dem Botanic Hill

An meinem ersten Tag in Nelson machte ich mich gleich früh kurz nach 9 auf zum Mittelpunkt von Neuseeland, Mittelerde quasi (konnte mir den kleinen schlechten Herr der Ringe Joke nicht verkneifen. Sorry!) Wikipedia hat mir aber gerade verraten, dass das gar nicht so recht stimmt. Der wirkliche Mittelpunkt liegt 40 km südwestlicher in Tapawera.

 

 

 

Der liegt gar nicht weit von meinem Hostel entfernt auf dem Botanic Hill. So ein typischer Touristenpunkt. Da ist es immer gut, wenn man schon früh los läuft.

 

 

 

Es ging recht schnell und ein wenig steil nach oben aber einmal oben hatte man eine wunderschöne Aussicht auf ganz Nelson, den Abel Tasman National Park und in die andere Richtung ins wunderschöne Maitai Valley (auch wieder keine Cocktailschirmchen :-D)

 

 

 

 

Stanley Whitehead Track

 

 

 

Vom Center of Nz hatte ich noch einen weiteren Track auf dem Nachbarhügel entdeckt. Ein kurzer Maps. me Blick verriet mir, dass das der Stanley Whitehead Track ist und ich daraus nen schönen Rundweg machen könnte. Gesagt, getan und los gelaufen.

 

 

 

Schön über Weidenladenschaften hinweg und vorbei an Schafherden. Aber immer mit einem Blick auf Nelson und den Ozean. Ich konnte mich gar nicht satt sehen.

 

 

 

 

 

 

Irgendwann bog der Weg in den Wald ab und schlängelte sich den Berg wieder lang runter und endete beim:

 

Founders Heritage Park

 

 

Eine Art Freilichtmuseum in dem europäische Häuser aus dem 19. Jahrhundert stehen. Eine Kirche, vers. alte Gerätschaften usw. Der Eintrittspreis sind humane 7 Dollar. Ich war aber trotzdem nicht drin. Ich glaube für Menschen die aus Europa kommen und wissen wie alte Häuser aussehen, ist das eher nicht so spannend. Aber gerade mit Kindern kann man sich das sicher mal angucken.

 

 

 

 

Ich lief dann lieber noch ein paar Schritte weiter zum:

 

Miyazu Japanese Garden

 

 

Miyazu ist die japanische Partnerstadt von Nelson und was schenkt man sich so unter Städten – genau einen Garten. Kostenloser Eintritt und ein hübsch angelegter japanischer Garten.

 

 

 

 

 

Queens Gardens

Mitten in der Stadt befindet sich der hübsche kleine Queesgarden mit einem Ententeich, Rosengarten, chinesischem Garten (Geschenk der chinesischen Partnerstadt), Springbrunnen und was auch immer so ein kleiner englischer Park alles braucht.

 

 

 

 

Ein schöner Ort für ein Picknick oder um einfach ein bisschen zu chillen.

 

Tahunanui Beach

Mein Highlight in Nelson ist natüüüürlich der Strand in Tahunanui. Eine kleine Halbinsel mit Zoo, Wasserpark, Parkeisenbahn und Naturreservoir. Ich hatte mir vom Inbetween Hostel für 10 Dollar am Tag ein schickes Mountainbike geliehen und war die paar Kilometer von der Innenstadt zum Strand gefahren und allein der Weg dorthin war schon sehr schön. Immer an der Coastline entlang. Schon dort gab es ein paar hübsche Aussichtspunkte, die einen Halt wert waren.

 

 

 

 

 

 

Der eigentliche Strand ist riesig und perfekt für Kinder geeignet, da das Wasser super flach ist. Der Busfahrer nannte es sogar den sichersten Strand in ganz Neuseeland.

 

 

 

Bei Ebbe kann man auf einer Landzunge Kilometerweit ins Meer rein laufen .

 

 

 

 

Es ist einfach nur extrem entspannend und man fühlt sich gleich direkt wie im Urlaub, wenn man im planschbeckenwarmen Wasser steht und einem die Seeluft um die Nase weht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Großartiger Ort!

Ich war dann abends noch mal zum Sonnenuntergang mit 2 sehr lieben Menschen aus dem Hostel dort. Was für eine schöne Stimmung. Leider war es super windig und dadurch richtig kalt aber es geht doch echt nichts über Sonnenuntergänge am Strand (wobei man ja leider nur an der Westküste die Sonnenuntergänge auf der Wasserseite hat).

 

 

 

Hafen

 

Der Hafenbereich ist relativ unspektakulär und liegt auf einer Landzunge. Da ich ja gerade mal ein Rad bei der Hand hatte, bin ich den ganzen Weg bis zum Ende gefahren, in der Hoffnung auf eine schöne Aussicht aber nee, das kann man sich im Grunde wirklich sparen.

 

 

 

 

Nelson Market

Jeden Mittwoch findet ein großer Farmers Market statt bei dem es über Kunst, Obst und Gemüse bis zu Beautyprodukten alles aus der Region gibt.

 

 

 

Ich liebe solche Märkte. Leider hatte ich nicht viel Zeit, da ich mit meinem Gepäck auf dem Weg zum Busbahnhof war. Aber für einen kurzen Einblick hat es dann doch gereicht.

Fazit

 

 

Ich hatte Glück und hatte die meiste Zeit wirklich sunny Nelson und dann ist es auch mega schön hier. Man kann wandern, Zeit am Strand verbringen, shoppen, in Pubs abhängen, durch Gärten stromern, tolle Menschen kennen lernen und einfach nur eine großartige Zeit hier haben.

 



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