Interrail – Polen: Ostseebad Sopot

Interrail – Polen: Ostseebad Sopot

5. Juli 2018

 

Eigentlich wollte ich ja heute entspannt einen halben Tag am Meer verbringen aber eigentlich müsste ich mich inzwischen kennen und hätte keine Flip Flops anziehen sollen. Denn am Ende wollte ich mal wieder nicht nur rum liegen sondern alles sehen und das waren dann über 8 km in Schuhen in denen ich normalerweise nur aufs Hostel Klo und zurück schlappe. Aber da ich so viel vom Ort gesehen habe, gibts jetzt auch ein bisschen mehr zu erzählen als geplant.

Anreise:

Der öffentliche Nahverkehr ist gut ausgebaut und unglaublich günstig hier in Polen. Ein Tagesticket mit dem ich beliebig oft in 24 h von Gdansk ins 30 km entfernte Gdynia fahren und dazwischen überall aus und einsteigen kann, hat mich gerade mal um die 3,50€ gekostet. Vom Gdansk Glowny gings dann in ca. 20 Minuten mit der SKM, so eine Art S-Bahn nach Sopot und von da dann zu Fuß eine riesen große Runde durch den Ort und wieder zurück von der Haltestelle Sopot Wyscigi (Rennbahn) nach Gdansk.

Das Flair:

Was man bekommt ist ein richtiges Ostseebad mit vielen Touristen, unendlich vielen Bars und Restaurants, Kureinrichtungen, Parks und Spiel, Spaß und Spannung. Man kann flanieren, am Strand liegen oder Boot fahren. Für jeden ist etwas dabei. 

Architektur:

Die Architektur liegt so zwischen restauriertem Alten, Wendezeit Chic und luxoriöser Moderne. Ein spannender Mix.

Natürlich durfte auf meiner Route auch nicht das bei Instagram gehypte „krumme Häuschen“ fehlen. Das steht genau in der Fußgängerzone und ist neben der Ostsee wohl das am meisten fotografierte Objekt im Ort.

Besonders schön fand ich den alten 30 m hohen Leuchtturm von 1903, welcher ursprünglich als Aussichtsturm gebaut und 1977 als Leuchtturm umfunktioniert wurde.

Alles ist schön bepflanzt und viele Bänke laden zum Verweilen ein. So ein richtiges Ostseebad halt, wie man es von der deutschen Ostsee kennt.


Der Strand:

Hach, meine geliebte Ostsee. Sie enttäuscht mich einfach nie. Der Sand kann auch hier mit den schönsten Puderzuckerstränden der Karibik konkurieren. Alles ist schön sauber (super viele Papierkörbe) und der Strand ist breit. Einzig und allein die vielen Algen und die momentane Temperatur der Ostsee stehen dem ultimativen Badespaß entgegen.

 

 

Es gibt super viele kleine Kioske, Bars und Restaurants aber z.B. auch den super schicken sytlishen Beachclub „White Marlin“. Alles in weiß gehalten und mit House Musik bespielt, erinnert mich das ganze schon ein bisschen an so einen Schicki Micki Ibiza Club.

 

 

Mir haben besonders die super vielen Strandaufgänge über die schönen Dünen gefallen. Dünen haben auf mich immer eine ganz besondere Ausstrahlung die mir sofort dieses Ostsee Gefühl gibt.

 

 

 

Park Hestii:

Ich hatte auf meiner Karte gesehen, dass es einen Park entlang der Kilometerlangen Strandpromenade gibt. Die Promenade ist für Fußgänger und Fahrrad Fahrer geteilt, sodass sich niemand ins Gehege kommt, was ich großartig finde. Na jedenfalls hatte ich den Park auf der Karte gesehen und dachte, dass das ja nicht allzu weit weg sein kann. Was ich mich schon beim Blick auf Karten verschätzt habe, so auch hier. Ich lief und lief und die Sonne tat ihr übriges. Langsam wurde meine Birne matschig. Als ich nach 3,5 km immer noch keinen Park gefunden hatte, sondern nur einen riesen großen Campingplatz und ich am Ortsausgangsschild von Sopot und schon am Ortseingangsschild von Gdansk angelangt war, gab ich auf und suchte mir den schnellst möglichen Weg zurück zur Bahn.

Schön durchs schicke neu gebaute Viertel von der ERGO. Tolle Bürohäuser und sogar eine Arena für Sport und Konzerte haben die da hin gezimmert. Und siehe da – den Park haben sie scheinbar auch gesponsort, denn auf einmal stand ich mitten drin im modernen Park, leider ohne viel Schatten. Hin laufen muss man da nun echt nicht aber wenn man ohnehin in der Gegend ist, kann man durchaus dort ein wenig verweilen.

 

 

 

Fazit:

Heute hatte ich so ein richtiges zufriedenstellendes Urlaubsgefühl als ich da in der Sonne am Strand lag und Angus und Julia Stone auf den Ohren hatte und das Meer vor mir. Perfektion! Da kann sogar ich dann mal kurz abschalten von meinen ganzen Plänen, die sich immer so durch meinen Kopf ziehen.

Abschließend kann ich nur sagen dass Sopot keinem deutschen Ostseebad nachsteht und jeder der in der Gegend ist, hier mal einen Tag verbringen und ein bisschen „Vitamin – Sea“ auftanken sollte.



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