Perth – Western Australien

Perth – Western Australien

Ich bin in Perth Australien!!! Ich kann es selbst noch gar nicht glauben. Es ist alles so so aufregend. Aber mal von vorn:

 

Vorgeschichte

 

Ich wollte zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht nach Australien weil das Land einem doch sehr an die Geldreserven geht aber manchmal entscheidet das Leben halt einfach anders.

Ursprünglich wollte ich länger in Indonesien bleiben, hatte das aber alles nicht so richtig recherchiert und war dann etwas verunsichert als ich hörte, dass man offiziell nur 4 Wochen bleiben darf (geht jetzt doch irgendwie länger aber das war alles sehr undurchsichtig) und dann brauchte ich bei meiner Einreise in Indonesien ein Ausreisedatum und Land. Und das hatte ich nicht. Also habe ich mich am Flughafen hingesetzt um im Flughafen Wifi nach einem Flug aus Indonesien raus zu gucken. Es gab nur Flüge nach Singapur oder Bangkok, die günstig waren und dort war ich ja schon. Was dann aber auch noch günstig war, war ein Flug nach Perth (ca. 130 €) und so buchte ich ohne groß darüber nachzudenken einen Flug nach Australien und hier bin ich nun und so so so glücklich mit dieser Entscheidung.

 

Anreise

 

Nachts um 3 aufstehen und knapp eine Stunde zum Flughafen fahren (ca. 13€). Der Flughafen auf Bali ist viel größer und moderner als ich erwartet hatte. Ich war schwer beeindruckt und auch Air Asia beeindruckte mich mit ungewohnter Pünktlichkeit und so ging es kurz nach 7 los.

 

 

 

1,5 h flogen wir übers Meer und die nächste 2 h über Australien. Ich hatte einen Fensterplatz und kam gar nicht mehr klar. Dieser Ausblick war mehr als faszinierend. Kein einziges Haus, keine Straße, keine Menschen. Flogen wir über den Mars?! Dazu diese rote Erde und die kleinen Flüsse, die sich wie Adern über das Land zogen. Australien sah von oben aus wie ein ledriger alter Elefant oder wie ein Blatt im Herbst.

 

 

 

 

Gegen Ende schaukelte die Maschine ordentlich. Oh, wie ich das hasse. Aber Gott sei Dank ist es nie so schlimm, dass mir schlecht wird, denn in solchen Billigfliegern gibts ja heutzutage nicht mal mehr Kotztüten. 😀

Und nach 3,5 Flug war ich dann in Australien. Ich hatte ein bisschen Angst vor diesen ganzen Einreisebestimmung aber mein elektronisches Visa, was ich vorher online beantragt hatte, klappte ohne Probleme. Und nett waren die da alle am Flughafen. Ich vergleiche das immer gern, wenn man in Berlin oder Frankfurt ankommt. Da möchte ich jedesmal direkt wieder umkehren weil die alle so scheiße unfreundlich sind aber hier, da wird man gefragt ob man einen guten Flug hatte und dann werden Scherzchen gemacht, dass er ja nicht so schlecht gewesen sein kann, weil man schließlich hier ist. Ja, so möchte ich irgendwo empfangen werden.

Im Flugzeug bekommt man so Karten ob man etwas zu deklarieren hat. Lebensmittel, Naturprodukte, Erde an den Schuhen. Alles muss theoretisch angekreuzt werden. Ich kreuzte Erde an meinen Schuhen an und Arzneimittel. Am Flughafen wurde ich dann zu einer Kontrolle geschickt. Eine nette Dame betrachtete kurz meine Schuhsohlen und mein Gepäck wurde nochmal durchleuchtet und schwupp war die Sache erledigt. Also ganz entspannt.

 

Unterkunft

 

Ich wohne im Shiralee Hostel und habe mir dort ganz dekadent ein eigenes Zimmer gebucht. Weil so teuer ist das gar nicht (25 € die Nacht mit Frühstück), wahrscheinlich weils WA (Western Australia) ist und weil totale Nebensaison ist.

Die Unterkunft hatte mir schon vorab Infos geschickt wie ich am besten zu ihnen komme. Alles ganz easy peasy. Flughafenbus für ca. 3€ bis in die Innenstadt und dann noch in einen anderen Bus zum Hostel. Am Busbahnhof muss ich wohl etwas verloren ausgesehen haben, denn sofort kam der Straßenfeger an und fragte in furchtbar unverständlichem Australisch (die nuscheln und knatschen so beim Reden und bei ihm dachte ich, dass das gar kein englisch ist, was der da mit mir spricht) wo ich hin möchte und ließ all sein Straßenfegerzeug fallen um mich selbst zum richtigen Bus zu bringen. Und als der Busfahrer mir dann auch sagte, dass er mich die paar Station für umsonst mitnimmt, war ich völlig baff. Wo bin ich hier gelandet? Ist das das Paradies?! Nette Menschen!

Das Shiralee ist wie ein großes Familienhaus. Und es sind unfassbar viele Leute hier. Jeden Abend staune ich, wie viel Menschen hier wohnen, wenn ich den Gemeinschaftsraum angucke.  Die Hälfte davon sind Deutsche, würde ich sagen.

Ansonsten bin ich sehr positiv überrascht. Mein Zimmer ist einfach aber sauber und die Badezimmer sind richtig hübsch und man kann zwischen Einzelbad und Gemeinschaftsbad wählen.

 

 

 

Das Hostel liegt im nördlichen Perth, wo so ziemlich alle Hostels liegen. Die Gegend ist ein bisschen putzig weil sie auf der einen Seite genau an Chinatown angrenzt und ich mich gleich wieder nach Indonesien zurück versetzt fühlte und zum anderen weiß ich nicht ob man hier im Dunkeln allein so gern rum laufen mag. Das Hostel wird nicht umsonst nen riesen Zaun und 2 vers. Türcodes haben.

 

Die Innenstadt

 

Als erstes fiel mir diese total verrückte Architektur auf, an die ich mich erst mal gewöhnen musste. Englische Kirche neben Hochhaus und kleines verschnörkeltes Häuschen mit Veranda neben einem modernen Kastenbau.

 

 

 

 

Hier wird einfach alles bunt durcheinander gemischt. Einheitlich gibts hier nicht. Ist für mein Auge immer erst ein bisschen schwierig aber eigentlich finde ich es schön weil es unfassbar spannend ist.

Und das erste was einem auffällt wenn man in die Stadt kommt sind die vielen Baustellen. Überall entstehen neue Wohnkomplexe. Jeder will nach Australien und die vielen Leute brauchen auch alle Wohnungen, deshalb gibts an jeder Ecke einen Baukran.

Perth wurde zwar 1829 schon gegründet aber ein Großteil der Gebäude entstand meiner Meinung nach erst in den 80er oder 90er Jahren. Es gibt zwar auch viele alte Gebäude aber alle Wohnhäuser und Wohnkomplexe sind wesentlich neuerem Datums.

 

Swan River

 

Ursprünglich hieß es Black Swan River weil der Namesgeber hier zum ersten Mal schwarze Schwäne gesehen hat und deshalb der Name. Die schwarzen Schwäne gibt es hier heute immer noch.

Der Fluß gleicht in vielen Teile der Stadt eher einem See und zieht sich bis Fremantle durch, wo er dann in den indischen Ozean mündet. Die Grundstücke am Fluß sind extrem begehrt und kosten ein Vermögen. Kein Wunder, denn es ist wirklich schön hier.

Perth hat auch einen kleinen Hafenbereich, wo aber nur ein paar Touristen Fähren oder Rundfahrt Boote ablegen. Man kann wunderbar am Hafen spazieren gehen und die Skyline bestaunen. Eine Dame meinte, dass sich hier in den letzten 2 Jahren sehr viel verändert hat. Und das glaube ich, denn alles sah sehr neu und modern dort aus.

 

 

 

 

King`s Park

 

Es wird gesagt,  dass er der größte Stadtpark der Welt wäre. Der größte Europas liegt in Bukarest, wo ich auch erst war. (könnt ihr hier lesen)

Ich habe nur einen ganz winzigen Teil erlaufen. Für alles andere fehlte mir leider die Zeit.

Ich war nur im Bereich von Besucherzentrum und Weltkriegsdenkmal bis zum Wildblumen Pavillion.

 

 

 

 

 

 

 

Zur Zeit ist, zu meinem Glück, nämlich Wildblumen Saison. Das muss hier in Australien nen ganz großes Ding sein. Es gibt unfassbare viele Touren die sich mit dem Thema “ Wildflowers“ beschäftigen und in Gebiete fahren, wo zur Zeit besonders viele Blumen blühen. Klar, sind blühende Blumen immer was schönes aber bei uns in Deutschland ja doch eher was ganz normales. Für die Australier scheinbar nicht.

 

 

 

 

 

 

Der Park ist auch gleichzeitig ein botanischer Garten mit unfassbar vielen vers. Pflanzen, die alle beschriftet sind. Da gibt es die verrücktesten Bäume und Büschen und Blumen.

 

Natürlich, wie überall, gibt es kostenlose saubere Toiletten und Trinkwasser Brunnen.

Alles ist schön beschriftet und vieles ist mit Aborigines Hintergrund, da versucht wird die Kultur der Ureinwohner mehr in die moderne Zeit zu integrieren und zu transportieren.

Ganz toller Park, mit schönen Ausblicken über die Stadt. Könnte man sich sicher eine Wochen drin aufhalten und es würde nicht langweilig werden.

Der Bus 935 fährt übrigens bis in den Park hinein und das auch noch kostenlos.

 

Fremantle

 

 

Fremantle ist die Hafenstadt von Perth. Alles sieht aus wie in einem niedlichen englischen alten Hafenstädtchen bzw. Strandort wie Weymouth oder Brighton. So eine hübsche Architektur. Man fühlt sich bei Ankunft sofort wohl.

Ich bin übrigens mit dem Zug vom Bahnhof Perth in 25 Minuten für ca. 3,20 € gefahren.

Im Ort wollte ich mir ursprünglich kostenlos ein Rad mieten, was sowohl die Brauerei „Creatures“ am Pier oder die Touristeninformation (mit einer Kaution von 200 Dollar, weil ihnen zu oft die Räder geklaut wurden) anbietet. Allerdings habe ich beim Weg zum Touristenbüro gemerkt wie klein der Ort eigentlich ist und das man auch immer mal irgendwo hoch gehen muss oder zum Strand runter, wo ein Rad unpraktisch gewesen wäre. Wer aber nicht so gut zu Fuß ist, für den ist die Fahrradoption auf jeden Fall etwas, zumal es auch überall schöne breite Fahrradwege gibt.

 

 

 

Im Ort gibt es eigentlich eine Markthalle, die sehr schön sein sollte aber fragt mich nicht was passiert ist aber sie sah sehr verlassen aus.

 

 

Ich glaube aber, dass hier einfach noch keine Saison im Ort war, denn überall wurde gemalert, gehämmert und Ausbesserungsarbeiten bzw. Säuberungen betrieben um sich auf den Touristenansturm im Frühling/Sommer vorzubereiten.

 

Roundhouse

 

Das Roundhouse ist das älteste noch erhaltene öffentliche Gebäude von ganz Australien aus dem Jahre 1830, welches als Gefängnis errichtet wurde, denn Australien war ja mal eine Sträflingskolonie von England und es wurden über 160000 Sträflinge hier her gebracht.

Für einen Goldcoin Beitrag (d.h. 1 oder 2 Dollar, weil das die goldfarbenen Münzen sind) kann die Anlage besichtigt werden, von der noch vers. Zellen erhalten sind.

 

 

Fremantle Prison

 

Gehört zum Unesco Weltkurturerbe und ist die wichtigste kulturelle Städte in Australien. Es galt als das berühmt berüchtigste Gefängnis des British Empires. Von 1855 bis 1991 wurden hier Gefangene untergebracht. Zuletzt war es ein Hochsicherheitsgefängnis für die ganz schlimmen der Schlimmen.

Heute kann man an Führungen teilnehmen oder im YHA Backpackers auch drin übernachten.

 

 

Marine Museum

 

Es gibt auch ein sehr großes Marinemuseum, welches sehr interessant sein soll. Schon von außen sieht es toll aus.

 

 

Cottesloe Beach

 

 

Der kleine Ort ist der bekannteste Strand von Perth, was vor allem an dem hübschen signifikanten Badehaus liegt, was heute leider nur noch eine öffentliche Toilette und ein indisches Restaurant beherbergt.

Und eine Sozialbausiedlung war das dort, kann ich euch sagen. Echt tragisch zu sehen wie manche Menschen leben müssen, so direkt am Strand mit eigenem Pool und kommunalem Golfplatz. Der Anblick machte einen richtig betroffen 😉

 

Ganz schickes Fleckchen Erde. Toller weißer weicher Sand, eine schöne Strandpromenade mit Spielplätzen und Sportmöglichkeiten. Viele Surfer und ordentlich Wellen.

Dazu noch blauer Himmel und mein Glück war perfekt. Mehr braucht man eigentlich nicht im Leben. Sonne, Meer, Wellen…

 

 

 

Ich habe mich dann erst mal eine Stunde auf die Aussichtsstelle gesetzt und mir die Surfer angeguckt und gesnackt. Gibt schlechtere Orte sein Mittagessen einzunehmen.

 

Heirisson Island

 

 

Mir wurde gesagt dort gibt es 26 frei lebende Kängurus, mitten in der Stadt auf einer kleinen Insel. Klar, dass ich mich dort hin auf den Weg machte. Das Ganze ist zum Glück kostenlos.

Einfach nur eine hübsche kleine Insel mit der Hochhaus Skyline im Hintergrund. Wirklich schön.

 

 

 

 

 

 

Was nicht so schön war – ich „verschwendete“ 2,5 h meines Lebens damit die Insel auf den Kopf zu stellen auf der Suche nach Kängus. Es gab keine!

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie frustriert ich war. Ich bin bei sowas ja auch super eisern. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann wird das durchgezogen, koste es was es wolle.

Und deshalb habe ich die Insel tatsächlich ganze 2 mal umrundet und bin dann noch kreuz und quer gelaufen und jetzt lacht nicht, aber ich bin echt in jedes Gebüsch rein gelaufen um zu gucken ob die kleinen dort rum lungern.

Weil das Wetter so wechselhaft schlecht war, dachte ich mir, was würde ich machen – Couch, Pizza und Netflix vermutlich und deshalb hätte ich sie irgendwo im Gebüsch vorm Kängu Fernseher erwartet aber NEIN. Keine am Start und jeder andere Mensch den ich dort getroffen habe (sehr wenig) hatte auch keine gesehen.

Fazit also: Es gab zur Zeit keine. Vielleicht haben die die in ein Winterquartier umgesetzt oder die haben geheime Tunnel oder die Kängus wohnen eigentlich in einem schicken Eigenheim am Fluss und hatten bei dem Wetter einfach kein Bock ihre Bude zu verlassen und ihrem Fotomodel Job auf der Insel nachzugehen 😀

 

Wildlife

 

Mal angesehen von dem Kängu Debakel gibt es trotzdem so so so viel Wildlife hier, was mich bei jeder Begegnung einfach nur Staunen lässt.

Neben meinen Hostel ist ein kleiner Park und da wohnen die hier. Solche hatte ich vorher nur im Zoo gesehen und hier stehen sie neben der Bushaltestelle.

Auf den Bäumen sitzen Papageien und pfeiffen herunter.

 

 

Im Park saß der lachende Hans und lachte sogar. Hier in Australien heißen sie Kookaburra und niemand schert sich um sie, denn sie gehören hier zum Alltag und dann komme ich und mache große Augen und schieße 1000 Fotos, was die Aussies gar nicht verstehen können.

 

 

 

 

 

Mich begeistert diese Artenvielfalt einfach enorm. Die völlig einzigartige Tierwelt.

Über meine Begegnung mit Delfinen, Quokkas und Rosakakadus könnte ihr hier alles lesen.

 

Streetart

 

Es gibt hier so so viel Kunst in der Stadt. Wahnsinn. Allein wenn ich nur die 10 Minuten vom Hostel bis in die Stadt laufe, habe ich schon 8 großartige Graffitis an der Wand. Dazu komme noch diverse Kunst- und Lichtinstallationen und Skulpturen. Hier kann man überall etwas entdecken. Heute habe ich bei meiner Busfahrt vor einer Mädchenschule 2 riesige rosa Plastikhasen sitzen sehen, also so groß wie das Schulgebäude riesig. Echt beeindruckend, was hier Kunstmäßig abgeht.

 

 

 

 

Wetter

 

Die sonnigste Stadt Australiens. Sonniger als Kalifornien haben sie gesagt, ja Scheiße ist – Aprilwetter ist! Das hier ist das anstrengenste Wetter was ich je mitmachen musste und ich bin froh, wenn es bald vorbei ist. 10 Minuten Sonne und warm und 10 Minuten extrem Regen und kalt. Ich weiß nicht mehr wie viele Lagen ich noch an und ausziehen soll.

Aber wir wollen mal nicht ganz so arg meckern, denn wenigstens gibt es ja immer mal kurze sonnige Phasen, könnte ja auch die ganze Zeit regnen.

 

Food

 

Nun ja, die fetten Jahre sind vorbei, was tolles veganes Essen angeht. Kann und will ich mir hier nicht leisten und deshalb ist der Supermarkt oder 7 – eleven mein bester Freund und wenn ich mal ganz fancy sein will, dann hole ich mir sogar mal einen Falafel Dürüm aber ansonsten Asianudeln und belegte Brote. Ich verhungere nicht aber die hohe Kunst des Genusses ist es auch nicht.

Viele in meinem Hostel kochen sogar richtig fancy aber die meisten wohnen auch richtig hier und sind schon seit Wochen wegen einem Job in der Stadt.

Da ich hier ja aber nur Urlaub mache, muss ich nicht noch groß mit kochen anfangen.

 

 

Shops

 

Von Chinatownläden über Highend, wie Prada und Co bis zu Alternativshops und Billigmärkten ist in Perth alles vorhanden. Ich mag das, denn da kann man sich aussuchen ob man nun einen Pullover für umgerechnet 5 € kauft oder für 5000 €. Ich habe mir natürlich den für 5 € gekauft weil ich hier so friere 😀

Aber generell ein sehr cooler Vibe. In den Einkaufsstraßen eher so ganz normale Läden wie H&M oder Cotton on (sowas wie Stradivarius, Pull& Bear und Co). Ein Stück daneben die großen Marken und ringsherum lauter kleine Shops, die teilweise super niedlich und stylish und chic aussehen oder eben auch ein abgerockter Merchandise oder Second Hand Shop sind.

Alles ist hier möglich und das ist toll!

 

 

 

Gefühle

 

Das ist so unreal hier zu sein. So viele Leute träumen davon nach Australien zu fliegen und planen alles ewig oder machen es nie und ich bin quasi fast völlig spontan hier gelandet und kann mein Glück kaum fassen.

Ganz oft ist der Moment, wo ich eine verrückte Pflanze sehe oder ein Tier, was ich sonst nur aus dem Zoo kenne und dann fällt mir wieder ein – scheiße, du bist gerade echt in Australien. Und dann kommen mir jedesmal die Tränen und ich kann nicht aufhören zu grinsen. Kann man vor Glück platzen? Ich bin gerade dabei es heraus zu finden.

 

Menschen

 

Vielleicht liegt es auch nur an meinem multikulturellen Viertel aber so generell habe ich das Gefühl als wenn Perth sehr bunt gemischt wäre was die Menschen angeht.

Aber so der Vorzeigeaustralier ist meist sehr attraktiv. Viele legen wert auf ihr aussehen und machen viel Sport und kleiden sich schick. Oder andere (Männer) sehen halt einfach von Natur aus gut aus. Einige der Bauarbeiter hier könnten auch als Model für Hollister durchgehen.

Und nett sind sie. So nett wie meine geliebten Kanadier. Sie sagen dem Busfahrer beim Aussteigen auch Dankeschön. Wünschen immer und überall einen schönen Tag und sind auch sonst extrem freundlich und hilfsbereit (ich denke ja, dass das an der vielen Sonne und am Meer liegt. Da kann man doch gar kein Miesepeter sein. Mich würden hier mal so Depressionsstatistiken interessieren. Ich glaube ja, dass man hier gar nicht depressiv werden kann)

Das einzige was mir ja sowas aufn Sack geht ist diese ständige völlig oberflächliche „How are you“ Frage. Weil da sagt dann keiner – mir gehts total mies. Nee man sagt dann „fine. How are you?“ Da kann man sich den ganze Spaß doch gleich sparen.

Und Small Talk mögen sie. Daran muss ich mich erst mal gewöhnen, denn tendenziell spreche ich auf Reisen nahezu gar nicht (wenn man sich nicht gerade mit jemandem anfreundet) aber hier wird man ja selbst an der Kasse mit Small Talk „belästigt“

 

Positives

 

Wenn man aus dem mega vermüllten und dreckigen Indonesien kommt, dann fällt einem noch mehr positiv auf wie extrem sauber hier alles ist. Unfassbar sauber. Kein Müll, keine vollgekritzelten Wände (wir reden hier nicht von schönem Graffiti) und alles in tadellosem vorzeigbarem Zustand. Extrem viele Mülleimer. Kostenfreie Trinkwasserspender überall. Preiswerte öffentliche Verkehrsmittel. Im Innenstadtbereich sogar komplett kostenlose Busse. Und kostenlose Toiletten, die dazu auch noch sehr sauber sind.

Da frage ich mich immer wieder – warum geht das hier? Warum geht das in Deutschland nicht?

 

 

 

Schattenseiten

 

Auch in Australien ist allerdings nicht alles Gold was glänzt. Genau wie in Kanada gibt es ordentlich viele Obdachlose und auch so richtige Assie. Kleine Anekdote dazu: Ich laufe gerade durch Fremantle und höre plötzlich Gebrüll, als ich zur Seite gucke steht da ein dicker Oberkörperfreier Mann, der seine Hose halb runter gezogen hat, sodass sein Dödel das Tageslicht erblickt und schreit einen anderen Mann an. Dann rennt er auf diesen zu und springt ihn quasi nackt an. Eine ältere Dame lief an mir vorbei und meinte nur: “ ein ganz normaler Tag im beschaulichen Fremantle“.

 

Fazit

 

Perth ist extrem Facettenreich und auch wenn ich kein wirklich perfektes Wetter hier hatte, so hat es mir doch so gut gefallen, dass ich sicher noch mal zurück kommen werde. Es gibt einfach so viel anzugucken. Kunst. Parks. Wildlife. Die Vororte. Das Meer. Geschäfte. Die Möglichkeiten sind unendlich.

 

 



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