Quokka Treffen auf Rotto (Rottnest Island Australien)

Quokka Treffen auf Rotto (Rottnest Island Australien)

 

Ich bin in Australia….*wuhu* Wie es dazu kam, lest ihr im nächsten Blogpost.

Ich hatte also ein paar Tage in Perth gebucht und nach kurzer Recherche merkte ich, dass Rottnest Island vor Perth liegt – die Quokka Insel. Da war natürlich klar, dass ich dort hin muss.

 

Hardfacts

 

Man sollte sein Ticket schon im voraus buchen. In der Off Season, kann man das auch nur einen Tag vorher machen so wie ich aber in der Hauptsaison sicher eine Woche eher. Online gibt es einige Anbieter. Ich fand einen wo das Ticket ab Perth 133 $ kosten sollte. Nicht günstig aber halt notwendig, wenn man dort hin will. Beim Gang durch Perth’s Straßen fand ich dann aber die Peter Pan Reiseagentur und Jungs mit dem Namen müssen einfach ne gute Agentur sein 😉 Jedenfalls hatte die das gleiche Angebot (inkl. Schnorcheln – leider momentan zu kalt) und Fahrrad für nur 100 $. Ich also dort rein und bei dem netten jungen Mann die Tour gebucht.

 

Anreise

 

Der Rottnest Express fährt am Barrack Street Pier 4 um 8:45 los. Man sollte schon 8:15 da sein. Ich war kurz nach 8 da um mir den besten Platz zu sichern und der sollte sich noch bezahlt machen.

Das Wetter war anfangs richtig grau und ich richtig traurig.

Ich war schockiert wie voll das Speedboot trotz Off Season wurde. Unten waren ein paar Plätze besetzt und oben war alles voll.

 

 

 

Es gab auch einen Guide der uns alles mögliche erklärte. Gerade als er uns erzählte, dass es im Swan River 26 Delfine gibt, schoss etwas neben uns in die Höhe u ich dachte ich steh im Wald. Sprangen da doch ernsthaft 2 Delfine hinter den Wellen des Bootes her. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Und war, wie immer in solchen Situationen, zu Tränen gerührt.

 

 

 

 

Als wir Richtung Fremantle kamen, kam dann auch mal die Sonne zum Vorschein und der Guide versprach uns einen wunderschönen Tag auf Rotto. Und es würde ja sehr selten dort regnen und immer die Sonne scheinen. jaja *räusper*

So ein Haus am Fluss kann im Normalfall für lächerliche 3-4 Millionen Dollar erworben werden. Es gibt aber auch Sonderexemplare, wie dieses, welches für satte 85 Millionen Dollar auf dem Markt war und somit das teuerste Anwesen in Australien.

 

 

 

Stellenweise erinnerten mich die Buchten ein bisschen an Mallorca. So schön hier.

 

 

 

Dann fuhren wir an den Fremantle Pelikanen vorbei und danach raus aufs Meer. Heidewitzka, was ne wilde Fahrt. Zeit für den Reisekaugummi.

 

 

 

 

 

Also wenn ich nicht den Kaugummi genommen hätte, dann hätte ich alles voll gekübelt aber so habe ich nur fröhlich gejuchzt, wenn das Boot über die Wellen hüpfte.

Also wer auch nur ein Minimum an Reisekrankheit hat – ihr braucht ne Tablette oder nen Kaugummi. Es ist heftig.

 

 

 

Nach 1,5 h waren wir dann endlich da und ich bekam mein Rad und einen Helm in die Hand gedrückt. (200 Dollar kostet es ohne Helm zu fahren)

 

Radtour auf der Südseite

 

Ich habe als erstes mit der 10 Kilometer Radtour angefangen und es war echt nicht schön. Das Wetter war beschi**en. So richtiges April Wetter. 5 Minuten Sonne, dann war’s warm. Dann wieder 10 Minuten Regen und wieder die Jacke an. Dazu noch üblester Wind und die Strecke die ganze Zeit Berg hoch und Berg runter. Ich war völligst bedient.

 

 

 

Und dann wurde mir gesagt, die Quokkas sind überall. 12000 auf der Insel. Nachdem ich nach einer halben Stunde radeln immer noch keine gesehen hatte, habe ich die Quokkas (vorläufig) als „modern myth“ abgetan.

Die Insel ist größer als man denkt 22 Fahrrad Kilometer aber dann kommen ja auch noch die Strecken zu den Buchten usw. dazu, die man laufen muss.

 

 

Nach 2 h war ich völlig fertig und mega schlecht gelaunt. Ich war auf der hügligen schlecht Wetter Seite der Insel und keine Quokkas in Sicht und auch sonst war hier nichts außer Touris auf Rädern und ab und an mal ein Bus mit Touris (die Insel ist sonst autofrei)

 

Versteht mich nicht falsch, die Landschaft ist der Wahnsinn und im richtigen Frühling oder Sommer oder wenn das Wetter besser ist, sicher wunderschön.

 

 

 

Aber bei Regen und grau, die meiste Zeit, sieht halt nun mal nichts so richtig schön aus. (Ich will hier aber schöne Bilder zeigen also gibts so wenig schlecht Wetter Bilder wie möglich zu sehen)

Im Sommer kann man in den ganzen verschiedenen Buchten schnorcheln gehen. Es gibt dort im Wasser auch alte Schiffswracks. Sehr spannend.

 

 

 

 

Als dann mal kurz die Sonne schien wollte ich am Wasser ein Foto von mir machen. Es kam eine Welle und schwappte in meinen Schuh. Von da an fuhr ich ohne Socke (weil zu nass) in meinen nassen sandigen Wanderschuhen mit dem Rad.

 

 

 

Der Tag wollte einfach nicht so richtig rund laufen und vielleicht hatte ich mein Glück mit der Delfin Sichtung schon aufgebraucht…

 

 

 

 

Radtour auf der Nordseite

 

Erst als ich mich dann endlich auf dem Weg zur anderen Seite der Insel befand, wo auch der Hafen ist, wurde meine Laune besser weil es nicht mehr so arg hügelig und kalt (16 Grad) war und ab und an die Sonne raus kam.

 

 

 

Es ging an ein paar Seen vorbei, die im Sommer pink sind auf Grund einer speziellen Alge. Zur Zeit waren sie mehr so bräunlich.

Und irgendwie war ich komplett allein auf dieser Straße. Auf einmal huschte vor mir etwas kleines in die Büsche und ich erkannte ein kleinen Quokka Schwänzchen aber von zutraulich und an Menschen gewöhnt, war hier im Busch nichts zu spüren. Sie rannten vor mir weg und ich konnte kein Foto machen.

Dann war ich endlich auf der lieblicheren Inselseite und machte Stopp an einer schönen Bucht, wo sogar mal die Sonne raus kam.

 

 

 

Danach war ich auf der Suche nach dem 2. Leuchtturm, nachdem sich der erste meist nur von seiner schattigen Seite gezeigt hatte.

Es gibt so ein Bild von der karibisch blauen Bucht mit dem leuchtend weißen Leuchtturm. Das wollte ich auch. Allerdings regnete es mal wieder. Außerdem war es verdammt schwer den Leuchtturm überhaupt zu finden, da am eigentlichen Zugang gerade gebaut wurde.

Nach einigen Minuten laufen, fand ich ihn dann endlich. Und wie zu erwarten war, leuchtete nichts im Sonnenlicht.

Ich ging erst mal zum Aussichtspunkt auf den Klippen, setzte mich hin und machte mir ein Zeitlimit von 30 Minuten. So lange würde ich hier sitzen und auf die Sonne warten (bei sowas bin ich hartnäckig). Zwischendrin dann mal wieder ein ordentlicher Schauer aber ich harrte aus. Inzwischen hatte ich mich schon mit den Möwen angefreundet, die dann immer mal für ein Bild posierten.

 

 

Auch nach einer halben Stunde warten, war es nur ein klitzekleines bisschen freundlicher geworden. Aber immerhin.

 

 

 

Danach machte ich mich dann auf die wichtigste Suche. Die Suche nach:

 

Quokkas

 

Auf dem Weg zum Leuchtturm hatte ich Glück und sah ein Quokka Mädchen unter einem Busch sitzen. Sie rührte sich erst nicht aber dann öffnete sich plötzlich ihr Bauch und ich konnte mein Glück kaum fassen als mich ein verschlafenes Quokka Baby ansah.

Ich muss wohl nicht erwähnen, dass mein Herz in diesem Moment vor Liebe und Süßigkeit explodiert ist. Zucker!

 

 

Quokkas gibt es auf der ganzen Welt nur auf dieser Insel. Da fragt man sich doch wie die da hin gekommen sind.

Als ich wieder Richtung Siedlung kam, wimmelte es auf einmal von den süßen kleinen Beutelratten.

Ich war vom Schiff aus gleich in die Häuserlose Gegend gestartet und hatte deshalb keine gesehen, denn die sind ja auch nicht dumm und halten sich lieber dort auf wo es Essen gibt.

 

Sie hat auch ein Baby im Beutel. Habe ich erst gesehen als ich die Fotos angesehen habe.

 

 

Die Quokkas hier sind nervige Menschen mit Kameras gewöhnt und stürzten sich auf mich um zu gucken ob ich etwas zu naschen dabei habe (niemals Menschenkram füttern!!!). Ein wenig später fand ich einen Baum, deren Blätter / Nadeln (was war das eigentlich?!)  die Kleinen super gern mochten. Schon fast exzessiv gern mochten.

 

 

 

 

Wie sie mich dann immer anguckten als sie aufgegessen hatten und ein neues wollten.So muss sich Mutterliebe anfühlen. Ich war einfach nur verzückt und glücklich.

 

 

 

 

Dieses Quokka Lächeln raubt einem den Verstand. Man kann einfach nur mitlächeln wenn ein Quokka einen so lieb anlacht. Die sehen so verdammt glücklich aus. Im nächsten Leben will ich ein Quokka werden. Ein absolutes „once in a lifetime“ – Erlebnis, womit sich der Australienurlaub schon zu 100% gelohnt hat.

 

 

 

 

Wildlife

 

Außer Quokkas gab es noch einiges an anderen Getier allerdings nur Vögel oder Reptilien, keine Säugetiere.

Auf der südlichen Seite gab es ein Nest mit Ospreys – Fischadler. Sieht man ja auch nicht aller Tage.

 

 

Und zu meiner großen Überraschung gab es in einer der Feriensiedlungen frei lebende Rosakakadus. Total irre. Ich wusste zwar, dass es die in OZ (geläufige Abkürzung für Australien, die ich so cool finde weil der Zauberer von OZ mein Lieblingsfilm als Kind war und nun bin ich in OZ :-D) gibt aber das ich die auch so schnell schon sehen werde, hätte ich nicht erwartet. Jackpot!

 

 

Rückfahrt

 

16:30 ging es wieder zurück. Ich hatte mich zur Rückfahrt gleich ganz nach vorn aufs Boot gesetzte, für den besseren Ausblick allerdings fing es während der Fahrt so an zu regnen, dass ich pitschnass wurde und meinen erste Reihe Platz verlassen musste.

 

 

 

Zum krönenden Abschluss des Tages wollte sich auch das Wetter noch mal versöhnlich zeigen und bescherte uns einen schönen Sonnenuntergang.

 

 

 

Fazit

 

Die Tour ist nicht ganz günstig und im Winter bzw. bei schlechtem Wetter vielleicht nicht so die beste Idee.
ABER die Landschaft ist wunderschön und sind wir mal ehrlich, jeder will dort nur wegen der Quokkas hin. Und das lohnt sich zu 1000%, denn diese liebenswürdigen, groß Äugigen, friedvollen Geschöpfe, die einem das Herz aufgehen lassen, gibt es nur hier.

 

 

 



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