Roadtrip Toskana: Lucca

Roadtrip Toskana: Lucca

23.5. – 30.5.2018

Letzte Station unserer Toskana Rundreise bevor es leider wieder nach Hause geht um Energie für größeres zu sammeln 😉

Der Lonely Planet kündigte groß an, dass jeder der in die Geburtsstadt von Puccini kommt, sich Hals über Kopf in diese Stadt verlieben würde und jaaaaaa das kann ich zu 100% bestätigen.

 

Parken:

Lucca ist ebenso wie Siena autofrei und diesmal, bis auf ein bisschen Lieferverkehr sogar wirklich autofrei. Das Parken gestaltete sich hier allerdings nicht ganz so schwierig. Ringsum die Stadtmauer  gibt es Parkplätze mit Parkautomaten wenn man nur ein paar Stunden in der Stadt bleiben will. Da wir aber über Nacht bleiben wollten, erfragten wir in unserer Unterkunft einen kostenfreien Parkplatz der fußläufig zu erreichen war. Piazzale Don Franco Baroni ist eure Anlaufstelle wenn ihr in Lucca kostenlos parken wollt. Unweit vom Stadttor Porta S. Maria. Bei 31°C seinen Koffer ne viertel Stunde bis in die Innenstadt zu rollern macht jetzt vielleicht nicht ganz so viel Spaß aber immer besser als 35€ für ein Parkhaus zu zahlen wie in Siena.

 

 

Unterkunft:

Die letzte Unterkunft war eindeutig die schönste und am besten gelegene. Das B&B Anfiteratro liegt, man mag es kaum glauben am Anfiteatro 😉 und genau an der Haupteinkaufsstraße. Klingt jetzt erst mal laut, ist es aber gar nicht, denn Lucca ist eine kleine Stadt und das B&B liegt im oberen Stock eines alten Stadthauses. Es war im Vergleich zu unseren anderen Stadtunterkünften fast schon leise (wenn nicht die nächtlichen Eis ess und reden unter Alkoholeinfluss Sessions der Italiener wären). Das B&B ist wunderschön und modern eingerichtet. Tolles modernes Bad. Wahnsinnig schöner Gemeinschaftsraum mit kleiner Küche. Frühstück gibt es auch, in einem nahe gelegenen Restaurant. Das ist auch sehr stylish eingerichtet und das Frühstück ist halt typisch italienisch süß. Das Ganze ist echt ein cooles Konzept wo sich ein paar junge Leute zusammen getan haben und in Wohnungen der alten Stadthäuser bezahlbare und stylishe Appartements eingerichtet haben. Absolute Weiterempfehlung. Das einzige was man bedenken muss ist das hohe Treppenhaus ohne Fahrstuhl wo man seinen Koffer hoch juchteln muss (deshalb travel lite!)

 

 

Anfiteatro:

Ist ein großer Platz der früher mal ein Amphitheater war. Heute stehen dort Restaurant an Restaurant und als wir dort waren auch ein paar tolle Kunstwerke (in der ganzen Stadt ist eine Ausstellung eines Künstlers der sehr runde weibliche Figuren designt. Ich hab keine Ahnung von Kunst aber gefiel mir echt gut. Ich weiß aber nicht wie lange die Ausstellung sein wird). Die alten Reste des Amphiteaters kann man an den Außenwänden und an den alten römischen Steinen noch erahnen. Wir hatten das Glück, dass am nächsten Tag ein Chor Festival in der Stadt war und 2 japanische Chöre ein bisschen die Werbetrommel dort rührten und bei wahnsinnig schöner Akustik für uns sangen.

 

 

Altstadt:

Es gibt so viel zu entdecken in den kleinen Gassen der Altstadt. Unzählige Türme und Kirchen und alte Häuser und Denkmäler. Einen botanischen Garten. Mehrere alte Villen mit tollen Gärten die man besichtigen kann. Hübsche Geschäfte. Lasst euch einfach treiben. Man kann sich richtig verlaufen und sollte schon ein paar Stunden einplanen um das volle Lucca Gefühl zu bekommen.

 

 

 

Stadtmauer:

Die alte Stadtmauer rund um den Innenstadt Kern ist noch komplett erhalten und jetzt kommt das beste – komplett begeh- und befahrbar (für Fahrräder, Skateboards, Inlineskates). Mit Spielplätzen und Picknickbänken. Die komplette Runde sind 4 Kilometer in denen man tolle Aussichten auf die Stadt hat und viel entdecken kann. Abends wird die Stadtmauer zum Fitness Parcours und man kann mit einem Stückchen Pizza in der Hand und einem Glas Wein in der anderen fremden (zumeist attraktiven) Menschen beim sich quälen zugucken. Besser als Netflix. 😀

Torre Guinigi:

DAS Must see, meiner Meinung nach. Ein Aussichtsturm auf dem Bäume wachsen. Habt ihr sowas schon mal gesehen? Also ich nicht. Der 44 Meter hohe Turm kostet 4 € Eintritt und der Aufstieg war für mich Höhenangstler nicht ganz ohne, denn es gibt erst ein entspanntes Steintreppenhaus, was aber schnell zu einem Metaltreppenhaus wird wo man zwischen die Stufen und in der Mitte runter gucken kann. Mein persönlicher Horror aber was tut man nicht alles für eine schöne Aussicht. Und die hat man von oben wirklich. So schön. Man sieht wie Lucca in einem Tal zwischen den Bergen liegt. Innerhalb der Stadtmauern die kleinen Gässchen, Dachgärten, andere Türme und außerhalb die Paläste, Villen und Schlösschen an den Berghängen. (man könnte sicher nur eine Woche in Lucca bleiben um sich die schöne Architektur ringsherum noch anzugucken). Auf dem Turm dann 9 Eichen. Warum, wieso, weshalb weiß ich nicht aber besonders und schön ist es allemal.

 

  

 

Food:

Was ich an Italien am meisten vermissen werde – das Essen! (edit: ich hab 2 Kilo zugenommen)

Ich hab mich dann auch endlich mal an Cecina (oder auch Farinata genannt) gewagt, eine Art Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl, Gewürzen und Wasser. Also etwas ganz einfaches aber in Verbindung mit einem Salat, Mozzarella und Parmesan, der Food Himmel auf Erden. Muss man mal probiert haben!

 

Fazit:

Fahrt nach Lucca! Ich hatte die Stadt vorher gar nicht auf dem Schirm und wäre freiwillig nicht dort hin gefahren aber ich bin so froh, dass es sich ergeben hat. Für mich die schönste der größeren Städte in der Toskana. So gemütlich und niedlich und trotzdem so viel zu entdecken. Must See!

 

Abreise:

So oft laufen die Dinge auf Reisen für mich so gut, dass ich es nicht glauben kann. Ich habe so oft Glück in den vers. Gelegenheiten und so auch diesmal. Den ganzen Urlaub war okayes bis sehr gutes Wetter.  Wir fahren von Lucca nach Pisa zum Flughafen und es fängt in Strömen an zu regnen und zu gewittern. Wir kommen am Interrail Parkplatz an und es hört kurz auf, so lange bis wir trocken im Flughafen sind bevor das nächste heftige Gewitter heran rollt. Unser Flug hatte dann über eine Stunde Verspätung wegen dem Gewitter, worüber ich im Nachhinein auch sehr froh war, da über dem kompletten Luftraum Italien, Österreich, Deutschland heftige Sommergewitter runter gingen und es ganz grausam in der Luft gewesen sein muss. Die Passagiere unserer Maschine die gerade aus Berlin gekommen waren und im Gewitter geflogen waren, durften 30 Minuten nicht aussteigen da keinerlei Aktivitäten auf dem Rollfeld statt finden durfte. Als wir dann endlich ins Flugzeug einsteigen durften roch es nach Erbrochenem und jeder Menge Angstschweiß. Auch nicht gerade schön aber immer noch besser es nur riechen zu müssen anstatt es zu erleben. Unser Flug hingegegen war dann mega entspannt und sonnig. Deshalb auch hier wieder ein großes Dankeschön an mein Karma, Schicksal, Schutzengel oder was auch immer, dass ich auch auf dieser Reise wieder mit so viel Glück gesegnet war.

 

 



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