Roadtrip Toskana: Pisa

Roadtrip Toskana: Pisa

23.5.-30.5.2018

„Es geht schon wieder los!“ – Der nächste Urlaub ist endlich gestartet und ich freue mich wie ein kleines Kind auf unseren Roadtrip durch die auf Instagram angeschmachtete Toskana.

Anreise:

Wir haben einen Schnapperflug ab Berlin Schönefeld nach Pisa mit EasyJet für grandiose 160€ hin und zurück mit Gepäckstück für 3 Personen bekommen. Dank des im Dornröschen Schlaf liegenden BER gab es sogar einen Parkhaus Parkplatz mit Shuttle zum Schönefeld Airport für gediegene 39€. Ich kann jetzt jedenfalls behaupten wenigstens schon mal das BER Parkhaus und den Aufzug genutzt zu haben. Optisch macht das Ding auch echt was her, ja wenn, wenn nur ein bisschen mehr Flugbetrieb dort herrschen würde 😉

Einchecken und Sicherheitskontrolle lief mal mega entspannt und das Personal war richtig gut drauf. Hat man ja auch selten. In Berlin, 13:30 Uhr sommerliche sonnige 25 Grad. 2 h und einen sehr holprigen angstschweiß nasse Hände Flug später, nur noch 21 Grad und leicht bewölkt aber wir wollen ja mal nicht kleinlich werden.

 

 

Wir hatten schon online vorab über Interrent einen Mietwagen mit Vollkasko gebucht. Gibt es sonst in Italien bei keinem anderen Anbieter aber 350€ die Woche für den Kleinwagen (Renault Clio) sind doch völlig ok wenn man bei allen anderen Anbietern einen Eigenanteil von 1400€ hat und somit für jeden kleinen Kratzer selbst blechen muss. Und Kratzer bekommt man bei der italienischen Fahrweise sicher jeden Tag. Von daher denke ich, dass wir alles richtig gemacht haben.

Unterkunft:

Die Pension Da Guendalina liegt 10 Laufminuten vom schiefen Turm entfernt in einem schicken alten italienischem Stadthaus. Geparkt wird im Garten. Wir wurden nett vom Vater der Vermieterin empfangen und durch die Ferienwohnung geführt. Nett alt eingerichtet, sogar mit einer Küche und einer kleinen Terrasse. Schlagendes Argument für uns war aber die Nähe zu den Sehenswürdigkeiten, da wir nur eine Nacht hier sind und somit sehr wenig Zeit haben.

 

Sehenswürdigkeiten:

Piazza dei Miracoli mit dem schiefen Turm und dem Dom:

Kennt ihr dieses extrem merkwürdige Gefühl wenn man dann endlich vor der Sehenswürdigkeit steht die man schon 100erte Male bei Instagram und Co bestaunt hat?! In Canada kamen mir in den Momenten vor Rührung ja immer mal die Tränen. In Pisa konnte bei dem Massentourismus keine Rührseeligkeit aufkommen aber irgendwie fühlte es sich alles so unwirklich an. Als wenn ich in einem Instagram Bild stehe, es aber gar nicht verarbeiten kann, dass ich auch wirklich grad da bin. So richtig. Ganz komisches Gefühl. Nur gut, dass ich so viele Fotos gemacht habe, da kann man dann hinterher besser verarbeiten, dass man wirklich da war.

 

 

Mein persönliches Highlight. Die Menschen die sich alle in den merkwürdigsten Positionen mit dem Turm fotografieren lassen. Die einen umarmten, die anderen leckten ab, die nächsten drückten. So lustig!

 

Zum Turm – das Ding ist schief. Mehr als ich irgendwie dachte aber schick sah er aus, wie er da so im Abendlicht stand in seiner weißen Pracht. Einmal hoch hätte 18€ und sehr viel Anstehen und Aufwand gekostet, denn es dürfen immer nur 34 Leute auf den Turm, die dann da oben 30 Minuten Zeit haben und vorher alle Taschen und Jacken usw. abgeben müssen. Wollten wir eh nicht machen.

 

Der perfekte grüne Rasen, die schneeweißen Gebäude, der blaue Himmel, das Abendlicht. PERFEKTION!


Geschichtlich bin ich ja immer nicht so interessiert, deshalb kann ich da nichts weiter zu sagen. Ich bin eher so der visuelle Mensch und visuell gibt es am Miracoli Platz viel zu holen. Meine Kamera glühte.

Wunderschön ist auch der gefallene Engel, wie er da auf dem perfekten Rasen liegt und dahinter die Zypressen und Pinienbäume. Ein toskanisches Stillleben. Wunderschön!

 

Ich verstehe schon warum Heerscharen jeden Tag mit Kreuzfahrtschiffen und Bussen hier her buxiert werden. Es ist halt einfach ein Must-See!

Stadtmauer:

Hätten wir eigentlich auch gern gemacht. Die einige km lange Stadtmauer abgelaufen mit tollen Aussichten auf den Dom, Turm und Altstadtkern. Leider waren wir erst halb 7 da und um 7 wurde geschlossen. Das lohnte für 3€ Eintritt leider nicht mehr aber sonst sicher sehr ansehenswert.

Arno:

Stattdessen ging es für uns an den Arno. Der breite Fluss kommt direkt aus den Bergen und hat die Farbe von Baby Durchfall wenn es zuvor geregnet hat und das hatte es die letzten Tage nicht zu knapp und so schwappte die braune Brühe an uns vorbei samt Stöckchen und Gesteinsbrocken Richtung Meer. An den Seiten uralte Stadtpaläste. Riesengroß und vornehm mit einer kleinen Prise „shabby chic“. Hier mal ein Turm, da eine kleine schneeweiße reich verzierte Kapelle oder ein blauer Palast. Ein Spaziergang zwischen den vers. Altstadtbrücken lohnt.

 

 

 

Altstadt:

Die Altstadt ist authentisch italienisch. Wuseliges geschäftiges Chaos. Süße kleine Läden von Pfeiffenbedarf bis Gucci. Alles nicht so gestylt wie in Florenz aber irgendwie mit Charme. Ein schöner Platz, Eisläden oder monumentale Kirchen.

 


Botanischer Garten:

Mitten in der Altstadt gibt es einen botanischen Garten (4€). Diesen haben wir uns gleich morgens an unserem 2. Tag angesehen. Viele Schulklassen die dort Unterricht hatten (ein kleiner italienischer Junge hat mir zu gewunken. Zucker) Wunderschön dort! Eine richtige Oase mit verrückten alten Bäumen, meterhohem Bambus, kleinen Teichen, Gewächshäusern und einem Museum welches äußerlich mit Muscheln verziert ist. 

 

 

Food:

OMG! Ich glaube ich habe noch nie so gut und preiswert richtig italienisch gegessen. Da wir sehr negative Food Erfahrungen damals in Rom gemacht hatten, hatte ich schon via Tripadvisor ein paar Restaurants in der Nähe zur Unterkunft heraus gesucht. Einfache landestypische Pizzarias. Wir haben uns für die Pizzaria da Nero entschieden. Sah von außen sehr unscheinbar aus und eine Horde Italier die zum Fussballspiel ins angrenzende Stadion wollten, plünderten gerade den Straßenverkauf. Wenn die Tripadvisor Bewertungen nicht so gut gewesen wären, wären wir dort wohl sonst eher nicht gelandet aber zum Glück sind wir rein denn es war der Foodhimmel. Eine kleine feine Speisekarte mit Pizza, Foccacia, Wein und kleinen Snacks zu guten Preisen. Wir wollten Pizza. Ich entschied mich für eine ganz schlichte Variante mit Tomaten, Oregano und Büffelmozzarella. Lecker! Die nette Kellnerin fragte uns dann nach einem Nachtisch und erzählte uns was es alles gab, da wir fast nichts kannten von dem was in der Karte stand. Wir entschieden uns für Pana Cotta, einen Kuchen aus Schoko, Pinienkernen und Orangen und eine Art halbgefrorenes Sahneeis mit Schokosplittern, Kuchenresten und jeder Menge Rum. Foodporn hoch 10. Einfach nur unfassbar lecker und das für 40 € mit Getränken, Wein, Pizza und Nachtisch.

 

Fazit:

An sich sieht man von Pisa ja immer nur den Turm und den Platz ringsherum aber wenn man mal ein bisschen weiter hereinschnuppert Richtung Arno, dann sieht man eine typisch italienisch wirkende Stadt, die neben all dem Massentourismus auch sehr viele gemütliche Ecken zum Verweilen hat. Wir wären gerne noch länger geblieben aber der Rest der Toskana will ja auch erobert werden.

 



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