Tschüssi 2017

Tschüssi 2017

Jahresrückblicke – puhhh, damit wird man im Dezember immer völlig überschüttet, deshalb war ich so clever und hab meinen auf den Januar gelegt :-p Spaß! Jahresrückblicke im TV, auf Youtube und wo auch immer man ihnen begegnet, nerven aber am Ende des Tages bzw. in dem Fall am Ende des Jahres sollte man schon mal für sich selbst ein Resümee ziehen. Aber gar nicht so sehr, wie 2017 zu einem war sondern eher wie man selbst in 2017 war. Habe ich mich weiterentwickelt? Was war ne geile Aktion von mir und was hätte ich mir lieber schenken sollen? Wir sind alle hier um zu lernen und um besser und weiser zu werden und um bewusstere Entscheidungen zu treffen. So zumindest die Theorie.

Wie war 2017 zu mir?

Doch noch kurz das Thema angesprochen. 2017 hat alle Lebewesen die ich liebe am Leben gelassen und da kann man doch schon mal Danke sagen, denn das ist ja leider keine Selbstverständlichkeit.

Was habe ich 2017 gelernt?

Ich bin erwachsen geworden. Scheiße ja! Ich meine ich gehe immer noch Schaukeln und bin die erste im Streichelgehege aber das ist eben ein Teil meines erwachsenen Ichs. Keine Ahnung woran man das jetzt konkret fest macht ob man erwachsen ist oder nicht aber ich bin 31, also schon mal ein gutes Indiz für Erwachsen sein. Was aber für mich ausmacht zu sagen, dass ich erwachsen geworden bin ist, dass ich mein „Mindset“ komplett gewechselt habe. Vom Horter zum Minimalisten, vom Partygirl zum Naturmädchen,vom Verschwender zum nachhaltigeren Menschen und von Depression zur Lebensbejahung.

 

Außerdem ist mir 2017 klar geworden: Sorry Leute, ich passe nicht in die typische 30+ Schublade. Ich bin noch ein Kind der Generation: „Wenn man erwachsen ist, dann hat man eine eigene Familie und baut ein Haus und geht jeden Tag arbeiten um Geld zu verdienen“.  Hab ich jahrelang versucht und der Schuh passt mir nicht also versuche ich mich da nicht länger reinzuzwängen. Ich bin sehr zufrieden mit meiner jetzigen Familie und habe nun mal andere Vorstellungen vom Leben. Und das Leben scheint auch andere Vorstellungen von mir zu haben.

 

Unsere Welt ist verloren. Wenn man so das große Ganze betrachtet, dann ist wohl auf diesem Planeten nicht mehr lange viel zu holen. Und womöglich kann man daran auch nicht mehr viel ändern aber trotzdem habe ich mich entschieden es zu versuchen. Stichwörter – zero waste, Nachhaltigkeit, Ökobilanz usw. Ich versuche für mich meinen Teil so gut es geht „richtig“ zu machen. Wenn einer mitmacht ist schön und wenn nicht, dann bekommt ihr halt keine Karmapunkte. Ich will welche. Ich will von dieser Welt gehen in dem Wissen, dass ich sie nicht ganz so hart ausgebeutet habe.

 

Man muss neue Dinge lernen damit das Hirn nicht verschrumpelt. Ich war eine faule Socke (bin ich wahrscheinlich immer noch aber ich versuche mich zu bessern). Ich hab irgendwann mal eine Ausbildung und ein „Studium“ gemacht und dann war erst mal gut mit lernen. Von da an bin ich nur noch in die Schule des Lebens gegangen und hab ansonsten nicht allzu viel neues gelernt. Aber irgendwie wurde mir das fad, sodass ich angefangen habe verschiedene Kurse zu belegen, die man vielleicht gebrauchen könnte. Video Editing, Social Media, CMS usw. Und was soll ich sagen, etwas Neues zu lernen ist verdammt hart und man muss extrem dabei bleiben (womit ich ja immer so meine Probleme habe). Den neuen Blog zu erstellen ohne einen Funken Ahnung über Informatik war verdammt schwer aber ich habs einigermaßen hinbekommen. Es war super viel Arbeit und hat Monate gedauert aber am Ende bin ich stolz, dass ich es allein hinbekommen habe. Aktuell versuche ich zu lernen wie man Videos schön und sinnvoll schneidet und das ist genauso schwer und ich sehe bis jetzt keine großen Fortschritte in meiner Arbeit und es fällt mir super schwer dran zu bleiben aber wir sind auf dieser Welt um zu lernen. Also werde ich auch in 2018 meine Arschbacken zusammen kneifen und lernen lernen lernen.

 

Menschen gehen lassen. Manchmal kann man so viel an sich arbeiten wie man will und trotzdem funktioniert die Freundschaft/Liebe nicht. Menschen leben sich auseinander. Entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen. Ich war immer jemand der an Menschen hängt mit denen man jahrelang eine gute Zeit hatte. Aber manchmal kostet es zu viel Kraft, mehr als man aufbringen kann um etwas zu retten was nicht mehr zu retten ist. Das ist der Punkt wo man gehen sollte. Im Kopf die Erinnerungen an die gute Zeit und vor Augen eine Zukunft mit neuen Zielen und Freundschaften/Lieben.

 

Entspannter zu werden. Ich rege mich immer noch gern auf. Manchmal braucht man das aber dann eher über Kleinigkeiten wie den dummen Autofahrer der mich fast umgefahren hat oder die hirnlose Kollegin. Aber bei den Dingen die wirklich von Bedeutung sind, bin ich wesentlich gelassener geworden. Da ist definitiv noch Luft nach oben aber ich bin auf einem guten Weg.

 

Woran muss ich noch arbeiten?

Mein Selbstvertrauen. Ich bin nicht sehr „outgoing“ und bin selten wirklich zufrieden mit meinen Leistungen. Ich muss lernen mich auch da entspannt zurück zu legen und zu sagen: Es ist nicht perfekt aber ich hab was geiles geschaffen.

Selbstbewusstsein – sich selbst bewusst sein. Wissen wer man ist und was man kann, stolz zu sein und Lob anzunehmen

Danksagung an:

Meinen Eltern für die vielen schönen gemeinsamen Stunden und Unternehmungen. Für ihren ständigen Support und ihr Verständnis egal was ich mir gerade mal wieder in den Kopf gesetzt habe. Wenn man (noch) keine eigene Familie hat, dann sollte man auf die Familie zurück greifen die man hat egal wie alt man ist, denn Familie ist das Wichtigste im Leben.

Was nehme ich für 2018 mit?

Dafür wird es einen gesonderten Post geben.



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