Vegan Essen in: Indonesien

Vegan Essen in: Indonesien

 


Spoiler – vegan essen ist in Südostasien absolut keine große Kunst, denn die Asiaten wissen wie man sich gesund ernährt. Allerdings hat so jedes Land seine Besonderheiten und in Indonesien gibt es ziemlich viele davon.

Ich habe mich einmal quer durch die indonesische vegane Küche gefuttert.

Was gab es und wie hat es geschmeckt:

 

Tempeh /Tempe

 

Die größte und leckerste Neuentdeckung für mich. Ich habe es gleich am ersten Tag zu meinem „vegetarien menu“ dazu bekommen. Und war mir absolut nicht sicher was das nun sein soll. Es sah aus wie eine Art Reiswaffel. Stellte sich dann aber als Sojabohnen heraus, die durch irgendwas zusammen gehalten wurden. Und mein erster Gedanke war Ei. Im Hotel googelte ich dann erstmal. Aber nein es ist komplett vegan. Tempeh sind fermentierte Sojabohnen, die mit einem Edelschimmel behandelt werden. So ähnlich wie beim Camembert. Dadurch entsteht eine Art Fadenstruktur, die die Bohnen zusammen hält, sodass man sie in Blöcken verarbeiten kann.

 

 

 

Der Geschmack ist so leicht nussig aber eher nichts sagend. Wird auch nur als Beilage gegessen und ist dabei sehr gesund und leicht bekömmlich.

Es gibt Tempeh aber auch frittiert in so kleinen Garküchen oder als Chips im Supermarkt, was dann in scharfes Sambal oder eine süßliche Sojasoße getunkt wird.

Und das habe ich dann ständig gegessen, weil es so so lecker war.

Gaumenfreude: ♥♥♥♥♥

 

 

 

Sayur Bening (Suppe)

 

Eine klare Gemüsesuppe mit Ingwer, zu der immer Reis gereicht wird. Dazu gibt es ein Sambal. Und Leute – das war das schärfste was ich je gegessen habe. Zerstoßene Chillis aber solche der Extraklasse. Ich habe mir nur ein Ministückchen auf meinen Reis gelegt und dachte ich bekomme keine Luft mehr. Aber gesund ist das mit Sicherheit.

War an sich ganz ok, hat mich aber einfach nicht vom Hocker gehauen. Halt eine ganz schlichte gesunde Gemüsesuppe.

Gaumenfreude: ♥♥♥

 

 

 

Tempeh und Tofu Satey Spieße

 

Zu deutsch – Schaschlik. Vor dem Braten werden die Fleischstücke oder wie in meinem vegan Fall, die Tofu und Tempeh Stücke mariniert. Neben Reis gibt es immer die typische sehr leckere Erdnusssoße.

Hat sehr gesättigt und war auch wirklich lecker.

Gaumenfreude: ♥♥♥♥

 

 

 

Gado Gado

 

Der Name bedeutet soviel wie „Mischmasch“ oder „Durcheinander“.

Wollte ich unbedingt einmal ausprobieren, da es auch so ganz typisch indonesisch ist. Ein lauwarmer Gemüsesalat mit Reis und Erdnusssoße und klassischerweise gehört noch ein Spiegelei dazu, welches ich aber abbestellt habe.

Die Erdnusssoße wie immer super lecker aber dafür schmeckt der Rest nach absolut gar nichts.

Dazu gab es noch Tempeh und Tofu, die waren so semi gut aber das Gemüse war einfach so unfassbar lahm, dass ich verstehen kann, wenn Leute sagen, dass vegetarisches /veganes Essen nicht schmeckt. Wenn ich das probieren würde, würde ich das auch sagen.

Ich war schwer enttäuscht.

Gaumenfreude: ♥ (für die leckere Erdnusssoße)

 

 

 

 

Nasi Goreng

 

 

 

Gebratener Reis mit Ei und / oder Fleisch / Schrimps etc. Für mich natürlich nur in der gebratenen Reis Variante mit mal mehr und mal weniger viel Gemüse.

Super einfach und dennoch super lecker. Hätte ich jeden Tag essen können.

Gaumenfreude: ♥♥♥♥ (ein Punkt Abzug weil`s nicht sonderlich kreativ oder besonders ist)

 

 

Nasi Campur

 

Das Gado Gado hieß zwar übersetzt „Durcheinander“ aber ein richtiges Durcheinander war eher das Nasi Campur. Ich muss zugeben, dass es aussieht wie schon mal gegessen. (aber das sind meist die leckersten Gerichte, z.B. Currys)

Das Ganze gibt es in so vielen unterschiedlichen Varianten, aber alle haben eins gemeinsam – Reis in der Mitte und dazu Erdnusssoße.

In meinem Homestay in Malang gab es das als Frühstück und ich war erst mal abgeschreckt vom Anblick aber dann war das Ganze extrem lecker. Mit Tofu und Tempehchips und Gemüse.

Gibt´s auch in den Varianten mit Schrimps, Chicken, Ei usw.

Gaumenfreude: ♥♥♥♥ (ein Punkt Abzug weil`s nicht sehr appetitlich aussieht)

 

 

 

 

Roti

 

Nicht so richtig indonesisch aber immerhin asiatisch. Ich liebe Roti! Auf Kho Phi Phi gab es immer Thai Pancakes mit vers. Füllungen und Roti ist quasi das gleiche nur die indische Variante.

Eine Art Eierkuchen allerdings ohne Ei, in der Pfanne gebraten und mit verschiedenen Dingen gefüllt.

Yum! Ich hatte mich für gegrillte Aubergine, Spinat und Pilze entschieden.

Gaumenfreude: ♥♥♥♥♥

 

 

Süßes

Jaffle

 

In meinem einen Homestay gab es Banana Jaffle. Ich hatte keine Ahnung was das ist aber dachte, dass es so ähnlich wie Waffel klingt. Aber nee, zu meiner großen veganen Freude ist es einfach nur ein Toast ausm Sandwichtoaster mit Banane gefüllt, die dann so herrlich matschig wird.

Lecker aber weder schön anzusehen, kreativ noch sättigend oder gesund.

 

Gaumenfreude: ♥♥♥

 

 

Früchte

 

Auf den Märkten gibt es Früchte soweit das Auge reicht und dann natürlich auch so ganz besondere Dinge, von denen ich heute den Namen nicht weiß wie diese „Schlangenfrucht“, deren Haut ein bisschen aussieht wie die einer Schlange. Konsistenz wie eine Marone und geschmacklich zwischen Marone und Birne. Ganz ok aber halt nicht saftig.

 

 

Auch die Bananen schmecken hier so anders. Was wir da in Deutschland vorgesetzt bekommen, hat leider gar nichts mit einer echten Banane zu tun und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das so gesund sein soll. Die hier sind viel kleiner und brauner und schmecken ganz anders.

 

 

 

Getränke

Bintang

Das indonesische Hausbier. Sehr mild, sehr lecker, sehr gern getrunken.

Preis zwischen 1,80 und 2,50 (für eine kleine Flasche)

Aber noch leckerer in der Bintang Radler Variante. (Finde ich so witzig, dass Radler überall auf der Welt Radler heißt. Da hatte ich mich schon in Osteuropa drüber gewundert.)

 

 

Alkohol ist übrigens sehr teuer in Indonesien, was ich mit großem Bedauern festgestellt habe. Während ich in Thailand jeden Abend mit einem Cocktail den Tag abschloss, sitze ich hier maximal mit einem Bintang da (aber selbst das finde ich eigentlich zu teuer)

 

frische Kokosnuss

 

Meiner Meinung nach das beste Preis/Leistungsverhältnis, vor allem wenn man bedenkt wie scheiße teuer so Kokoswasser in Deutschland ist und das wurde dann auch noch ewig in der Flasche gelagert und ist soweit von frisch entfernt wie ich von Deutschland. Man bekommt die Kokosnuss und einen Strohhalm, meist aus Bambus oder irgendwelchem Gras (sehr toll, dass man hier nirgends Plastikstrohhalme findet) auf den Tisch gestellt und dann geht das große Schlürfen los. Denn in so einer Kokosnuss ist wirklich viel drin. Ich würde so auf mindestens einen halben Liter tippen und das ist für den Preis von 1,00 € bis 2,50€ doch wirklich mal ein gutes Angebot. Und gesund soll es ja auch noch sein.

 

 

Säfte

 

Ein tropisches Land hat viele Früchte und die gibt es in sämtlichen Saftvarianten oder als Smoothies. Alle sind sehr lecker.

 

Meine liebsten waren der ganz schlichte frische Lemonjuice und ein fancy „Beauty“ Saft mit Gurke, Apfel, Ingwer, Aloe Vera und Lavendel.

 

 

Fazit

 

Das Essen in Indonesien ist vor allem eins – super gesund und leicht bekömmlich.

Und meistens dazu auch noch lecker. Wer es allerdings ein bisschen internationaler und attraktiver haben möchte, der kann mal bei meinen Food Guides für Ubud und für Canggu vorbei schauen.