Vegan essen in: Ubud (Bali)

Vegan essen in: Ubud (Bali)

 

Ubud – DIE Yoga/ Gesundheitsstadt auf Bali. Und diesem Namen macht sie alle Ehre. Yogastudius und Shops für Sportbekleidung an jeder Ecke. Beautystudios. Organische Kosmetik. Und halt auch einen Haufen Restaurants die rein vegan sind oder viele vegane Optionen haben.

Was mich natürlich enorm freut und gleich ausgetestet werden musste.

Gleich vorab kann ich aber sagen – wer was besonderes will, der zahlt auch gern mal den doppelten oder dreifachen Preis von dem was hier das Essen in einem normalen Warung kostet. In den normalen Warungs ist vieles aber auch vegan. Deshalb habe ich auch hier abgewechselt zwischen fancy veganen Restaurants und landestypischen Warungs. Ein gesonderter Beitrag zum traditionellen indonesischem Essen wird noch kommen.

 

Falafel Warung

 

Nach meiner Ankunft hatte ich Hunger. Ein kurzer Blick in meine Happy Cow App verriet mir, dass es gleich ums Ecke eine Falafelbude gibt. Denn mehr war es wirklich nicht. Wie eine kleine Dönerbude. Umso erstaunter war ich dann allerdings über den Preis. Falafel im Pitabrot, Warp oder als Salat – stolze 70000 IDR (4,20€) So viel zahlt man in Deutschland nicht mal für nen Falafel.

Man konnte sich dann noch aussuchen welche zusätzlichen Zutaten, neben dem Standardgrün, man drin haben wollte. Von schnöder Zwiebel bis fancy Taboulè gab es einiges. Ich entschied mich für einen arabischen Salat, eingelegte Auberginen und spicy Möhrenpüree.

 

 

 

 

Es war super lecker, keine Frage aber über den Preis wundere ich mich immer noch. In den fancy Restaurants in Canggu, wo man auch noch richtig schick sitzen konnte und das Essen super lecker angerichtet wurde, hatte ich meistens genauso viel für ein Essen bezahlt, wenn nicht sogar weniger. Liegt aber vielleicht an der Lage genau neben dem Ubud Market.

 

 

 

 

Earth Cafè

 

 

Unten im Gebäude gibt es einen Bioladen und oben ein kleines Restaurant. Ich bin mir nicht ganz sicher aber ich glaube fast, dass alles was angeboten wird, vegan ist.

Die Speisekarte ist recht groß und umfangreich und ich konnte mich absolut nicht entscheiden. Alles klang super lecker und ansprechend. Die Preise sind allerdings auch nicht ganz ohne (bitte alles relativ sehen. Es ist immer noch günstiger als in Deutschland aber man vergleicht ja trotzdem die Preise und stellt fest) und auf die Preise hier in Bali kommen meist noch 10 % Steuer und 5% Service Pauschale.

 

 

 

 

Aber wenn ich schön sitzen kann und mir mein Essen richtig serviert wird, dann sehe ich auch ein, ein bisschen mehr zu zahlen.

Nach ewigem hin und her entschied ich mich für einen Seitanburger (ich lieeeeebe Seitan) und eine frische Kokosnuss.

Das Essen kam super schnell und war sehr sehr lecker. Auf dem Burger war neben dem normalen Gemüse auch noch Sauerkraut, was die Sache sehr besonders machte.

 

 

 

 

 

Alles in allem ok aber ich würde auf Grund des Preis/Leistungsverhältnisses nicht noch mal her kommen. Das ist halt das Ding, weil ich in Canggu so verwöhnt wurde. Da schmeckte alles nicht nur wundervoll, sondern sah auch noch mega hübsch aus und man hatte das Gefühl, dass sich jemand Mühe gegeben hatte und das hatte ich in dem Fall leider nicht.

 

Seeds of Life

 

Mit 31 Jahren habe ich noch erste Male. *wuhuuu*  In diesem Fall zum ersten Mal in einem veganen Rohkost Restaurant essen. So nen fancy Spaß kann man sich in Deutschland ja gar nicht leisten. Aber hier ist das relativ erschwinglich.

Das Restaurant liegt hier auf der Food Meile in Ubud und sieht von außen sehr unspektakulär aus. Innen allerdings schon so ein bisschen wie so ne spirituelle Yoga Bude. Mit ganz vielen Sitzkissen und kleinen Tischchen und Schuhe ausziehen und so.

Naja lassen wir uns mal auf das ganze Rundum Erlebnis ein und setzen uns auf ein Sitzkissen mit Minitischchen.

Die Speisekarte liest sich wirklich gut. Es gibt neben vers. Frühstücksvarianten, eine Wochenkarte, vers. Hauptgerichte, Desserts, Smoothies und Säften auch noch irgendwelche ominösen Gesundheitselexiere. Da werden verschiedene Kräuter und Gewürze zu einem Tonic vermischt, was dann vers. gesundheitliche Aspekte haben soll. Sowas ist ja an sich voll mein Ding aber ich hatte Hunger und eher wenig Interesse mich mit dem Thema auseinander zu setzten.

Ich entschied mich für den Beauty Saft. Eine Mischung aus Apfel, Gurke, Limette, Ingwer, Aloe Vera und Lavendel. Dazu gab es eine Lasagne mit einem kleinen Salat. Also das ist wirklich verrückt wie das ganze nicht gekocht oder gebacken oder so sein kann. Zumal zwischen den vers. Schichten wirklich sowas in der Art wie ein Teig war. Ganz außergewöhnliche Geschichte. Schmeckte hervorragend muss ich sagen.

 

 

 

 

Allerdings hatte ich danach ein sehr schweres Gefühl im Magen. Ich glaube mein Körper ist so viel rohe Lebensmittel einfach nicht gewöhnt. Vertragen habe ich an sich alles sehr gut, ich fühlte mich halt nur schrecklich voll.

Dennoch muss ich sagen, dass ich definitiv dem Seeds of Life noch weitere Besuche abgestattet hätte, wenn es nicht so so viel andere gute Restaurants in Ubud geben würde.

 

Bernadettes

 

An sich ein ganz normales größeres Warung in der selben Straße wie das Seeds of Life aber mit vielen veganen Optionen.

 

 

 

 

Die Preise sind sehr moderat. Nicht so günstig wie in einem richtigen Warung aber immer noch sehr tragbar. Die Speisekarte ist nicht so riesig und es gibt eigentlich nur indonesische Gerichte aber wenn man da offen ist, wird jeder etwas finden. Die Tripadvisor Bewertungen waren jedenfalls extrem gut.

Ich entschied mich für eine Ingwerlimonade, die es ganz schön in sich hatte und 2 Vorspeisen. Zum einen das Tempeh und Tofu und zum anderen Samosas. Dinge die ich total liebe.

Was aber so richtig den Vogel abschoss waren die beiden „Soßen“ dazu. Das eine eine Art Salsa mit frischen Tomaten, Kräutern und Knobi und das andere eine göttliche süße Sojasoße mit Chilli und Knoblauch. Einfach nur unfassbar lecker und während ich darüber schreibe, läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen.

100% Weiterempfehlung für dieses Warung.

 

 

 

 

Sawobali

 

 

 

Dort gibt es jeden Tag ab 11 Uhr ein komplett veganes All you can eat Buffet inlusive Wasser, Salat, Suppe, Nachtisch, Obst und 10 vers. Hauptgerichten für, jetzt haltet euch fest, ganze 3€. Veganes Essen so viel man will für nur 3 € und die Tripadvisor Reviews überschlugen sich mit Lob.

 

 

 

 

Der kleine Laden ist weder fancy noch extrem zentral gelegen (wobei, er ist in der Nähe zum Monkey Forrest also auch nicht so unzentral) aber dafür gibt es preiswert sehr gutes Essen. Man bezahlt seine 50000 IDR gleich wenn man rein kommt und kann dann los futtern.

Ich bin an sich nicht so der viel Esser und in Deutschland lohnen sich solche Buffets für mich überhaupt nicht aber ich probiere halt gern vers. Dinge aus und so probierte ich einmal das komplette Sortiment durch. Ich glaube am Ende waren es 3 Teller Hauptspeise, 1 Salatteller und ein Teller Nachtisch und ein ganzen Haufen Cavassa / Maniok Chips.

 

 

 

 

Ich fand auch toll, dass scheinbar versucht wurde, die ganze Pflanze zu verwerten. Da gab es dann zum einen ein super leckeres Kürbis Püree und daneben, dann ein Gemüse aus den Kürbisblättern (war allerdings nicht mein Favorit weil es wenig bitter).

 

 

 

 

Aber generell war alles super lecker, gesund und leicht bekömmlich. Ich wäre auf jedenfall hier noch mal zum Essen hergegangen und habe auch mitbekommen, dass einige der Leute dort Stammgäste waren aber bei so einem tollen Preis-/Leistungsverhältnis ist das auch kein Wunder.

 

 

 

 

Fazit

 

Auch in Ubud ist es absoult keine Kunst schmackhafte vegane Gerichte zu finden. Auch wenn diese dann vielleicht nicht so toll aussehen wie die in Canggu, so waren die meisten meiner getesten Gerichte enorm lecker und ich kann bis auf das überteuerte Earth Cafe alles guten Gewissens weiterempfehlen.

 

 

 



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