Wanderung Prebischtor

Wanderung Prebischtor

30.4.18

Kaum eine Nacht zu Hause ging es wieder zum Wandern nach Tschechien, diesmal zum berühmten Prebischtor.

Anreise:

Am Montag habe ich mir den nächsten travelbuddy geschnappt und ab gings 9 Uhr mit dem Sachsen Ticket nach Dresden. Von dort dann mit der S-Bahn über Pirna und Bad Schandau vorbei an der Bastei nach Schöna. Dort dann noch mit einem Haufen merkwürdig aussehender Menschen (mir wurde gesagt, dass die alle zum Drogen kaufen nach Tschechien fahren) mit der Elbfähre (1,50€) nach Hrensko übergesetzt und los ging unsere Wanderung.

Wanderung:

Erst einmal 3 km durch den Ort. An der Straße entlang und seicht bergauf vorbei an der Bootsendstelle der Kamnitzklamm (auch mal noch einen Ausflug wert). Dann biegt der Weg in den Wald ab. Wir hatten dank der enormen Überfüllung des Wanderparkplatzes schon die leise Befürchtung, dass es voll werden würde und das wurde es. Ein Großteil kam uns zwar schon wieder entgegen aber es schoben sich mit uns genug andere Wanderwillige den Berg lang hoch. Ich, mal wieder völlig unvorbereitet auf mein Ziel, hatte keinen blassen Schimmer, dass das Tor so weit oben liegt. Ich dachte immer das würde einfach irgendwo im Wald liegen. Aber nee, ganz oben liegt es. Also wie eine alte Dampflok erst den Waldweg und dann die Serpentinen hoch geschnauft. Schon erstaunlich wie viel Höhe man in kurzer Zeit überwinden kann. Momentan herrschte vermehrter Pollenflug. Sowas habe ich noch nicht gesehen. Die Luft im ganzen Elbtal war gelb gefärbt und auch im Wald legten sich die winzigen Pollen auf Kleidung, Kontaktlinsen und Lunge. Dadurch wurde der Ritt noch anstrengender. Es kam keine einzige Bank auf dem 4 km Weg und wenn es sie gegeben hättte, wäre sie wohl völlig eingestaubt gewesen. Also weiter lang hoch kämpfen mit 100 anderen Menschen.

oben angekommen:

Und dann endlich war es geschafft also so halb. Man sah beim Blick nach oben das Tor und das berühmte Restaurant am Felsen. Ein toller Anblick. Das ganze Areal kostet 3€ Eintritt . Dafür bekommt man Aussichten die einem den Atem rauben aber erst wenn man über ganz viele kleine Treppen nach oben geklettert ist. Mir fiel kurz die Kinnlade runter als mir ganz oben eine tschechische Familie mit Kinderwagen begegnete. Wer schleppt denn einen Kinderwagen über 100 Stufen steil nach oben. Irre!

Der Ausblick über das Elbsandsteingebirge – großartig. Der Ausblick über die Felsnadel vor dem Aussichtspunkt – atemberaubend. Der Ausblick von oben auf das Prebischtor – unbezahlbar. Ja, man kann sagen, dass ich schwer beeindruckt war. Aber auch erst da oben. Denn zwischendrin war ich einfach nur genervt von den Massen an Menschen und deren teilweise sehr unsozialem Verhalten.

Aber die Aussicht entschädigt für alles.

 

Leider war das Wetter nicht ganz so schön und riss erst beim Abstieg wieder auf. Aber man kann manchmal halt nicht alles haben.

Hoch zu haben wir so 1,5 h gebraucht. Auf dem Rückweg hatten wir dann Hunger bzw Durst, deshalb waren wir in 45 Minuten wieder unten.

Food:

Es gibt in dem winzigen Örtchen gefühlt nur Restaurants, Mini Markts und Asiamarkt Stände. Schon eine merkwürdige Atmosphäre weil man sich eigentlich in einem sehr schönen Tal zwischen den schroffen Sandsteinen befindet, sich aber fühlt wie bei einem Jahrmarkt. Gefiel mir eher nicht so gut. Wir entschieden uns für das Restaurant Falk , abseits des Trubels. Schönes recht modernes Restaurant mit fairen Preisen und einer großen Fleischauswahl. Für Vegetarierer war das Angebot etwas mager aber der Becherovka schmeckte :-p

Fazit:

Das Prebischtor ist ein absolutes Must see aber vielleicht mal eher in der Woche außerhalb von Feiertagen und Ferien. Dann stelle ich mir selbst die Wanderung sehr schön vor. So glich sie mehr einer Hetzjagd oder einer Völkerwanderung.

 



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