Whynotbus Tour Perth – Exmouth – Perth Teil 3

Whynotbus Tour Perth – Exmouth – Perth Teil 3

 

Den ersten Teil vom Roadtrip Perth nach Exmouth findest du hier und den zweiten Teil gibts hier.

 

 

Tag 9 – Mandu Mandu Schlucht, Turqouise Bay und australischer Pub

 

Sonnenaufgang mit Leuchtturm und Blick aufs Meer – so wunderschön könnte jeder Tag starten.

 

 

 

3 Leute unserer Gruppe gingen auf eine Tour wo sie mit Whalesharks und Humpback Whales (Buckelwale) schwimmen konnten (370 AUS) und wir anderen machten eine Wanderung.

Es ging zur Mandu Mandu Schlucht. Wir tankten alle noch mal unsere Wasserflaschen auf und dann ging es los mitten in der Mittagshitze, was sich noch als schlechte Idee herausstellen sollte. Der Level 4 Walk (von 5) war eigentlich nur 3 km lang und ein Rundwanderweg aber wir liefen und liefen über die völlig nervigen Steine. Kein Schatten und die Sonne ballerte vom Himmel. Die Schlucht war schön aber man war mehr damit beschäftigt nicht hinzufallen.

 

 

Irgendwann stellte Ali dann fest, dass wir zu weit gelaufen waren. Also den ganzen Weg wieder zurück. Ich war inzwischen dem Hitzetot nah, da sich meine Haare immer so aufheizen und mein Gehirn dann ganz matschig wird. Deshalb musste ich mich von Zeit zu Zeit unter einen Busch in den Schatten setzen.

 

 

Als wir dann endlich den richtigen Weg gefunden hatten, der nur noch 1,7 km lang war aber einen Berg hoch ging, hatte ich und ein paar andere Mädels keine Lust mehr ohne Wasser oder Schatten einen Berg hinauf zu laufen. Also überlies ich meine Kamera den anderen und wir liefen zum Bus zurück.

 

 

Nachdem die anderen auch zurück waren und wir genug Wasser getrunken hatten, ging es endlich an den Strand. Turquoise Bay – der Name war Programm. Jedes Mal wenn man denkt, das Wasser kann nicht schöner aussehen, kommt ein neuer Strand um die Ecke und überzeugt einen vom Gegenteil.

 

 

 

 

Wir chillten ein bisschen am Strand und gingen schnorcheln. Im Wasser waren viele Quallen. Ich wäre ja wieder sofort rein gesprungen aber die anderen erzählten mir, dass es hier sehr giftige Quallen gibt oder es zumindest recht weh tut, wenn einen so eine Qualle erwischt. Ich war inzwischen im Wasser und versuchte den Quallen auszuweichen. Aber irgendwie mochten sie mich wohl und streiften ständig an mir vorbei. Ich bekam einen Lachanfall weil alle total vorsichtig waren um nicht an eine Qualle zu kommen und ich quasi mittendrin in der Quallensuppe war. Aber diese waren ganz lieb, taten nicht weh oder brachten einen auch nicht um.

 

 

 

 

Die Jungs schwammen weit raus und sahen sogar einige Haie an sich vorbei schwimmen.

Aber auch wir vorsichtigen Schwimmer hatten Glück und sahen einige Schildkröten, was mich auch total freute. Sieht man ja auch nicht aller Tage so eine frei lebende Schildi im Meer.

 

 

Wir fuhren ins Camp zurück und ich ging duschen. Als ich wieder kam, hatte es inzwischen einen kleinen Vorfall gegeben wobei unsere Küche im Bustrailer ein wenig Feuer gefangen hatte. OK, Abendessen wurde dann heute in der Campingplatzküche gekocht, wo wir erstmal den feinen Staub vom Feuerlöscher von unseren Küchenutensilien waschen mussten.

Letzter Programmpunkt für unsere Tour war ein Ausflug in einen australischen Pub. Ich hatte weder Lust noch Geld und wäre lieber mit allen im Camp geblieben. Da sich aber niemand am letzten Abend trennen wollten, fuhren wir alle zusammen mit Ali im großen Bus nach Exi in ein Pub mit eigener Brauerei. Und was soll ich sagen – die Dinge auf die man immer am wenigsten Lust hat, werden oft die geilsten. Ich kam im Pub an, sah die Leute und hörte die Live Musik und war total stoked. Das ist mein Ort. Hier will ich bleiben. Für IMMER! Alle hatten lange Beachhaare, waren barfuß und braun gebrannt. Vermutlich alles Surfer. Ein Sänger sang Folkmusik. Das Bier und auch die Biercocktails (ich trank nur einen Cocktail) schmeckten hervorragend und die Stimmung war großartig. Ich fühlte mich einfach nur 100% wohl und glücklich.

Der Sänger hörte auf zu spielen und jemand unserer Gruppe wünschte sich „unseren“ Song „SMOKO“ von The Chats. Der Pub bebte, da unsere ganze Familie die Tanzfläche enterte um die wildesten Tanzperformances abzuliefern. So much fun!

Aber um 11 war Schicht im Schacht. Ja, um 23 Uhr. Ernsthaft! Und das scheint auch normal zu sein. Wir waren noch völlig aufgedreht und machten eine kleine Tanz- und Knuddelsession auf dem Parkplatz bevor wir wieder zurück zum Camp fuhren.

Ein paar gingen ins Bett aber ich ging noch mit an den Strand, wo ich inzwischen einen neuen besten Freund gefunden hatte – den Norweger mit dem Jägermeister 😉

Wir sangen und tanzten und hatten die Zeit unseres Lebens. Durch ein paar unerwartete Wendungen, wurde der Abend dann endgültig LEGENDÄR!

 

Tag 10 – Abschied

 

Time to say goodbye. Nachdem ich völligst neben der Spur im großen Bus aufgewacht bin weil der kleine in der Nacht zugeschlossen war, musste alles ganz schnell gehen weil wir 7:30 schon aus Exmouth los wollten.

Toilette, Zähne putzen, Frühstück und dann kam der harte Teil – sich von seinen neuen Freunden zu verabschieden, da nur 5 von uns zurück nach Perth fuhren und der Rest noch in den Karijini Nationalpark oder nach Broome. Die Leute die mir besonders ans Herz gewachsen waren, hatte ich den Abend davor schon mit Umarmungen gequält und setzte jetzt nochmal zu 3 bis 100 weiteren Knuddelrunden an. Dann knuddelte jeder jeden und schwupps saßen wir auch schon im Bus auf dem Weg zurück nach Perth.

Ein kompletter Fahrtag. Exmouth nach Perth sind 1300 Kilometer und wir fuhren heute ca. 900 davon. So verrückt. Ich glaube auf meiner Interrailtour von Polen nach Bulgarien bin ich auch 1300 km gefahren aber das waren 6 Länder. Hier ist es einfach nur ein winzig kleiner Teil von einem Land. Irre!

Ich durfte als Co Pilot neben Errun sitzen, der einen verdammt guten Job in den 9 h Fahrt machte und endlich hatte ich auch mal Gelegenheit ihn besser kennen zu lernen, da er sich sonst immer etwas zurück gehalten hatte.

Wir hielten ab und an an einem Roadhouse um zu tanken oder etwas zu essen, ansonsten bestand der Rest des Tages nur aus Sitzen. Die ersten 7 h war das auch noch völlig ok aber die letzten 2 h waren nur noch nervig.

Abendessen gab es diesmal im Restaurant zur goldenen Möwe formaly known as Mc Donalds.

Danach noch eine weitere Stunde fahren und dann endeten wir auf einem kleinen wilden Campingplatz neben der Straße und gingen halb 9 gleich alle schlafen.

 

Tag 11 – Aufwachen aus dem schönsten Traum

 

Kurz nach 6 waren alle schon wieder abfahrbereit und so langsam setzte bei mir die Trauer ein. Es würde heute wirklich enden. So richtig. So für immer. Ich hätte schon im Bus anfangen können zu weinen, versuchte aber noch die letzten 4 Stunden, so gut es ging zu genießen.

Nach ein paar kurzen Stopps kamen wir dann gegen 1 wieder in Perth an.

Ich nahm Errun und den Rest der Truppe noch mal fest in den Arm und dann war es vorbei.

 

digital detox

 

Das mag für den einen oder anderen vielleicht merkwürdig klingen aber viele werden mich auch verstehen – ich war seit der Erfindung von Smartphone und co noch nie so lange offline. Das hat mir anfangs richtig Angst gemacht, zu wissen, dass man kein Wifi haben wird. Und wisst ihr was, am Ende hat es mir Angst gemacht wieder online zu gehen.

Ich habe mich so daran gewöhnt mein Handy im Rucksack zu lassen oder maximal eine Notiz darauf abzuspeichern.

Schon echt traurig, dass wir so in der virtuellen Welt gefesselt sind und es uns schwer fällt, diese Welt für ein paar Tage zu verlassen. Es war großartig diese Erfahrung zu machen. Aber nun bin ich hier wieder allein und habe nicht mehr diese wundervollen Menschen zum Austausch um mich, deshalb bin ich dann doch wieder froh über die modernen Technologien zum Gedankenaustausch.

 

Die Guides

 

Ali und Errun – best Guides/ Guys ever! Ali, der 30 jährige immer gut gelaunte Schotte, der so aussah als wenn Disney ihn gezeichnet hätte. Stichwort Tarzan.

 

 

Und Errun der 27 jährige liebe Aussie „Weirdo“ in seinen Birkenstocks (mit Socken!) und seinen schrägen aber witzigen Stories.

 

 

 

Mir sind beide so sehr ans Herz gewachsen. 2 Menschen die das Herz am rechten Fleck haben, Reisen genauso lieben wie ich und das Beste aus ihren Leben heraus holen. Ohne die Jungs wäre die Tour nicht halb so perfekt gewesen.

 

 

Die whynotbus Family

 

Ich weiß nicht ob ihrs schon mitbekommen habt aber ich mag eigentlich keine Menschen und bin normalerweise „socially akward“ aber ich glaube ich habe bisher einfach nur die falschen Menschen getroffen. Ich brauche Leute die mich weiter bringen, die mein Mindset erweitern, die mir neue Denkanstöße geben.

Und genau das habe ich auf dieser Reise gefunden.

Ein bunter Haufen voll mit unterschiedlichen Menschen, die sich im „normalen“ Leben niemals gefunden hätten. Aber alle haben eins gemeinsam – alle wollen das komplette Programm Leben.

Und dann sitzt du mit Freunden, die vor ein paar Tagen noch Fremde waren in Australien vor einem Zelt, über dir der krankeste Sternenhimmel aller Zeiten, hörst die Wellen rauschen, im Hintergrund läuft deine Lieblingsmusik und ihr redet über den Shit der euch die Welt bedeutet. Reisen. Zukunft. Dankbarkeit. Begegnungen.

Das Leben im hier und jetzt. Stoked!

Du redest mit einem 20 jährigen, der ein besseres Mindset hat als die meisten Menschen die du bisher getroffen hast mit Augen voller Leben. Diese Begegnungen verändern. Diese Erinnerungen bleiben für immer. Momente die man niemals vergisst.

Ich habe so viel gelernt. So viel neue Denkanstöße bekommen. Neue Freunde gefunden.

 

 

Gefühle

 

Ich hatte vor dem Trip so große Angst ob ich nicht vielleicht zu alt bin, mein englisch zu schlecht oder ich einfach nicht mit den Menschen klar komme.

Nichts davon hat sich bestätigt. Im Gegenteil – ich war niemals in meinem Leben so glücklich wie auf dieser Tour.

 

 

 

Auf der Reise habe ich jede verdammte einzelne Sekunde in mich aufgesaugt und genossen. Ich habe so viel gelacht wie noch nie. Ich war bunt und nicht grau, mit einem Herz voller Leben.

 

Fazit

 

Wenn ihr in Western Australia seid, dann zögert nicht und geht auf eine Tour mit den Jungs von Whynotbus. Es mag „cheesy“ klingen aber ihr werdet danach andere, bessere, glücklichere Menschen sein!

 



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